24.08.2018 - 10:46 Uhr
EtzenrichtSport

Landesliga-Duell: Keiner kann sich Niederlage leisten

Mit dem SC Ettmannsdorf und SV Etzenricht treffen zwei Kellerkinder der Landesliga Mitte aufeinander. Der Verlierer bekommt ernsthafte Probleme.

Der SV Etzenricht kam zuletzt im Heimspiel gegen den TSV Kareth nicht über ein 1:1 hinaus. Stürmer Martin Pasieka (Mitte) und Kollegen wollen im Kellerduell beim SC Ettmannsdorf mit Zählbarem zurückkehren.
von Norbert DietlProfil

(otr) Nicht wundern dürfen sich die Fans, wenn das Spiel zwischen dem SC Ettmannsdorf und dem SV Etzenricht am Sonntag (15 Uhr) nichts für Fußballästhetiker wird. Nur der Sieger in diesem Oberpfalzderby der Landesliga Mitte darf zumindest kurzfristig etwas durchschnaufen. Der Verlierer geht schweren Zeiten entgegen.

Was sich in der vergangenen Saison bereits andeutete, wird nun bestätigt: Ettmannsdorf und Etzenricht konnten beide ihre Ligazugehörigkeit erst im Nachsitzen über die Relegation behaupten und nun sind beide bereits wieder in den unteren Regionen gelandet. Während die Etzenrichter ihr Saisonziel klar mit Klassenerhalt definierten, war man in Schwandorf schon etwas optimistischer und hoffte auf einen Platz im Mittelfeld. Beide Teams müssen sich noch gewaltig anstrengen, wenn ihre Ziele erreichen wollen.

Nach dem 7. Spieltag können beide Trainer mit dem Erreichten nicht zufrieden sein. Der SV Etzenricht hat auswärts noch kein Spiel gewonnen, die Schwandorfer sind in drei Heimspielen sogar noch immer ohne Tor. Eine dieser Serien wird am Sonntag wohl zu Ende gehen, denn ein Unentschieden wäre ein Ergebnis, das beiden Mannschaften nicht weiterhelfen würde. Ettmannsdorf auf die leichte Schulter zu nehmen, wäre aus Etzenrichter Sicht allerdings fatal. Dass der SC am letzten Wochenende beim Schlusslicht in Hutthurm über ein mageres 1:1 nicht hinauskam, ist sicher nicht das Maß aller Dinge. Eine Mannschaft, die zuvor beim Tabellendritten Fortuna Regensburg 6:1 gewonnen hat, verfügt ganz sicher über Potenzial.

Mit Tobias Wiesner hat man zudem einen brandgefährlichen Angreifer in seinen Reihen, der sogar schon in der 3. Liga gespielt hat. Nach einer Roten Karte am 5. Spieltag in Cham war Wiesner zwei Spiele gesperrt und fehlte den Ettmannsdorfern an allen Ecken und Kanten. Allerdings hat auch der Sportclub, wie auch der SV Etzenricht, sein Team notgedrungen total umgekrempelt. Die insgesamt neun Abgänge scheint man nicht problemlos verkraften zu können.

Nimmt man den direkten Vergleich der beiden Teams in den letzten Jahren, dann scheint der SV Etzenricht in Schwandorf durchaus gut zurecht gekommen zu sein. Darauf hofft SV-Trainer Rüdiger Fuhrmann auch diesmal. Auch wenn die Gesamtbilanz seiner Truppe auswärts nicht berauschend ist, so schrammte sie nicht nur beim Tabellenzweiten in Passau bei der 0:1-Niederlage knapp an einem Teilerfolg vorbei. Auch in Neukirchen b. Hl. Blut war bei einer 2:0-Führung bis zur 90. Minute mehr drin; bekanntlich wurde die Führung in der Nachspielzeit verschenkt und man musste sich mit einem 2:2 zufriedengeben. Und die 1:2-Niederlage in Pfreimd hätte es bei drückender Überlegenheit in der ersten Halbzeit auch nicht gebraucht.

Wie man dem SC Ettmannsdorf beikommt, das hat das Schlusslicht Hutthurm letzte Woche bewiesen. Wenn die SC-Angreifer in ihren Bemühungen eingeengt werden und keinen Platz bekommen, ist das schon die halbe Miete. „Verlieren verboten“, so jedenfalls lautet die Marschroute des sportlichen Leiters Markus Hofbauer.

Bis auf den verletzten Johannes Pötzl sind alle Mann wieder an Bord. Vaclav Kule hat nach seinem Handbruch in dieser Woche das Training wieder aufgenommen, Chousein Chousein ist aus dem Urlaub zurück. Ob es für beide in den Kader reicht, muss sich zeigen.

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