21.07.2018 - 19:08 Uhr
EtzenrichtSport

SpVgg SV Weiden siegt 2:0 beim SV Etzenricht

Die SpVgg SV Weiden ist in der Landesliga Mitte weiter im Vorwärtsgang. Die Schwarz-Blauen entschieden am Samstagnachmittag das Derby beim SV Etzenricht mit 2:0 für sich.

Die Spieler der SpVgg SV Weiden freuen sich über den 2:0-Sieg im Derby beim SV Etzenricht. Mann des Tages war Niklas Lang (Zweiter von links), der beide Treffer erzielte.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Etzenricht. (af) Der Weidener Sieg ging zweifellos in Ordnung, da die Mannschaft von Trainer Andreas Scheler über 90 Minuten in der Summe mehr Ballbesitz und die größeren Spielanteile verbuchte. Allerdings beeinflusste eine Rote Karte bereits nach zehn Minuten das Nachbarduell maßgeblich. Mario Zivatovic brachte den alleine auf das Etzenrichter Tor zustürmenden Weidener Josef Rodler kurz vor dem Strafraum zu Fall, was Schiedsrichter Andreas Heidt (TSV Nürnberg-Buch) mit einem Platzverweis ahndete.

Etzenricht. (af) Im Fußball ist vieles, wenn nicht alles möglich. Auch, dass eine Mannschaft über sich hinauswächst und trotz 80 Minuten währender Unterzahl als Sieger vom Platz geht. Auf ein solches Fußball-Wunder hoffte am Samstagnachmittag auch der SV Etzenricht. Letztlich vergebens. Der Bayernliga-Absteiger aus Weiden präsentierte sich im prestigeträchtigen Landesliga-Nachbarduell nicht nur spielstark, sondern über weite Strecken kompakt und clever.

„Wir haben vor allem vor der Pause richtig gut kombiniert und waren klar stärker als der Gegner“, sagte Andreas Scheler. Allerdings gab der Weidener Trainer auch zu: „Die frühe Rote Karte hat uns in die Karten gespielt. Da ist es für uns leichter geworden.“ Auf der anderen Seite haderten die Platzherren mit einer folgenschweren Schiedsrichterentscheidung. „Der Platzverweis hat uns sehr weh getan“, ließ Coach Rüdiger Fuhrmann wissen.

Was war in der 10. Minute passiert? Nach einer Balleroberung im Mittelfeld schaltete die SpVgg SV blitzschnell in den Angriffsmodus. Josef Rodler wurde auf die Reise geschickt und der Angreifer hatte urplötzlich freie Bahn in Richtung Etzenrichter Gehäuse. Die unausweichlich klare Weidener Torchance wollte Mario Zivatovic verhindern. Jedoch traf der SVE-Neuzugang nicht den Ball, sondern trat beim Abwehrversuch in die Haken des Gegenspielers. Die Konsequenz: Rote Karte.

Fuhrmann reagierte postwendend auf die Reduzierung seines Personals. Stürmer Johannes Pötzl musste für Michael Wells vom Feld, der Ex-Schirmitzer sollte die entstandene Lücke in der Innenverteidigung schließen. Dem Gast war die zahlenmäßige Not des Kontrahenten egal. Die Schwarz-Blauen übernahmen das Kommando, erarbeiteten sich eine deutliche Feldüberlegenheit und die ein oder andere Chance. In der 30. Minute klatschte eine Flanke von Mathias Heinl nur gegen den Pfosten des Etzenrichter Gehäuses, zwei Minuten später landete der Ball dann aber im Netz: Eine scharfe Flanke von links vollendete Niklas Lang aus sechs Metern zur Weidener Führung.

Von der souveränen und abgeklärten Spielweise der Schwarz-Blauen war nach dem Wechsel aber nicht mehr viel zu sehen. Etzenricht stemmte sich mit frühem Pressing gegen die Niederlage.. „Das hat die Mannschaft richtig gut gemacht“, lobte Fuhrmann seine Spieler für ihre Moral. Zeitweise lag sogar der Ausgleich in der Luft: So verfehlte ein Herrmann-Weitschuss nur knapp das Ziel (60.), Chousein Chousein visierte gar das Lattenkreuz an (66.). „Wir waren leider nicht in der Lage, einen Wirkungstreffer zu setzen“, ärgerte sich Fuhrmann. Unzufrieden war aus ganz anderem Grund auch Andreas Scheler. „Nach der Pause haben wir aufgehört, Fußball zu spielen“, ärgerte er sich. „Das war unerklärlich.“

Als der Kräfteverschleiß beim SVE zu groß wurde, schlug der Ex-Bayernligist dann doch zurück. Mit seinem zweiten Treffer an diesem Tag zog Niklas Lang dem Kontrahenten endgültig den Zahn. In der 79. Minute schloss der 20-Jährige einen Konter mit einem platzierten Schuss aus halbrechter Position zum 2:0 ab. Für den schnellen Außenspieler war es bereits der vierte Saisontreffer. „Dem Tor ging ein Foul an Michael Wells voraus“, schimpfte Fuhrmann zwar, um dann aber zuzugeben: „Weiden hat das insgesamt clever gemacht.“

In der Tabelle schlägt sich das Ergebnis entsprechend nieder. Während die SpVgg SV mit dem dritten Sieg im dritten Spiel vorne mit dabei ist, geht der Blick des SVE nach der zweiten Niederlage in Folge in Richtung Tabellenkeller. Am nächsten Wochenende empfängt Weiden den Aufsteiger VfB Bach, Etzenricht gastiert beim noch ungeschlagenen SV Neukirchen b. Hl. Blut.

Landesliga Mitte:

SV Etzenricht - SpVgg SV Weiden 0:2

SV Etzenricht: Heisig, Koppmann, Zivatovic, Nürnberger, Jurek, S. Ermer (59. Diermeier), Chousein, Zajicek (77. C. Ermer), Herrmann, Pötzl (12. Wells), Pasieka
SpVgg SV Weiden: Götz, Wildenauer, Helleder, Strehl, Heinl, Rupprecht, Busch (75. Scheler), Zeitler (90. Kovac), Geber (52. Reich), Lang, Rodler
Tore: 0:1 (32.) Niklas Lang, 0:2 (79.) Niklas Lang – SR: Andreas Heidt (TSV Nürnberg-Buch) – Zuschauer: 950 – Rot: (10) Mario Zivatovic (SV Etzenricht) wegen Notbremse

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