05.08.2021 - 16:56 Uhr
EslarnSport

Elf Fragen an: Patrick Herdegen (TSV Eslarn)

In unserer Serie verrät der Torwart des TSV Eslarn, wieso der Saisonabbruch weh getan hat, mit welchem Ex-Profi er gerne in einem AH-Team spielen würde und warum er wegen eines Einhorns ab und zu in die Mannschaftskasse einzahlen muss.

Patrick Herdegen.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

SpVgg Teunz, SpVgg Schönseer Land, TSV Tännesberg – Torwart Patrick Herdegen hat bereits einige Stationen in seiner Fußballerkarriere hinter sich. Seit 2017 steht der 31-Jährige nun beim TSV Eslarn zwischen den Pfosten. Herdegen lebt in Oberviechtach und ist von Beruf Braumeister. Sein größter sportlicher Erfolg war der Kreisliga-Aufstieg mit der SpVgg Schönseer Land in der Saison 2014/15.

ONETZ: 1. Gibt es ein Erlebnis in ihrer Karriere, das Ihnen heute noch "stinkt"?

Patrick Herdegen: Der verpasste Kreisliga-Aufstieg in der Corona-Abbruchsaison. Wir waren zum Zeitpunkt des Abbruchs als Tabellenzweiter drei Punkte hinter der DJK Neustadt. Wir hätten unter anderem noch gegen Neustadt spielen müssen und damit auch den direkten Vergleich für uns entscheiden können. Es nagt schon an einem, wenn diese Chance plötzlich weg ist.

ONETZ: 2. Mit welchem bekannten Fußballer würden Sie gerne in einer Mannschaft spielen?

Patrick Herdegen: Mit Bastian Schweinsteiger. Er ist für mich ein Vorbild als Fußballer, und zwar auf und neben dem Platz. Beim Traumspiel in Amberg war ich 2008 Ordner und hatte da auch eine Begegnung mit ihm. Er war total locker und umgänglich. Mit ihm mal in einer AH-Mannschaft zu spielen, das wär's.

ONETZ: 3. Ihre Rückennummer ist die 1. Warum?

Patrick Herdegen: Als Torwart hat man beinahe zwangsläufig die Nummer 1. Eine Alternative wäre für mich die 31, die Rückennummer von Bastian Schweinsteiger.

ONETZ: 4. Welche Fußballregel würden Sie abschaffen?

Patrick Herdegen: Die Handregel, so wie sie jetzt existiert. Es ist einfach nur menschlich, wenn der Arm hoch geht bei einer Grätsche oder um den Körper vor einem scharf geschossenen Ball zu schützen. Ich finde es übertrieben, in so einem Fall Elfmeter zu geben.

ONETZ: 5. Haben Sie einen Spitznamen? Warum gerade diesen?

Patrick Herdegen: Ich stamme aus Burkhardsberg, das ist ein Neun-Häuser-Dorf im Gemeindebereich Teunz. Da haben wir einen Hausnamen und der heißt "Schmiedl". Mein Opa wurde immer so gerufen, mein Vater ebenso und ich jetzt auch. Manche Leute glauben sogar, dass das mein richtiger Name ist.

ONETZ: 6. Was ist das Wichtigste in einem Spiel?

Patrick Herdegen: Der Wille zum Sieg. Wenn ich in die Kabine gehe und mir die Fußballschuhe anziehe, dann zählt nichts anderes. Ich will jedes Spiel gewinnen, egal gegen wen. Wenn's nicht so läuft, werde ich schon mal laut. Dann scheppert's auch in der Umkleide. Nach zwei, drei Tagen ist dann aber wieder alles gut.

ONETZ: 7. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Patrick Herdegen: Das war das Kreisliga-Relegationsspiel 2017 gegen den TSV Stulln. Wir haben die Partie zwar klar 0:3 verloren, aber die Kulisse in Oberviechtach war beeindruckend. Wir haben vor 800 Zuschauern gespielt, da hatte ich beim Einlaufen eine Gänsehaut. Und das Gute war: Wir wären eigentlich durch die Niederlage abgestiegen, aber am nächsten Tag kam die Nachricht, dass wir doch drinbleiben.

ONETZ: 8. Welchen Zuruf von Zuschauern können Sie überhaupt nicht leiden?

Patrick Herdegen: Wenn bei einem Auswärtsspiel Zuschauer so Sätze rufen wie "Der Torwart kann nichts". Da spornt mich an zu zeigen, dass ich so schlecht nicht bin als Keeper.

ONETZ: 9. Mit welchem Vergehen haben Sie schon die Mannschaftskasse bereichert?

Patrick Herdegen: Wir haben beim TSV Eslarn einen Glücksbringer, das ist ein Einhorn. Das Stofftier hängt bei einem Spiel immer hinter dem linken Torpfosten. Wenn ich es nach dem Schlusspfiff vergesse, kostet mich das schon mal den einen oder anderen Kasten Bier und 10 oder 20 Euro in die Mannschaftskasse.

ONETZ: 10. Was stand in Corona-Zeiten am Samstag/Sonntag statt Fußball auf dem Programm?

Patrick Herdegen: Ich bin mit meiner Freundin Fahrrad gefahren, Laufen gegangen oder auch nur faul auf der Couch gelegen.

ONETZ: 11. Welche drei Dinge würden Sie auf die berühmte einsame Insel mitnehmen?

Patrick Herdegen: Meine Freundin, einen Fußball und ein kaltes Weizen von einer regionalen Brauerei.

Elf Fragen an Manuel Zauner

Amberg
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.