05.08.2018 - 10:55 Uhr
EtzenrichtSport

SV Etzenricht kommt unter die Räder

Die Etzenrichter kassieren eine 0:4-Heimklatsche gegen den FC Tegernheim. Andreas Koppman musss nach einer Augenverletzung früh raus.

Der Etzenrichter Helmut Jurek (Mitte) befördert das Leder per Kopfball aus der Gefahrenzone.
von Norbert DietlProfil

Etzenricht. (otr) Da ist der SV Etzenricht aber richtig unter die Räder gekommen. Auf eigenem Platz musste sich die Fuhrmann-Truppe am Samstag dem FC Tegernheim deutlich mit 0:4 geschlagen geben. Etzenricht tritt weiterhin auf der Stelle und muss sich wohl oder übel in der Tabelle in Richtung Gefahrenzone orientieren.

Es war nicht der Tag des SV Etzenricht. Neben Konstantin Graßl und Vaclav Kule musste SVE-Trainer Rüdiger Fuhrmann urlaubsbedingt auch auf Chousein Chousein verzichten, wobei der Ex-Weidener der Mannschaft insgesamt drei Wochen nicht zur Verfügung stehen wird.

Gegen den im Vorfeld schon hoch eingeschätzten Gegner aus Tegernheim hielten die Gastgeber anfänglich mehr als beachtlich mit, ehe sich dann in der 20. Minute das drohende Unheil andeutete. Andreas Koppmann zog sich eine Augenbrauenverletzung zu und musste frühzeitig ausgewechselt werden. Der Ausfall des Leistungsträgers brachte einen Bruch in das Etzenrichter Spiel, Tegernheim bekam immer mehr Zugriff auf die Begegnung und ging folgerichtig mit 1:0 in Führung. Bei einem allerdings diskussionswürdigen Freistoß von der Strafraumgrenze warf Michael Fischer seine ganze Routine in die Waagschale. Der Ex-Regionalligaspieler nagelte das Spielgeräte zu seinem vierten Saisontreffer unhaltbar ins Dreieck des Etzenrichter Tores. Bis zum Pausenpfiff war der Sportverein zwar weiterhin dabei und erspielte sich auch die eine oder andere Möglichkeit, zum Ausgleich reichte es aber nicht.

Mit dem einsetzenden Gewitterregen verloren die Gastgeber dann weiter an Boden. Dabei spielte dem FC die Tatsache in die Karten, dass nach knapp einer Stunde Andreas Meyer im Anschluss an einen Freistoß aus schier unmöglichen Winkel den Ball unter die Latte des Etzenrichter Tores hämmerte. Bei einer Tegernheimer 2:0-Führung waren damit schon alle Messen gelesen. Der FC ließ keine nennenswerten Gelegenheiten für die Hausherren mehr zu und hatte in der Schlussphase auch noch das Glück auf seiner Seite. Beim 0:3 überlistete sich der Torschütze Kevin Sieber eigentlich selbst und war mit einer kuriosen Bogenlampe erfolgreich. Das 0:4 in der Schlussminute hatte nur noch statistische Bedeutung.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die junge Etzenrichter Mannschaft zwar nie aufsteckte, im zweiten Abschnitt über mehr als redliches Bemühen aber nicht hinauskam. Leistungen, wie vor Wochenfrist in Neukirchen b. Hl. Blut, kann man sicher auch nicht Woche für Woche erwarten. Der Tegernheimer Sieg geht vollauf in Ordnung. Diese Mannschaft wird vom Leistungspotenzial her auf jeden Fall im oberen Tabellendrittel zu finden sein. Für den SV Etzenricht hat jetzt das Spiel am kommenden Wochenende beim Aufsteiger in Pfreimd absolute Priorität.

SV Etzenricht - FC Tegernheim 0:4:

SV Etzenricht: Heisig, Diermeier (46. Sebastian Ermer), Wexlberger, Koppmann (20. Zajicek), Pasieka, Herrmann, Pötzl, Zivatovic, Wells (78. Christian Ermer), Nürnberger, Jurek

FC Tegernheim: Wagner, Wolloner, Schneider, Andreas Meyer, Stefan Meyer (83. Geier), Glöckner, Fischer (86. Schmid), Siegert, Isufi (75. Sieber), Waldhauser, Wasmeier

Tore: 0:1 (35.) Michael Fischer, 0:2 (68.) Andreas Meyer, 0:3 (86.) Kevin Sieber, 0:4 (90.) Johannes Schmid

SR: Kevin Rösch (F Laubendorf)

Zuschauer: 180

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