12.06.2018 - 18:08 Uhr
EtzenrichtSport

Ein Kommen und Gehen in Etzenricht

Kaum ist der Klassenerhalt in der Landesliga Mitte in trockenen Tüchern, richtet sich der Blick beim SV Etzenricht schon wieder auf die nächste Spielzeit. Derzeit zeichnet sich eine gewaltige Fluktuation im Kader ab.

Felix Diermeier (links) erzielte für die SpVgg Vohenstrauß den 1:0-Siegtreffer im Relegationsspiel gegen den SC Luhe-Wildenau (im Bild Benjamin Scheidler). In der neuen Saison wird der 18-Jährige für den SV Etzenricht in der Landesliga auf Torejagd gehen.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

(fle) Die gerade abgeschlossene Saison zehrte gewaltig am Nervenkostüm der Verantwortlichen des SV Etzenricht. "Wenn du mit 41 Punkten in die Relegation musst, sagt das viel über die Stärke und Ausgeglichenheit der Liga aus. Trotzdem haben wir uns in der Relegation dann relativ souverän durchgesetzt", bilanziert Markus Hofbauer, Sportlicher Leiter in Etzenricht. Neben der unfreiwilligen Saisonverlängerung beschäftige die SV-Verantwortlichen zudem ein Trainerwechsel kurz nach der Winterpause.

Michael Rösch, der drei Jahre in der Verantwortung stand, warf nach drei Pleiten im neuen Jahr das Handtuch. Für ihn übernahm Rüdiger Fuhrmann das Kommando - dieser Wechsel war eigentlich erst für den Sommer vorgesehen gewesen. "Röschs Rücktritt hat uns kalt erwischt. Glück für uns war zu diesem Zeitpunkt, dass das angedachte Engagement Fuhrmanns bei der SpVgg SV Weiden nicht zustande gekommen ist." Der neue Trainer hätte andere Impulse im Team gesetzt. Diese sowie die große Erfahrung Fuhrmanns seien letztendlich die Basis für den Ligaverbleib gewesen.

Unglücklicher Zeitpunkt

Jetzt aber haben Hofbauer und seine Vorstandskollegen einen großen Umbruch zu moderieren - der bislang nicht frei von Störgeräuschen vonstatten geht. "Max Geber und Dennis Paulus wechseln bekanntermaßen zurück zur SpVgg SV Weiden. Dass diese Wechsel ausgerechnet unmittelbar vor unserem entscheidenden Relegationsspiel daheim gegen Veitsbronn fix gemacht wurden, ist gewiss nicht die feine englische Art", mokiert sich Hofbauer über das Gebaren des künftigen Ligarivalen. Nachvollziehbar ist dagegen der Sprung des Relegations-Helden André Klahn (sieben Treffer in vier Partien) in die Bayernliga zur DJK Gebenbach. "André hat seinen Wunsch, in der Bayernliga spielen zu wollen, stets offen kommuniziert. Deswegen haben wir ihm auch keine Steine in den Weg gelegt." Dennoch liegt laut Hofbauer ein Schatten über den Wechseln des Trios: "Geber, Klahn und Paulus hatten bei uns bereits für die Saison 2018/19 verlängert. Das ist dann nicht immer nachvollziehbar."

Auch Benjamin König (zur SV Grafenwöhr), Klaus Moucha und Fabian Göbl (zum TSV Detag Wernberg) sowie Oktay Devrilen (Ziel unbekannt) werden in der kommenden Saison nicht mehr das blau-schwarze Trikot tragen. Zudem stehen Ibrahim Devrilen und Yannick Engelhardt mit Kreuzbandrissen frühestens im neuen Jahr wieder zur Verfügung. "Wir haben unsere Planung aktuell noch nicht finalisiert, dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir die Abgänge kompensieren können. Lediglich André Klahn in der Relegations-Form ist nicht adäquat ersetzbar."

Und Hofbauer war mit seinem Team in den vergangenen Wochen nicht untätig: Schon acht Neuzugänge sind fix. Große Stücke hält Hofbauer auf Michael Wells, der von der SpVgg Schirmitz zum SVE stößt: "Das ist der stärkste Verteidiger der Bezirksliga."

Diermeier kommt

Auch Andreas Mark (Rückkehrer vom VfB Mantel), Mario Zivatovic (DJK Seugast, zuvor DJK Gebenbach und SC Luhe-Wildenau), Felix Diermeier (SpVgg Vohenstrauß), Tomas Zajicek (TSV Erbendorf), Vaclav Kule (U21 Viktoria Pilsen), sowie die Eigengewächse Michael Wexlberger und Lukas Neumeier sollen die entstandenen Lücken im Kader schließen. "Wir hätten keine Einwände gegen eine Eingruppierung in die Landesliga Nordost vorgebracht, denn die Mitte-Staffel ist in der kommenden Serie noch stärker einzuschätzen."

Aber Duelle gegen Weiden, Pfreimd oder Ettmannsdorf versprächen zuschauerträchtige Derbys. Für Hofbauer gelten Sturm Hauzenberg sowie Donaustauf als Top-Favoriten. "Für uns hat der Klassenerhalt oberste Priorität - wenn möglich ohne den erneuten Umweg Relegation."

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