18.07.2018 - 21:38 Uhr
EtzenrichtSport

Passau eine Nummer zu groß

Der SV Etzenricht verlor am Mittwochabend in der Landesliga Mitte beim 1. FC Passau knapp mit 0:1. Mit diesem Ergebnis war die Truppe von Rüdiger Fuhrmann aber noch gut bedient.

Martin Pasieka hatte die größte Chance für den SV Etzenricht. Sein Kracher landete in der Anfangsphase aber am Pfosten des Passauer Gehäuses.
von Norbert DietlProfil

(otr) Der SV Etzenricht kassierte am Mittwochabend beim Aufsteiger 1. FC Passau eine auf dem Papier knappe 0:1-Niederlage. Von den Spielanteilen und den Torchancen her hätte es für die Etzenrichter aber deutlich schlimmer kommen können. Den mit mehreren Ex-Regionalliga-Spielern besetzten Niederbayern hatte der Gast aus der Oberpfalz eine junge und unerfahrene Truppe gegenübergestellt, wobei durch den kurzfristigen Ausfall von Andreas Koppmann eine zusätzliche Schwächung wegzustecken war.

Die Begegnung begann mit einem Paukenschlag, denn in der kontrollierten Anfangsphase leisteten sich die Hausherren schon nach sechs Minuten einen richtigen Schnitzer. Martin Pasieka hämmerte von der Strafraumgrenze aus den Ball an den Passauer Pfosten. Vier Minuten später eine weitere Großchance für die Gäste, aber auch diesmal der FC im Glück. Weitere vier Minuten später krachte es dann auf der Gegenseite: Conbear legte für Torjäger Michael Pillmeier auf, dessen Gewaltschuss an den rechten Außenpfosten des Etzenrichter Tores krachte.

Mitten in die zwischenzeitlich ausgeglichene Begegnung hinein gelang den Hausherren der Führungstreffer. Nach einem Wiesmeier-Freistoß an der Strafraumkante landete der Ball nach einer Kopfball-Vorlage beim mitgelaufenen Ondrej Bublik, der das Leder aus kurzer Distanz unter die Latte zum 1:0 in die Maschen hämmerte. Der Führungstreffer beflügelte die Gastgeber, die mit der Führung im Rücken so richtig Druck machten. Die Folge waren gleich mehrere hochkarätige Passauer Torchancen. Michael Pillmeier, Felix Schneider und Fabian Wiesmaier ließen klarste Möglichkeiten ungenutzt. Statt eines möglichen 3:0 oder mindestens 3:1 ging es aber nur mit einem 1:0 in die Pause.

So wie die erste Halbzeit begonnen hatte, ging es in der zweiten weiter. Wieder war es Pasieka, der in der 48. Minute aus halblinker Position knapp am heimischen Gehäuse vorbei schoss und damit trotz Passauer Überlegenheit deutlich machte, dass Etzenricht, solange es nur 0:1 stand, immer noch im Spiel war. Der FC dominierte auch nach der Pause, die wirklich dicken Chancen erspielte sich Passau aber nicht mehr. Das von den Spielanteilen her längst überfällige 2:0 wollte einfach nicht fallen.

Der Passauer Trainer Alex Schraml ging kein Risiko ein und vertraute bis in die Schlussphase seiner routinierten Anfangsformation. Vor allem im Offensiv-Bereich dominierte der gastgebende Aufsteiger, ließ aber klarste Chancen ungenutzt. Etzenricht musste sich einem Gegner beugen, der von der Qualität her überragend besetzt ist und in dieser Verfassung am Saisonende ganz gewiss unter den ersten Fünf der Tabelle zu finden sein wird.

Statistik:

1. FC Passau - SV Etzenricht 1:0 (1:0)

1. FC Passau: Negele, Mühlberger, Bublik, Wiesmaier, Pillmeier, Schneider, List, Conybear (90.+2 Zitzelsberger), Slodarz, Svalina (81. Bauer), Loibl (90. Moser)

SV Etzenricht: Heisig, Diermeier, Pasieka, Herrmann, Christian Ermer (65. Pötzl), Zivatovic, Chousein, Nürnberger, Sebastian Ermer (85. Wells), Zajicek, Jurek

Tor: 1:0 (21.) Ondrej Bublik - SR: Michael Hofbauer (TSV Bernau) - Zuschauer: 500

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