12.07.2018 - 17:38 Uhr
EtzenrichtSport

SV Etzenricht: Nicht wieder ein Nervenkrimi

Im Schlussspurt zum Ligaverbleib musste der SV Etzenricht zuletzt den Umweg über die Relegation machen. Die neue Saison in der Landesliga Mitte, das haben sich die Blau-Schwarzen fest vorgenommen, soll nervenschonender verlaufen.

Klare Ansprache: Rüdiger Fuhrmann lebt an der Außenlinie den Trainerjob. Der Etzenrichter Coach hat keine Zweifel, dass seine Mannschaft in der neuen Landesliga-Saison konkurrenzfähig ist.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Etzenricht.(af) Im Interview mit unserer Zeitung vermeidet Trainer Rüdiger Fuhrmann Vokabeln wie "Nichtabstieg" oder "Klassenerhalt". Vielmehr hat er eine ganz bestimmte Zahl im Kopf.

ONETZ: Herr Fuhrmann, der SV Etzenricht eröffnet an diesem Samstag mit einem Heimspiel die Saison. Mit dem VfB Bach kreuzt ein ehrgeiziger Aufsteiger auf. Eine unangenehme Aufgabe?

Rüdiger Fuhrmann: Fuhrmann:Der VfB Bach ist sicherlich keine Laufkundschaft. Die waren Meister der Bezirksliga Süd in der Oberpfalz, und der Süden ist hier im Bezirk schon stärker als die Nord-Liga, das war schon immer meine These. Wir müssen es aber sowieso nehmen, wie es kommt. Am Mittwoch geht es ja dann bereits gegen den nächsten Neuling, wenn wir beim ganz starken 1. FC Passau gastieren.

ONETZ: Im SVE-Kader hat es deutliche Veränderungen gegeben. Den Weggang von Leistungsträgern wie André Klahn und Maximilian Geber scheint die Mannschaft aber gut weggesteckt zu haben, wenn man die Testspiele betrachtet. Zuletzt wurde der BD-Sensors-Cup in Röslau gewonnen ...

Rüdiger Fuhrmann: Wir hatten uns im Vorfeld bewusst von einigen Spielern getrennt. Dass dann ein Klahn oder Geber gehen, war so nicht eingeplant. Wir haben uns aber gut ergänzt und verstärkt. Die Ermer-Zwillinge, ein Felix Diermeier oder Tomas Zajicek, um einige zu nennen, machen viel Freude. Unsere Neuzugänge haben Potenzial und wollen lernen. Ich denke, wir sind durchaus konkurrenzfähig. Das haben auch die Vorbereitungsspiele bewiesen.

ONETZ: Wie schwierig war es, den Kader zielgerichtet und sinnvoll zu verstärken?

Rüdiger Fuhrmann: Viele Spieler in der Region sehen den SV Etzenricht als gute Adresse an. Unsere Neuzugänge hatten zum Beispiel auch Angebote von anderen Vereinen. Aber die Wechsel waren bei jedem Spieler in ein, zwei Gesprächen unter Dach und Fach. Das ist eine Vertrauensbasis, dem wir im Verein gerecht werden wollen.

ONETZ: Ist die Mannschaft so kurz vor dem Saisonstart auf dem Leistungsniveau, wie Sie es sich wünschen?

Rüdiger Fuhrmann: Natürlich sind noch Schwächen vorhanden. Diese abzustellen, ist aber ein Prozess, der noch in die Saison hineinwirken wird. Wichtig ist zunächst einmal ein gelungener Auftakt. Ein guter Start wäre wichtig, damit sich unsere jungen Leute entwickeln können. Das gelingt in Ruhe immer besser als unter Druck.

ONETZ: Viele sprechen von einer brutal starken Landesliga Mitte. Dass Mannschaften so abfallen wie zuletzt der SV Raigering und 1. FC Schwarzenfeld ist kaum zu erwarten. Erwarten Sie ein Hauen und Stechen im Kampf um den Klassenerhalt?

Rüdiger Fuhrmann: In der vergangenen Saison hatten wir 41 Punkte und sind in der Relegation gelandet. Wir wollen nunmehr 45 Punkte holen. Das ist jede Menge Holz und beschreibt, wie schwer die Saison werden kann. Wir gehen aber als Optimisten ran, und nicht mit Pessimismus.

ONETZ: Haben Sie ihren Spielern ein Saisonziel vorgegeben?

Rüdiger Fuhrmann: Eben diese 45 Punkte, das ist unser Saisonziel. Ausdrücke wie Klassenerhalt oder Nichtabstieg möchte ich nicht in den Mund nehmen, die sind eher negativ belastet. 45 Punkte können durchaus auch für mehr reichen, vielleicht auch zu einem 7. oder 8. Platz. Und es geht uns natürlich darum, dass sich die Spieler im Saisonverlauf verbessern und steigern.

ONETZ: Auf welche Tugenden setzt der SV Etzenricht, um sich in der Landesliga Mitte zu behaupten?

Rüdiger Fuhrmann: In erster Linie auf die mannschaftliche Geschlossenheit. Es kann Rückschläge geben, aber dann müssen wir diese akzeptieren und Ruhe bewahren. Die Verantwortlichen im Verein stehen ohne Wenn und Aber zu diesem Kader, das ist wichtig.

ONETZ: Sie sind ein Trainer, der an der Außenlinie gerne auch lautstark bei der Sache ist. Was müssen Ihre Spieler machen, um den Adrenalinspiegel Ihres Trainers während der 90 Minuten zu senken?

: Wenn die Spieler versuchen, meine Vorgaben zu erfüllen, dann ist vieles gut. Dann passt es auch mit dem Adrenalinspiegel. In der Vergangenheit sind meine Mannschaften mit meiner Art und Weise an der Seitenlinie aber gut gefahren.

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