In der zweiten Runde der Relegation zum Klassenerhalt der Landesliga Mitte kassierte der SV Etzenricht die erste Niederlage. Beim FSV Stadeln unterlagen die Oberpfälzer knapp, aber schließlich verdient mit 0:1 (0:0). Den entscheidenden Treffer erzielte Tim Reischl mit einem verwandelten Foulelfmeter kurz nach der Pause. Für SV-Spielleiter Markus Hofbauer durchaus ein gefährliches Ergebnis. „Ich vertraue aber auf unsere Heimstärke. Am Samstag wird die Mannschaft einen ganz anderen Auftritt hinlegen. Da bin ich mir sicher.“
Beide Team lieferten sich eine mit Haken und Ösen umkämpfte Begegnung. Schiedsrichter Paul Birkmeir hatte alle Hände voll zu tun. Insgesamt zückte er neun Mal die Gelbe Karte, Etzenrichts Norbert Ferstl sah nach wiederholtem Foulspiel gar Gelb-Rot. Für Hofbauer nicht nachvollziehbar. „Ich bin auf den Unparteiischen stinksauer, weil er Fouls unterschiedlich bewertete, meist zu Gunsten der Hausherren. Aber das soll keine Entschuldigung für die Niederlage sein. Meine Mannschaft kam mit der aggressiven und bissigen Spielweise der Gastgeber einfach nicht zurecht. Über die gesamte Spielzeit konnten wir uns keine einzige nennenswerte Torchance erarbeiten. Lediglich bei Standards kam so etwas wie Gefahr auf. Wir dürfen uns bei Torwart Michael Heisig bedanken, dass die Niederlage nicht höher ausfiel. In der zweiten Halbzeit hielt er uns mit zwei Glanzparaden im Spiel.“
Der erste Durchgang war geprägt von Sicherheitsfußball, kein Team wollte einen Gegentreffer kassieren. Fehlpässe auf beiden Seiten verhinderten einen geordneten Spielfluss. Durchschlagskraft in der Offensive ließen beide Kontrahenten total vermissen. Mit einem Paukenschlag begann der zweite Abschnitt. Konstantin Graßl verlor an der Mittellinie das Leder und Yannick Loos stürmte alleine auf den gegnerischen Kasten zu. Tim Nürnberger versuchte zu retten, traf aber unglücklich Ball und Gegner. Den fälligen Strafstoß verwandelte Tim Reischl zum Siegtreffer für den Vizemeister der Bezirksliga Mittelfranken Nord. Die Gäste waren nach dem Führungstreffer einfach nicht in der Lage, eine passende Reaktion zu zeigen. Martin Pasieka, gegen Hahnbach noch sechsfacher Torschütze, blieb nach sechs Stunden Anreise aus der Schweiz verständlicherweise völlig blass. Von dem so wichtigen Auswärtstor waren die Oberpfälzer an diesem Abend meilenweit entfernt. Es wäre auch nicht verdient gewesen. „Noch ist aber nichts verloren“, zeigt sich SV-Spielleiter Hofbauer kämpferisch. „Am Samstag drehen wir das Ding und bleiben Landesligist. Sollte den Fürther Vorstädtern ein Tor gelingen, schießen wir eben drei.“
FSV Stadeln – SV Etzenricht 1:0 (0:0)
FSV Stadeln: Kracun, Worst, Sven Reischl (70. Abudo), Kreuzer, Tim Reischl, Strobel, Schnierstein, Loos (77. Walthier), Schüßler, Hering, Bauer
SV Etzenricht: Heisig, Graßl, Koppmann, Pasieka, Herrmann, Pötzl (90.+1 Weihermüller), Wexlberger, Nürnberger, Sebastian Ermer (60. Christian Ermer), Ferstl, Jurek
Tor: 1:0 (48./Foulelfmeter) Tim Reischl – SR: Paul Birkmeir – Zuschauer: 515 – Gelb-Rot: (63.) Norbert Ferstl (Etzenricht)



















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