DJK Ammerthal: Trip nach Bamberg ohne "Dosenöffner"

Ammerthal
11.09.2022 - 20:09 Uhr

Die Partie in der Bayernliga Nord bei der DJK Don Bosco Bamberg gerät zum Geduldsspiel auf Kunstrasen. Einbahnstraßen-Fußball in nur eine Richtung, aber in der Box hapert es.

Symbolbild

Die Taktik von Bambergs Trainer Andreas Baumer im Bayernligaspiel gegen die DJK Ammerthal ging nach eigenem Bekunden beim 0:0 voll auf: „Wir wollten defensiv kompakt stehen, die Räume eng machen und darauf spekulieren, den oder anderen Kontern vielleicht einmal erfolgreich abzuschließen. Meine Mannschaft hat leidenschaftlich gekämpft und im ersten Durchgang wenig zugelassen. Im zweiten Durchgang hatten wir dann auch etwas das Glück, nicht in Rückstand zu geraten“.

Die Elf von DJK Trainer Jürgen Schmid kam somit bei der DJK Don Bosco Bamberg auch aufgrund des ungewohnten Untergrunds auf Kunstrasen (dies war unverkennbar) nicht über ein mageres Unentschieden hinaus. Beide Teams mussten einige Leistungsträger ersetzen, dennoch sollte dies gerade bei den Ammerthalern kein Grund sein, in Bamberg zwei Punkte abzuschenken, die Spielanteile lagen klar auf Seiten der DJK Ammerthal. Gefühlt 75 Prozent Ballbesitz hatte die Schmid-Elf zu verzeichnen, das Geschehen spielte sich fast ausschließlich in der Hälfte der Gastgeber ab. Was den Ammerthalern jedoch vor allem im ersten Durchgang fehlte, waren die zwingenden Aktionen im Strafraum. Man konnte aus dem Einbahnstraßen-Fußball kein Kapital schlagen. „Natürlich sind wir mit dem Spiel und dem Ergebnis nicht zufrieden, wir hatten zwar viel Ballbesitz, aber im Spiel nach vorne zu wenig zwingenden Aktionen speziell in der Box. Uns fehlte einfach ein Tor, was möglicherweise der Dosenöffner gewesen wäre. Bamberg hat sich durch ihren leidenschaftlichen Einsatz irgendwo auch diesen Punkt verdient“, so die Ansicht von DJK-Coach Jürgen Schmid.

Vielleicht wäre die Partie ganz anders gelaufen, wenn Mergim Bajrami nach wenigen Minuten nach einem Doppelpass mit Kobrowski die Führung erzielt hätte. Zwei Kopfballchancen durch Daniel Gömmel (12.) und Fabian Helleder (15.), das wars dann auch schon mit brenzlichen Situationen im Strafraum der Bamberger bis zum Seitenwechsel. Es schien sich ein Geduldsspiel anzubahnen. Gegen die destruktive Spielweise der Platzherren fand die Schmid-Elf einfach kein Mittel. Besser wurde es dann in Halbzeit zwei, hier häuften sich die Chancen. Es fehlte im Abschluss und die Effektivität an diesem Tag. Die bis dahin beste Ammerthaler Gelegenheit vergab Raffael Kobrowski in der 52. Minute. Die Führung schien jetzt eine Frage der Zeit, doch weder Giuliano Nyary (69.), Kenan Muslimovic (71.), Andre Karzmarczyk (73.), Daniel Gömmel (74.) und abermals Nyary (79.) konnten ihre sehr guten Gelegenheiten nutzen. Am Ende musste sogar noch der bis dahin komplett beschäftigungslose DJK-Keeper Christopher Sommerer bei einigen Standardsituationen der Gastgeber auf der Hut sein, um keinen Gegentreffer zu kassieren, was den Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt hätte.

Don Bosco Bamberg - DJK Ammerthal 0:0

DJK Don Bosco Bamberg: Edemodu – Littke, Pfeifer, Ott (82. Hümmer), Eckstein, Hörnes, Pfister, Schmitt (66. Rosiwal), Baumgärtner (82. Hüttner), Schneider, Trawally (60. Grasser)

DJK Ammerthal: Sommerer - Neuerer, Marcel Kaiser, Helleder, Gömmel, Karzmarczyk, Graf (63. Nyary), Popp (57. Weidner), Kobrowski (82. L. Melchner), Bajrami, Muslimovic

Zuschauer: 175 – SR: Steffen Ehwald

 
 

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