31.08.2018 - 16:00 Uhr
EtzenrichtSport

SV Etzenricht unter Zugzwang

Gegen Bad Abbach muss der zweite Heimsieg her, sonst wird die Lage für den SV Etzenricht immer bedrohlicher. Trainer Rüdiger Fuhrmann muss erneut den Kader umkrempeln.

von Norbert DietlProfil

Am Samstag, 15 Uhr, hat der SV Etzenricht den TSV Bad Abbach zu Gast. Wichtig wäre für die Mannschaft von Rüdiger Fuhrmann ein Sieg, um sich damit endlich vom hinteren Ende der Tabelle lösen zu können.

Wieder mit leeren Händen

Erst hat man kein Glück, und dann kommt auch noch Pech dazu. Es war ja nicht das erste Mal, dass der SV Etzenricht aussichtsreich im Rennen lag und dann auf der Zielgeraden das Spiel in den Sand setzte. In dem so wichtigen Spiel beim SC Ettmannsdorf führte man bis zur 70. Minute mit 1:0, nach dem Schlusspfiff jubelten aber die gastgebenden Schwandorfer, die das Spiel in der Endphase der Begegnung noch in einen 2:1-Sieg drehten. Der SV stand wieder einmal mit leeren Händen da, und das in einem ungemein wichtigen Spiel bei einem Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Dabei zeigte es sich einmal mehr, dass die Mannschaft zwar durchaus in der Lage ist mit dem Gegner mitzuhalten, wenn es aber eng wird ihr dann doch die nötige Abgeklärtheit fehlt. Nach dem 1:1 in Ettmannsdorf nach 70 Minuten war man nicht in der Lage, wenigstens das Unentschieden über die Zeit zu retten, geriet deutlich unter Druck und verlor am Ende mit 1:2.

Ein enorm wichtiger Teil der Aufgabe von SVE-Trainer Rüdiger Fuhrmann wird daher im psychologischen Bereich liegen. Er muss die Mannschaft dazu bringen, an ihre eigene Stärke zu glauben und vielleicht auch mal mit einem Teilerfolg zufrieden zu sein. Diese Einstellung wird insbesondere gefordert, wenn es am Samstag gegen den TSV Bad Abbach geht.

Die überaus holprig in die Saison gestarteten Bad Abbacher haben die letzten beiden Heimspiele gewonnen und auswärts in Hauzenberg ein beachtliches 3:3 geholt. Gerade dieses Spiel zeigt aber, dass man Bad Abbach durchaus ins Wanken bringen kann, denn Hauzenberg lag schon 0:2 und 1:3 hinten, konnte aber noch einen Teilerfolg erkämpfen. Spektakuläre Neuzugänge haben die Bad Abbacher in dieser Saison nicht zu verzeichnen. Man hat sich vornehmlich bei benachbarten Bezirksligisten bedient.

Kader umkrempeln

Nachdem es für den SV Etzenricht gegen Bad Abbach nach deren Aufstieg 2010 anfänglich alles andere als gut lief, konnte der SVE in den letzten beiden Jahren die Heimspiele gegen die Truppe von der Donau mit 3:1 und 4:2 jeweils sicher für sich entscheiden. Da sowohl Bad Abbach als auch Etzenricht in dieser Saison eher nicht zu den torgefährlichsten Teams der Landesliga zählen, wird man wohl auch am Samstag mit einem eher knappen Ergebnis zu rechnen haben. Wichtig ist nur, dass so ein knappes Ergebnis zugunsten der Heimelf zustande kommt.

In diesem so wichtigen Spiel muss Trainer Rüdiger Fuhrmann den Kader erneut umkrempeln. Von dem zum Saisonbeginn aus der U21 von Viktoria Pilsen nach Etzenricht gekommenen Vaclav Kule (noch ohne Landesligaeinsatz) hat sich der Verein während der Woche wieder getrennt, was Trainer Fuhrmann schlicht mit dem Satz kommentierte: "Es hat halt nicht gepasst."

Nachrüsten will man in Etzenricht frühestens im Winter. Die Lücke wird der reaktivierte Co-Trainer Andy Weihermüller füllen, der spontan seine Unterstützung zugesagt hat und schon unter der Woche wieder mit der Mannschaft mittrainiert hat. Ansonsten wird sich die Heimelf aus der zuletzt in Ettmannsdorf aufgebotenen Mannschaft rekrutieren. Der in den letzten beiden Spielen so schmerzlich vermisste Mario Zivatovic ist wieder dabei. Ein dickes Fragezeichen steht aber hinter dem Einsatz von Chousein Chousein, der zuletzt in Ettmannsdorf nach 56 Minuten verletzungsbedingt ausscheiden musste.

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