28.08.2021 - 20:29 Uhr
MünchenSport

FC Bayern feiert Schützenfest gegen Hertha BSC

Erst 12:0 gegen Bremen, jetzt 5:0 gegen Berlin: Der Deutsche Serienmeister kommt in der Fußball-Bundesliga immer besser in Schwung. Dabei hatte gegen die Berliner am Samstagabend zunächst der Wettergott etwas gegen ein schönes Spiel.

Bayerns Joshua Kimmich (links) im Zweikampf mit Suat Serdar.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Der FC-Bayern-Express kommt so langsam ins Rollen. Nach dem 12:0-Schützenfest unter der Woche im DFB-Pokal gegen den Fünfligisten Bremer SV zeigten sich die Münchener auch gegen Hertha BSC in Torlaune. Nach anfänglichen Unstimmigkeiten schossen die Bayern die Gäste mit 5:0 aus der Allianz-Arena. Herausragender Akteur auf dem Feld war wieder einmal Robert Lewandowski, dem alleine drei Treffer gelangen.

Der erste Durchgang war ungemütlich, zumindest was die äußeren Umstände anbelangt. Etwa eine halbe Stunde vor Spielbeginn erreichte ein Unwetter mit Starkregen, Blitz und Donner den Münchener Norden, das zumindest die ersten 30 Minuten beeinflussen sollte. Auf dem durchtränkten Rasen fehlten Timing und Genauigkeit auf beiden Seiten. Dabei hatte Thomas Müller gleich den ersten gelungenen Angriff der Bayern erfolgreich abgeschlossen. Danach entwickelte sich ein wildes Spiel. Auffällig war die Streuung im Münchener Spiel – von starkem Kombinationsspiel bis hanebüchenen Abspielfehlern im Aufbauspiel ist zu Saisonbeginn noch alles dabei. Die doch arg limitierten Berliner gaben vielleicht genau den richtigen Aufbaugegner für die Findungsphase der Bayern ab. Und just als der Regen nachließ, drehten die Bayern auf. Das Passspiel wurde sicherer, die Dominanz größer – ein deutliches Chancenplus war die logische Folge. Das 2:0 durch Robert Lewandowski die Krönung der Überlegenheit. Von Minute zu Minute gewannen die Bayern an Sicherheit und Vertrauen ins eigene Spiel.

Wer noch auf ein einigermaßen spannendes Spiel nach der Pause spekuliert hatte, dem raubte Jamal Musiala schnell jegliche Illusion. Einen frühen Ballgewinn von Thomas Müller vollstreckte der formstarke Youngster per sehenswertem Schlenzer zum 3:0. Nun schickte Trainer Nagelsmann den zuletzt im eigenen Stadion ausgepfiffenen Leroy Sané aufs Feld – in der Hoffnung, er möge gegen einen dankbaren Kontrahenten weiteres Selbstvertrauen tanken. Und der Plan ging auf: Das 4:0 durch Lewandowski bereitete der deutsche Nationalspieler sehenswert vor und erhielt sogleich ein Sonderlob von Stadionsprecher Stephan Lehmann - Aufbauhilfe à la FC Bayern. Die zweite Hälfte glich einer vor der Länderspielpause willkommenen Trainingseinheit gegen eine in allen Belangen überforderte Berliner Hertha. Und letztlich klappte auch noch ein Standard: Eine Kimmich-Ecke samt Kopfball-Ablage des eingewechselten Nianzou nickte Lewandowski zu seinem dritten Treffer und dem 5:0-Endstand ein.

Im Podcast "Weiter, immer weiter" beleuchten wir die jüdische Vergangenheit des FC Bayern

Weiden in der Oberpfalz
Vom Regen durchtränkt: Bayerns neuer Trainer Julian Nagelsmann.
Statistik:

FC Bayern München - Hertha BSC 5:0 (2:0)

  • FC Bayern: Neuer - Stanisic (80. Sarr), Upamecano (46. Nianzou), Süle, Davies - Kimmich, Goretzka - Gnabry (67. Coman), Müller (80. Choupo-Moting), Musiala (61. Sané) - Lewandowski
  • Hertha: Schwolow - Mittelstädt, Boyata, Stark, Zeefuik (60. Klünter) - Ascacibar, Tousart - Lukebakio (60. Richter), Serdar (79. Darida), Jovetic (19. Dilrosun) - Selke (60. Belfodil)
  • Tore: 1:0 (6.) Thomas Müller, 2:0 (34.) Robert Lewandowski, 3:0 (49.) Jamal Musiala, 4:0 (70.) Robert Lewandowski, 5:0 (84.) Robert Lewandowski - SR: Sven Jablonski (Bremen) - Zuschauer: 25000
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