11.06.2020 - 22:14 Uhr
AmmerthalSport

Fußball-Bayernliga mit zusätzlichem Ligapokal

Die nächste Entscheidung steht: Die Bayernliga soll ab 12. September die Punktspielrunde fortsetzen. Als "Bonbon" winkt eine zusätzliche Pokalrunde - doch die gefällt nicht jedem

Die DJK Ammerthal muss noch 14 Punktspiele in der Fußball-Bayernliga austragen.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Am Dienstag dieser Woche hat der Bayerische Fußball-Verband (BFV) ein Webinar mit seinen Vereinen abgehalten. Bei diesem Austausch wurde auch der Plan für die Fortsetzung der wegen der Covid-19-Pandemie unterbrochenen Fußball-Saison 2019/20 in der Bayernliga Nord besprochen. Die Bayernliga-Vereine haben diesem Vorschlag bereits zugestimmt.

So schaut er nun aus, der BFV-Plan: Da noch zwölf Spieltage ausstehen, sollen sechs und die Nachholpartien im September und Oktober stattfinden. Die sechs weiteren Spieltage werden dann im April und Mai 2021 ausgetragen. Saisonende soll der 15. Mai 2021 sein.

Vorher Toto-Pokal

Vor Rundenbeginn Mitte September sollen noch Toto-Pokalrunden ausgetragen werden und zwar am 1. und 5. September. Ab 12. September beginnen dann die Punktspiele. Davor ist noch eine Pokal-Qualirunde mit 20 Teilnehmern der Bayernliga, die das mittlere bis untere Tabellenbild prägen. Das sollen je zehn Mannschaften aus den beiden Bayernligen sein.

Als besonderes Bonbon wurde das Modell eines Ligapokals vorgestellt, der Pflicht sein wird für die Bayernliga-Vereine. In regionalen Vierergruppen sollen in den freien Spielzeiten wie November und März an sechs bis acht Spieltagen sich zwei Vereine herauskristallisieren, die dann in Hin- und Rückspiel einen weiteren Aufsteiger in die Regionalliga ermitteln. Außerdem erhalten die vier Erstplatzierten einen Startplatz in der 1. BFV-Pokal-Hauptrunde. "Fakt ist, dass der BFV wöchentlich stückchenweise sein Schema durchdrückt. Der Plan wird im Webinar vorgestellt, und der wird dann rigoros durchgezogen. Die Verlierer sind die Vereine", erklärt Tobias Rösl. Der Sportliche Direktor des Bayernligisten DJK Ammerthal sieht nach wie vor große Probleme: "Nummer eins die Saisonfortführung, Nummer zwei die Wechselmodalitäten und Nummer drei ist der Ligapokal." Dieser werde unter Wettbewerbsbedingungen durchgeführt, aber: "Da sind dann viele Mannschaften dabei, die gar nicht aufsteigen wollen oder können", sagt Rösl.

"Eine Mehrbelastung"

Dadurch, dass sich mehr Spiele ergeben, könne ein Verein auch nicht in den betreffenden Monaten mit Gehaltszahlungen an die Spieler aussetzen. "Eindeutig eine Mehrbelastung für die Vereine", sieht Rösl in diesem Modell. Und das ohne sportlichen Anreiz für den Großteil. Apropos Finanzen: "Was noch nicht geklärt ist, da hat niemand vom BFV etwas dazu gesagt: Kommen die Eintrittsgelder den Vereinen zugute? Bei Relegationsspielen zum Beispiel kassiert der BFV ein Drittel davon. Der Wettbewerb ist nicht undurchsichtig, der Ablauf ist undurchsichtig", kritisiert Ammerthals Manager.

Gebenbacher zufrieden

In Gebenbach kann man sich dagegen mit den Planungen des Fußballverbandes, auch mit dem zusätzlichen Ligapokal, anfreunden: "Wir finden das sehr positiv", sagt der Sportliche Leiter der DJK, Franz Wittich. "Wir brauchen endlich wieder den Wettkampfcharakter." Die DJK hatte eigentlich für den Saisonabbruch gestimmt und war danach enttäuscht. "Aber das ist jetzt in der schlechten Phase ein positives Zeichen", meint Wittich, der berichtet, dass sich auch Trainer Faruk Maloku mit dem neuen Modell identifizieren könne. Beim zusätzlichen Ligapokal, sollte er kommen, hofft er natürlich auf viel Lokalkolorit und auf eine Einteilung mit Ammerthal, Vilzing, Cham oder Hof in der Gruppe. Interessant findet er auch, dass ein zusätzlicher Aufsteiger ausgespielt werden soll. Haben da die Gebenbacher, die nach der Saisonunterbrechung auf Platz 11 der Bayernliga Nord liegen, etwa Ambitionen? "Nein, nein", schmunzelt Wittich. "Wir erhoffen uns da in keinster Weise etwas."

Die Planungen eine Klasse tiefer

Weiden in der Oberpfalz

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