Ivan Perisic statt Leroy Sané. Das klingt im ersten Moment wie Nudelsuppe, wenn man sich auf ein Fünf-Gänge-Menü gefreut hat: Auch gut, aber eben nicht das, was man sich erhofft hatte. Der kroatische Vizeweltmeister ist gewiss ein ganz passabler Back-up für Coman oder Gnabry und das finanzielle Risiko des Leihgeschäfts überschaubar, doch ein Invest in die Zukunft und Teil des vollmundig angekündigten Umbruchs ("Wenn Sie wüssten, ...") ist der 30-Jährige nicht. Den Bayern fällt nun ihre verdaddelte Planung für die Zeit nach Ribéry und Robben auf die Füße. So überraschend kam deren Ende in München nun wahrlich nicht, dass Uli, Kalle und Brazzo nicht bereits im Vorfeld einige Transfers hätten auf den Weg bringen können, ja müssen. Eine langfristige Personalplanung sieht anders aus. Gewiss ist großes Pech dabei, wenn sich die Wunschspieler just in dem Moment schwer verletzen, in dem eine Einigung (vermutlich) kurz bevorstand - siehe Callum Hudson-Odoi oder eben Sané. Und mögliche B-Lösungen (Ziyech) nicht länger auf ein Signal aus der Säbenerstraße warten wollten. Doch das ist der Preis, den das Münchener Triumvirat nun für zu spätes Agieren und hektische Transfers unter Zeitdruck bezahlen muss: Notlösung statt Wunschspieler, Magerkost statt Sterneküche. Na dann, Mahlzeit.
Bayern
13.08.2019 - 11:03 Uhr
Ivan Perisic mehr Notlösung als Wunschspieler
Kommentar von Fabian Leeb
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