14.09.2018 - 10:48 Uhr
EtzenrichtSport

SV Etzenricht mit großen Sorgen

Gegen Bad Kötzting "ohne Sechs" - wenigstens Unentschieden - Beginn um 16 Uhr

von Norbert DietlProfil

(otr) Drei Niederlagen, ein Unentschieden und nur ein Sieg zum Saisonauftakt gegen den VfB Bach/Donau, die bisherige Saisonbilanz des SV Etzenricht sieht nicht berauschend aus. Im sechsten Heimspiel der laufenden Saison hat man nun heute um 16 Uhr auf der „Siegfried-Merkel-Sportanlage“ den 1. FC Bad Kötzting zu Gast. Angesichts der weiterhin großen Personalsorgen wäre SVE-Trainer Rüdiger Fuhrmann mit einem Unentschieden schon zufrieden.

Der SV Etzenricht kommt einfach nicht voran. Auch beim direkten Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt ASV Burglengenfeld reichte es wieder nicht zum Sieg. Über die Führung durch Felix Diermeier in der 63. Minute konnte man sich gerade Mal sechs Minuten lang freuen, dann glichen die Burglengenfelder zum 1:1 aus. Mit diesem Ergebnis ging man nach 90 Minuten auch auseinander, wobei dieses Unentschieden eigentlich keiner der beiden Mannschaften wirklich hilft. Der SV Etzenricht ist derzeit schon fünf Punkte von einem direkten Abstiegsplatz entfernt und bekommt es nun mit einem Gegner zu tun, der mit großen Ambitionen in diese Saison gestartet war. Der Ex-Bayernligist aus dem Bayerischen Wald hatte mit vier Siegen und einem Unentschieden die Saison erwartungsgemäß erfolgreich begonnen, verlor dann in der Folge aber dreimal hintereinander. Am letzten Wochenende spielte man sich gegen den SV Hutthum den Frust von der Seele. 8:0 für Bad Kötzting hieß es am Spielende, wobei das Ergebnis durchaus auch zweistellig hätte ausfallen können. Der Hutthurmer sportliche Leiter Konrad Behringer konnte sich an „so einen schwachen Auftritt unserer Mannschaft nicht erinnern“. Nach diesem Kantersieg wittern die Bad Kötztinger, die sich auf Rang sieben vorgearbeitet haben, wieder Morgenluft. Zwar ist der Spitzenreiter Donaustauf schon zwölf Punkte weg, aber auf den zweiten Tabellenplatz sind es immerhin nur vier Zähler. Wer in diese Richtung schielt, der rechnet beim Tabellenvorletzten fest mit drei Punkten. Diesem Vorhaben wollen SVE-Trainer Rüdiger Fuhrman und seine Truppe aber einen Strich durch die Rechnung machen. Dafür muss man aber an seine Leistungsgrenze gehen, zumal es personell wieder an allen Ecken und Kanten zwickt. Eigentlich nicht zu ersetzende Leistungsträger fallen weiterhin aus. Johannes Pötzl hat zwar wieder mit dem Training begonnen, kann aber noch nicht eingesetzt werden. Chousein Chousein, Andreas Mark und Michael Wexlberger sind weiterhin verletzungsbedingt zu ersetzen. Tomas Zajicek ist beruflich verhindert. Und zu allem Überfluss muss auch Stammtorhüter Michael Heisig in den nächsten zwei Wochen wegen beruflicher Verpflichtungen bei der Bundeswehr ersetzt werden. Für ihn wird Luca Wittmann das Tor hüten. Rüdiger Fuhrmann stehen damit heute gerade Mal 14 Spieler zur Verfügung. Mit Bad Kötzting kommt wieder eine Mannschaft nach Etzenricht, die mit mehreren ehemaligen Regional- und Bayernligaspielern bestens besetzt ist. So hat sich der ehemalige tschechische Drittligaspieler Miroslav Spirek mit vier Treffern gegen Hutthurm in die Spitzengruppe der Landesligatorschützen zurückgeschossen. Zählt man die jeweils fünf Tore von Michael Faber und Jakub Süsser dazu, dann haben alleine diese drei Spieler 18 der 20 Kötztinger Tore erzielt. Da nehmen sich die acht Etzenrichter Saisontreffer schon sehr bescheiden aus. Erschwerend kommt hinzu, dass durch die zahlreichen Ausfälle bedingt Spieler auf Positionen eingesetzt werden müssen, auf denen sie normalerweise sonst nicht spielen. Aber wer weiß, vielleicht überrascht ja der eine oder andere Akteur. Fuhrmann: „Wir müssten unbedingt einen Dreier einfahren, aber in der aktuellen Personalsituation wäre ich über ein Unentschieden auch nicht enttäuscht.“

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.