08.10.2021 - 21:57 Uhr
AmmerthalSport

DJK Ammerthal böse erwischt: Jeder Konter sitzt

Gekommen war der SV Seligenporten als Tabellenletzter. Doch was der am Freitagabend in Ammerthal bot, war alles andere als abstiegsreif. Im Gegenteil – die Schießbude der Liga schoss zurück.

von Autor RBAProfil

Böse Schlappe für die DJK Ammerthal. Was für ein desolates Defensivverhalten gegen den Tabellenletzten SV Seligenporten. Unfassbar: 0:4 (!) stand es nach 45 Minuten gegen eine wie entfesselt aufspielen Mannschaft von Trainer Gerd Klaus, die den Ammerthalern deutlich in allen Belangen zeigte, wo der Hammer hängt. „Ich konnte das kaum glauben, wenn ich auf die Anzeigentafel gesehen habe. Wir hatten heute Glück, dass jeder Konter in der ersten Halbzeit drin war, wir sind jetzt natürlich erst mal überglücklich“, so Gästetrainer Gerd Klaus.

Viel zu hoch stand die Abwehrreihe der DJK nahezu bei jedem Gegentreffer, vier Konter, vier Tore und die waren allesamt blitzsauber herausgespielt. Schnell, zielstrebig und einfache Bälle in die Schnittstellen: Der SVS brannte in Halbzeit eins ein wahres Feuerwerk ab und spielte zu keinem Zeitpunkt wie ein Abstiegskandidat.

Sommerer ohne Chance

DJK-Schlussmann Christopher Sommerer konnte einem schon fast leidtun, für ihn gab es nichts zu halten. Seligenporten, war bis jetzt mit 40 (!) Gegentoren die Schießbunde der Liga und ließ gegen die DJK so gut wie nichts zu. Die Platzherren konnten sich kaum eine Torchance erarbeiten, viel zu pomadig das Spiel in die Spitze, zu wenig Bewegung, immer wieder wurde der Ball leichtfertig verloren und dann ging bei den Gästen regelrecht die Post nach vorne ab. So wie bereits in der 4. Minute als Nyary links herrlich freigespielt wurde – 0:1. Ammerthal weiter in der Spielanlage zu umständlich gegen eine bissige und lauffreudige Mannschaft aus Seligenporten, die aufopferungsvoll um jeden Zentimeter Boden kämpfte. In der 22. Minute das 0:2, wiederum ein Konter, wiederum netzte Nyary unhaltbar ein. Nur wenig später war es Christan Knorr, der einen herausragenden Spielzug nach einem erneuten Ballverlust zum 0:3 nutzte. Dies war vor dem Seitenwechsel noch nicht das Ende, denn in der 38. Minute war es erneut Nyary, der seinen bis dahin überragenden Auftritt mit seinem dritten Treffer zum 0:4 krönte.

Die „Klosterer“ waren sogar dem fünften Treffer näher als die Einheimischen dem Anschlusstreffer. Ammerthal zwar bemüht, doch ohne dabei den Gegner ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Trainer Michael Hutzler wechselte in der Pause gleich dreimal, die erste Chance hatten allerdings wiederum die Gäste, als Nyary zunächst an Sommerer scheiterte, die anschließende Ecke fand den Weg irgendwie zu Leon Rukiqi, der abzog und mit einem Traumtor den Ball zum 0:5 in den Winkel nagelte.

Was man den Ammerthalern trotz des klaren Rückstandes zugutehalten musste, sie steckten nicht auf und waren um eine Ergebniskorrektur bemüht.

Die Schattenseite

„Es gibt nicht nur Sonnenschein im Fußball, wir müssen diese bittere Niederlage wegstecken. Das zwischenzeitliche 0:5 hat richtig weh getan, was aber auch in der Höhe verdient war. Wir wollte ganz anders spielen, wollten offensiv spielen. Der Plan ging nicht auf, vielleicht war die Änderung etwas zu kurzfristig, wir haben extreme Abspielfehler gehabt, die der Gegner gnadenlos ausnutzte“, so das Resümee von DJK-Coach Michael Hutzler. Das 1:5 durch Raffeal Kobrowski auf Zuspiel von Marius Dimmelmeier war kein Balsam auf die Seele der DJK-Fans, die einen bitteren Abend verleben mussten.

DJK Ammerthal – SV Seligenporten 1:5 (0:4)

DJK Ammerthal: Sommerer – Neuerer (52. Dimmelmeier), Marco Kaiser (46. Zitzmann), Marcel Kaiser, Weidner (46. Heldmann), Karzmarczyk, Bajrami, Gömmel, Hammer (46. Geiger), Dotzler (62. L. Melchner), Kobrowski

SV Seligenporten: Schötterl – Deuerlein, Opcin, Misic, Vidovic, Kussmann, Kelltitz (86. Reisig), Bajic, Rukiqi, Knorr (84. Turgut) Nyary (90. Buzimkic)

Tore: 0:1/0:2 (4./22.) Giuliano Nyary, 0:3 (26.) Christian Knorr, 0:4 (38.) Giuliano Nyary, 0:5 (47.) Leon Rukiqi, 1:5 (71.) Raffael Kobrowski – Zuschauer: 265 – SR: Stefan Klerner (Lichtenfels)

DJK Ammerthal muss zittern

Ammerthal

 

 

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