12.09.2021 - 18:25 Uhr
AmmerthalSport

DJK Ammerthal: K.o. in den Schlussminuten

Die Spitzenpartie in der Bayernliga Nord zwischen der DJK Ammerthal und dem FC Eintracht Bamberg hat einen klaren Sieger. Das täuscht ein bisschen, denn so klar verlief die Begegnung nicht.

DJK-Keeper Christopher Sommerer hielt seine Mannschaft mit Glanzparaden lange im Spiel.
von Autor RBAProfil

Es dauerte zwar bis in die Schlussminuten, ehe diese hochintensive Partie vor einer Top-Kulisse von gut 600 Zuschauern entschieden war, aber am Ende siegte der FC Eintracht Bamberg hochverdient mit 3:0 im Spitzenspiel bei der DJK Ammerthal.

Die Platzherren konnten vor allem im ersten Durchgang die Erwartungen nicht erfüllen und lagen nach 45 Minuten mit 0:1 im Hintertreffen. Eintracht Bamberg dominierte klar das Geschehen und ließ die DJK fast zu keinem Zeitpunkt zur Entfaltung kommen.

Im Spiel nach vorne fehlte bei den Ammerthalern die nötige Durchschlagskraft, die Bälle wurden viel zu einfach verloren, so dass es Bamberg immer schaffte, die Elf von Trainer Micheal Hutzler bei den Umschaltaktionen in die Bredouille zu bringen. So wie in der 8. Spielminute, als die DJK nach einem Ballverlust einen völlig unnötigen Foulelfmeter verursachte: Torwart Christopher Sommerer und Marcel Kaiser waren sich nicht einig, Jakob Tranziska fädelte geschickt ein und bekam den Elfer. Lukas Schmittschmitt nutze diesen eiskalt zu Führung.

"Keine Körpersprache"

Im weiteren Spielverlauf war es immer wieder Sommerer, der seine Mannschaft durch einige Glanzparaden im Spiel hielt, so dass es nur mit einem 0:1-Rückstand in die Halbzeitpause ging. „Wir haben die ersten 30 Minuten komplett verschlafen, haben Bamberg spielen, schalten und walten lassen. Da war keine Körpersprache, kein Spielfluss so wie ich es bis jetzt gewohnt war“, sagte DJK Michael Hutzler. Der stellte in der Halbzeit auch etwas um, fortan lief es besser im Spiel nach vorne, dabei konnten auch einige gute Torchancen kreiert werden. „Wir haben bis zum zweiten Gegentreffer gut auf den Ausgleich gespielt und hätten mit etwas Glück auch das 1:1 machen können“, so Hutzler weiter.

Der musste zunächst zusehen, wie Sommerer eine weitere Eins-gegen-Eins-Situation gegen Tranziska hervorragend meisterte (53.). Im direkten Gegenzug verpasste Kai Neuerer um Haaresbreite den Ausgleich, der im Verlauf nun mehrmals im Bereich des Möglichen lag. So wie in der 65. Minute, als Lukas Dotzler mit einem Gewaltschuss Gästeschlussmann Jan Griebel auf die Probe stellte. Kurze Zeit später war es Andre Karzmarczyk, dessen Freistoß knapp über den Querbalken strich. Die Hutzler- Elf war Mitte der zweiten Halbzeit richtig gut im Spiel, es roch zumindest mehrmals nach dem Ausgleich. Der schien in der 77. Minnte auch fällig, doch Manuel Geiger wurde im letzten Moment mit einem langen Bein am Einschuss gehindert.

Hack macht den Sack zu

„Ammerthal hat in den zweiten 45 Minuten gerade über die Außen gut Druck gemacht, da wurden einige gefährliche Aktionen herausgespielt. Es war aus meiner Sicht ein sehr, sehr intensives und schnelles Spiel mit viel Qualität, schlichtweg ein klasse Bayernligaspiel. Man konnte schon deutlich sehen, dass beide Mannschaften verdient unter den Top fünf stehen“, so Gästetrainer Julian Kohlbeck. Es kam wie es kommen musste: Die Eintracht nutzte in den Schlussminuten einen Abspielfehler von Mergim Bajrami mit einem Konter durch Hack zum 0:2 und in der Nachspielzeit war es erneut Hack, der mit seinem zweiten Treffer das 0:3-Endergebnis herstellte.

DJK Ammerthal – FC Eintracht Bamberg 0:3 (0:1)

DJK Ammerthal: Sommerer – Neuerer, Zitzmann, Marcel Kaiser, Gömmel – Karzmarczyk, Weidner (35. Geiger), Kobrowski, Bajrami, Popp (30. Hammer /88. Heldmann), Dotzler

FC Eintracht Bamberg: Griebel – Popp, Kollmer, Reischmann, Kaube, Linz, Kettler, Ljevsic, Schmittschmitt (85.Valdez), Helmer (22. Strohmer), Tranziska (69. Hack)

Tore: 0:1 (8., Foulelfmeter) Lukas Schmittschmitt, 0:2/0:3 (86./93) Philipp Hack – Zuschauer: 600 – SR: Andreas Dinger

Erste Saisonniederlage für die DJK Ammerthal

Ammerthal

"Ammerthal hat in den zweiten 45 Minuten gerade über die Außen gut Druck gemacht, da wurden einige gefährliche Aktionen herausgespielt."

Julian Kohlbeck, Trainer FC Eintracht Bamberg

 

 

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