02.10.2026 - 11:41 Uhr

Arabische und afrikanische Verbände stützen Infantino

FIFA-Chef Gianni Infantino steht in Teilen der Fußball-Welt massiv in der Kritik. Vor der nächsten Präsidentschaftswahl tobt ein Machtkampf - nun äußern sich arabische Verbände.

Erhält Unterstützung von arabischen Fußball-Verbänden: FIFA-Chef Gianni Infantino. (Archivbild) Bild: Darryl Dyck/The Canadian Press/AP/dpa
Erhält Unterstützung von arabischen Fußball-Verbänden: FIFA-Chef Gianni Infantino. (Archivbild)

Der umstrittene FIFA-Präsident Gianni Infantino hat im Machtkampf um die Zukunft des Fußball-Weltverbands die Unterstützung von arabischen Verbänden erhalten. „Gianni Infantino hat in den vergangenen zehn Jahren die Einheit der weltweiten Fußball-Gemeinschaft gestärkt, den Fußball weiterentwickelt und seine globale Reichweite deutlich vergrößert“, hieß es in einer Erklärung nach einer Sitzung der Union of Arab Football Associations (UAFA) im saudi-arabischen Dschidda. 

Der UAFA gehören 22 nationale Verbände aus den Kontinentalverbänden aus Asien (AFC) und Afrika (Caf) an. Zu den Verbänden zählen unter anderem auch die WM-Gastgeber Katar (2022) und Saudi-Arabien. Der Ausrichter der Weltmeisterschaft 2034 hatte seine Unterstützung Ende August noch mit einer zeitlichen Einschränkung ausgesprochen. In die Region pflegt Infantino traditionell gute Beziehungen.

Infantino wegen WM-Investorenplänen in der Kritik

Infantino war unter anderem nach einem Vorstoß zur Vermarktung der WM-Rechte durch externe Investoren im Sommer massiv unter Druck geraten, auch der Führungsstil des 56 Jahre alten Chefs des Weltverbandes wird scharf kritisiert. Im März kommenden Jahres steht die Wahl zum FIFA-Präsidenten an. Infantino strebt eine weitere Amtszeit an, vor allem aus Europa sowie Nord- und Mittelamerika gibt es eine starke Opposition. Einen Gegenkandidaten für die Wahl haben die Verbände aber noch nicht benennen können.

Zuletzt hatte Infantino im September mit einem Schreiben an die 211 FIFA-Mitgliedsverbände für einen offenen Dialog über mögliche Reformen geworben und damit versucht, die Stimmung zu drehen.

© dpa-infocom, dpa:261002-930-779302/1

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