Etzenricht
16.11.2018 - 15:27 Uhr

SV Etzenricht will sich belohnen

Im letzten Heimspiel vor der Winterpause hat es der SV Etzenricht noch einmal mit einem äußerst unangenehmen Gegner zu tun. Mut könnte die Leistung gegen den SV Neukirchen hl. Blut im Vorrundenspiel machen.

Trainer Rüdiger Fuhrmann (links) gibt Mittelfeldspieler Stephan Herrmann taktische Anweisungen: Die besten Winkelzüge helfen aber nicht weiter, wenn die Etzenrichter Spieler nicht endlich den Ball im gegnerischen Kasten unterbringen – am besten bereits im Heimspiel gegen den SV Neukirchen. Bild: G. Büttner
Trainer Rüdiger Fuhrmann (links) gibt Mittelfeldspieler Stephan Herrmann taktische Anweisungen: Die besten Winkelzüge helfen aber nicht weiter, wenn die Etzenrichter Spieler nicht endlich den Ball im gegnerischen Kasten unterbringen – am besten bereits im Heimspiel gegen den SV Neukirchen.

Bevor es zu den beiden Auswärtsspielen nach Tegernheim (24. November) und Bach (1. Dezember) geht, hat der SV Etzenricht am Samstag, 17. November, den SV Neukirchen b. Hl. Blut auf dem "Siegfried-Merkel-Sportplatz" zu Gast. Schiedsrichter Andreas Egner vom TSV Bodenmais wird die Begegnung um 14 Uhr anpfeifen.

Drei Spiele verbleiben dem SV Etzenricht noch, um die derzeit prekäre Tabellensituation vor der Winterpause etwas erträglicher zu gestalten. Leicht sind die vor dem SVE liegenden Aufgaben aber nicht. "Wir schauen von Spiel zu Spiel und werden die Flinte ganz bestimmt nicht vorzeitig ins Korn werfen", sagt der Sportliche Leiter Markus Hofbauer. Wenn man den zum direkten Klassenerhalt reichenden 14. Tabellenplatz nicht ganz aus den Augen verlieren möchte, dann muss das letzte Heimspiel vor der Winterpause aber unbedingt gewonnen werden.

Neukirchen liegt aktuell mit 24 Punkten auf dem 12. Tabellenplatz und hat damit die eigenen Erwartungen und die seiner Anhänger bislang klar verfehlt. Die von Franz Koller, dem ehemaligen Coach der SpVgg SV Weiden, trainierten Neukirchener verfügen über einen starken Kader, sind aber deutlich von dem entfernt, was man von dieser Mannschaft erwarten muss. Neukirchen läuft mit einer Multi-Kulti-Truppe auf und hat Spieler aus Kroatien, Tschechien, Bosnien/Herzegowina, Österreich, Brasilien und Burkina Faso in seinen Reihen.

Im bisherigen Saisonverlauf wechselten nicht selten Licht und Schatten, wobei man zuletzt in Hauzenberg ein vielbeachtetes 2:2 holte, gegen den Tabellenzweiten Cham denkbar knapp mit 0:1 unterlag und dem Spitzenreiter Donaustauf ein 1:1 abtrotzte. Der 5:0-Sieg am letzten Wochenende gegen das Schlusslicht Hutthurm war für Trainer Koller nur das Erledigen einer Pflichtaufgabe.

Der SVE hingegen musste sich im Derby bei der SpVgg SV Weiden am Ende unglücklich mit 0:2 beugen und hätte vor allem aufgrund der von der Fuhrmann-Truppe in der zweiten Halbzeit gezeigten Leistung wenigstens einen Zähler verdient gehabt. Fuhrmann beklagt seit Wochen die Abschlussschwäche seiner Truppe. "Die anderen machen die Tore rein, wir belohnten uns einfach nicht." Das war auch schon im Hinspiel so, als man mit einem 2:2 auseinanderging. Bis zur 90. Minute führte Etzenricht mit 2:0 und sah wie der sichere Sieger aus. Dann fiel in der Schlussminute der Anschlusstreffer und in der fünften Minute der Nachspielzeit zu allem Übel sogar der Ausgleich. Wer weiß, vielleicht hat man auf eigenem Platz ja ein wenig mehr Glück. Wozu die Mannschaft trotz der bekannten Personalprobleme in der Lage ist, das hat sie im letzten Heimspiel beim 3:1-Sieg über den großen Favoriten FC Passau gezeigt.

Bis auf den verletzten Andreas Koppmann kann Trainer Fuhrmann auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Auch Konstantin Graßl ist wieder dabei. Fuhrmann sieht dennoch die Lage realistisch, denn neben diversen Verletzungen, die die Spieler in ihrer Entwicklung zurückgeworfen haben, ist auch ein Kräfteverschleiß erkennbar. Fuhrmann: "Ich habe zwar fast alle Spieler an Bord, aber nicht alle befinden sich auf dem gleichen Niveau." Als Kenner der Landesliga macht er seiner Mannschaft Mut, denn erfahrungsgemäß komme bei vielen Mannschaften in der Winterpause ein "Cut". Verloren sei noch nichts.

 
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