13.07.2018 - 11:31 Uhr
EtzenrichtSport

Aufsteiger VfB Bach prüft SV Etzenricht

Der SV Etzenricht geht ohne große Personalsorgen in die Saisonauftaktpartie gegen den VfB Bach. Positiv: Die Neuzugänge aus unteren Klassen überzeugten in der Vorbereitung.

Der Jubel in der Relegation über den Klassenerhalt ist beim SV Etzenricht verklungen. Alle Konzentration richtet sich bei den Blau-Schwarzen auf den Saisonauftakt an diesem Samstag zu Hause gegen den VfB Bach.
von Norbert DietlProfil

(otr) Der SV Etzenricht startet am Samstag, 14. Juli, um 16 Uhr in seine mittlerweile 13. Landesligasaison. Zu Gast am Siegfried-Merkel-Sportgelände ist der Aufsteiger VfB Bach/Donau, der nach vier Jahren Bezirksliga als souveräner Meister wieder in die Landesliga zurückgekehrt ist.

Eine nur auf den ersten Blick leicht lösbare Aufgabe wartet damit zum Saisonstart auf den SVE. Der VfB Bach reist mit sehr viel Selbstvertrauen an, schließlich wurde in überzeugender Manier nicht nur der Meistertitel in der Bezirksliga Süd geholt, sondern mit einem Sieg über den Nordmeister SV Hahnbach auch die Oberpfalzmeisterschaft. Und mit diesem Schwung geht man an die Aufgabe Landesliga heran.

Max Vogl hat als Spielertrainer zwar aufgehört, sein Spielerpass liegt aber nach wie vor in Bach. Der bisherige Co- und Spielertrainer Marco Jordan hat beim SV Wehen Wiesbaden schon 3. Liga gespielt, ist als Spielertrainer weiterhin gemeinsam mit Thomas Semmelmann, der das Team von außen betreut, für die Mannschaft verantwortlich. Semmelmann zählt zweifelsohne zu den erfahrensten Trainern der Liga. Er hat als Übungsleiter den SV Donaustauf von der Kreisliga bis hinauf in die Landesliga geführt, dort dann unter Weltmeister Klaus Augenthaler und dem legendären Carsten Wettberg als Co-Trainer zusätzliche Erfahrungen gesammelt.

Zwar stapelt VfB-Teammanager Karl-Heinz Bley tief („Wir haben den kleinsten Etat der Liga. Die Qualität des Kaders ist ungefähr so, wie er in der Bezirksliga war“), sieht in seiner Truppe aber trotzdem das Potenzial, um die Klasse zu halten. Mit Christopher Prester wurde der Ligatorschützenkönig (27 Tore) für ein weiteres Jahr verpflichtet. Prester und Dino Mrkic erzielten zusammen nicht weniger als 45 von 87 Saisontreffern. Damit wird schnell klar, dass sich Etzenricht auf einen offensivstarken Gegner einzustellen hat. Bley kokettiert zudem damit, dass man sich nur mit Spielern aus unteren Klassen verstärkt hat und vergisst dabei die beiden Neuzugänge vom Landesligisten SV Donaustauf, nämlich Milenko Martinovic (Mittelfeld) und Lukas Kaiser (Abwehr). Aus Obertraubling kam Michal Diermeier, der ein Jahr zuvor noch mit Donaustauf Landesliga-Vizemeister wurde.

Für SVE-Trainer Rüdiger Fuhrmann heißt es aber „Bangemachen gilt nicht“, schließlich hat der personell doch mächtig umgekrempelte Kader eine durchaus beachtliche Vorbereitung hingelegt. Mit seiner neuformierten Mannschaft, die sich vornehmlich aus jungen Spielern aus unteren Ligen rekrutiert, ist Fuhrmann in der Vorbereitung ungeschlagen geblieben. Drei Landesligisten und ein Bezirksligist wurden besiegt, gegen einen weiteren Bezirksligisten spielte man unentschieden. Fuhrmann: „Die Ergebnisse darf man nicht überbewerten: Meine jungen Spieler haben aber gesehen, dass sie mit höherklassiger Konkurrenz durchaus mithalten können.“ Mit dem Heimvorteil im Rücken peilen die Etzenrichter zum Auftakt natürlich einen Heimsieg an, auch wenn ein Aufsteiger grundsätzlich nicht unterschätzt werden darf.

Personell hat Rüdiger Fuhrmann fast keine Probleme. Zwar fehlen Konstantin Graßl (Urlaub) und Andreas Mark nach einer Trainingsverletzung, ansonsten ist der Kader aber komplett. Dass Neuzugang Michael Wells in dieser Woche wegen Krankheit das Trainingsprogramm nur teilweise absolvieren konnte, steht einem eventuellen Einsatz nicht im Wege. Die Neuzugänge Choussein Choussein und Mario Zivatovic verfügen über Bayern- bzw. Landesligaerfahrung, was innerhalb der Mannschaft für zusätzliche Stabilität sorgen soll.

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