22.05.2019 - 16:39 Uhr
EtzenrichtSport

Duell mit genügend Zündstoff

An Brisanz ist die erste Runde in der Landesliga-Relegation kaum zu überbieten. Mit dem SV Hahnbach und dem SV Etzenricht treffen zwei Vereine aufeinander, die keine 30 Kilometer von einander entfernt sind.

Der Etzenrichter Coach Rüdiger Fuhrmann kennt den Relegationsgegner SV Hahnbach bestens, war er doch dort in der Saison 2017/18 bis zur Winterpause Trainer.
von Helmut KapplProfil

Der Etzenrichter Trainer Rüdiger Fuhrmann betreute den Bezirksligisten Hahnbach in der Saison 2017/18 bis zur Winterpause. Damals übergab er die Mannschaft als Tabellenführer an seinen Nachfolger Thorsten Baierlein.

Mehr Zündstoff und Emotionen kann ein Derby in so einem wichtigen Spiel nicht bieten. "Klar freue ich mich darauf, meine ehemaligen Spieler und Funktionäre wieder zu treffen", sagt Fuhrmann. Er weiß aber auch, was auf sein jetziges Team zukommt. Von einer Favoritenrolle will der Coach nichts wissen, auch wenn man sich im vergangenen Jahr in der Relegation in der ersten Runde gegen den Vizemeister der Bezirksliga Mittelfranken Nord, den 1. FC Hersbruck, deutlich durchsetzte.

"In Hahnbach wollen wir den Grundstein für ein Weiterkommen legen. Das heißt, wir wollen ein gutes Ergebnis, und wenn möglich, ein Tor erzielen." Da im Europapokalmodus gespielt wird, wäre ein Auswärtstor enorm wichtig. Sorgen bereitet Fuhrmann die dramatische Personallage. Helmut Jurek ist noch ein Spiel gesperrt, und nach der Roten Karte von Chousein Chousein in Waldkirchen rechnet Fuhrmann bei ihm sogar mit einer Sperre von drei bis vier Spielen. Einen Kreuzbandriss zog sich Lukas Neumeier zu. Ansonsten steht der Kader aus den letzten Wochen zur Verfügung. Die Nerven werden laut Fuhrmann ebenfalls eine große Rolle spielen. "Etliche meiner jungen Spieler sind es nicht gewohnt, vor einer großen Kulisse zu spielen. Hier sind die Älteren gefordert."

Der Bezirksligameister der vergangenen Saison, der SV Hahnbach, verzichtete auf den Aufstieg. "Die Bedenken damals waren einfach zu groß. Heuer können wir nicht mehr zurück", sagt Trainer Thorsten Baierlein. "Jetzt haben wir eine neue Situation, denn die junge Truppe hat sich weiterentwickelt und ist für die Landesliga reifer."

Druck verspüren Baierlein und sein Team nicht. "Die Favoritenrolle liegt eindeutig beim SV Etzenricht." Dabei verweist er auf die letztjährige Relegation, als sich Etzenricht und auch Ettmannsdorf souverän durchsetzten. "Der Unterschied zwischen Landesliga und Bezirksliga war deutlich zu sehen."

Für Baierlein wird das Aufeinandertreffen im Kopf und aufgrund der körperlichen Verfassung entschieden. Nach einer langen Saison noch einmal binnen vier Tagen zwei Spiele zu absolvieren, geht schon an die Substanz. Bis auf René Brewitzer und Fabian Schötz steht Baierlein der zuletzt so erfolgreiche Kader zur Verfügung. Das Rückspiel findet am 26. Mai in Etzenricht statt.

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