Etzenricht.(otr) Der Vorjahresvizemeister Waldkirchen nahm mit einem äußerst glücklichen 2:0-Sieg die Punkte mit nach Niederbayern. "Glück kannst zu einfach nicht trainieren", brachte es der Etzenrichter Teammanager Markus Hofbauer nach dem Schlusspfiff auf den Punkt. "Wenn ich das Spiel gegen Tegernheim ausnehme, dann haben wir immer gut gespielt, hatten aber nie das Glück auf unserer Seite."
Auch gegen Waldkirchen war dem so, denn von den Torchancen her hätten die Punkte in Etzenricht bleiben müssen. Die personell arg gebeutelte Fuhrmann-Truppe riskierte alles und lieferte den favorisierten Gästen einen offenen Schlagabtausch. Die Heimelf erwischte den besseren Start und hätte nach knapp einer Viertelstunde schon in Führung gehen können, ja müssen, als ein Kopfball von Konstantin Graßl am Pfosten des Gästetores landete. Waldkirchen hatte noch keine nennenswerte Möglichkeit herausgespielt, da hatte Etzenricht schon die nächste klare Möglichkeit. Johannes Pötzl brachte Christian Ermer in Position, der aber am Gästeschlussmann Benjamin Hannak scheiterte.
Waldkirchen ging mit seiner ersten Torchance in Führung. Nach einer von Konstantin Graßl per Kopfball abgewehrten hohen Flanke in den Strafraum war Torjäger Martin Krieg zu Stelle, nahm das Leder auf, umkurvte einen Etzenrichter Abwehrspieler und war mit einem fulminanten Schuss von der Strafraumgrenze aus erfolgreich. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Die Führung rettete das Autengruber-Team dann auch noch glücklich in die Halbzeitpause, stand doch bei einer Einzelaktion von Christian Ermer in der 32. Minute erneut das Aluminium einem Etzenrichter Erfolgserlebnis im Wege.
Unmittelbar nach Wiederanpfiff dann sogar der dritte Aluminiumtreffer des Tages für die Heimelf: Martin Pasiekas strammer Schuss ging an die Unterkante der Latte. Einzig Schiedsrichter Stefan Dorfner schien nicht gesehen zu haben, dass der Ball zwar wieder ins Feld zurücksprang, zuvor aber deutlich die Torlinie überschritten hatte.
In der 82. Spielminute fiel die endgültige Entscheidung: Philip Autengruber verwandelte einen Freistoß, über dessen Berechtigung man im schwarz-blauen Lager abermals eine andere Meinung als der Unparteiische hatte, direkt zum 2:0-Endstand (82.).
Teammanager Hofbauer und Trainer Rüdiger Fuhrmann fällt nunmehr die undankbare Aufgabe zu, die Mannschaft, der man trotz der Negativserie keinen Vorwurf machen kann, wieder aufzurichten. Am kommenden Sonntag muss beim Tabellennachbarn VfB Bach/Donau unbedingt gewonnen werden.
SV Etzenricht: Heisig, Diermeier, Wexlberger (84. Mark), Graßl, Pasieka, Herrmann, Christian Ermer, Pötzl, Zivatovic, Nürnberger, Jurek
TSV Waldkirchen: Hannak, Schauberger, Neuwirth, Sigl, Sebastian Krieg, Strafberger (88. Schmidt), Zierler (83. Giller), Martin Krieg (43. Galle), Schirmer, Autengruber, Krenn
Tore: 0:1 (25.) Martin Krieg, 0:2 (82.) Philip Autengruber – SR: Stefan Dorfner (SV Falkenfels) – Zuschauer: 120













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