Mit einem 5:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt hat der FC Bayern München den siebten Meistertitel in der Fußball-Bundesliga eingefahren. Kingsley Coman brachte die Münchener in der ausverkauften Allianz-Arena mit seinem frühen Führungstreffer auf die Siegerstraße. David Alaba und Renato Sanches machten nach dem Seitenwechsel alles klar. Für den emotionalen Höhepunkt sorgten Franck Ribéry und Arjen Robben: Die scheidenden Altmeister trafen sehenswert zum 4:1 (72.) und 5:1 (78.) und rührten selbst hartgesottene Fußballfans zu Tränen. Frankfurts Sebastien Haller hatte kurz nach der Pause für die deutlich unterlegenen Gäste ausgeglichen.
Besonders im ersten Abschnitt spielten die Bayern furios auf und hätten weit deutlicher als 1:0 führen müssen. Die Eintracht bekam zunächst keinen Fuß auf den Boden und ließ gerade zu Beginn jegliche defensive Ordnung vermissen. Serge Gnabry (6.), David Alaba (9.), Robert Lewandowski (10./13.) oder Thomas Müller (31.) hätten viel früher den Deckel draufmachen müssen. Zudem erkannte der Videoschiedsrichter einen Treffer von Serge Gnabry wegen einer Abseitsposition von Lewandowski in der Entstehung nicht an (26.).
Die Quittung für den bayerischen Chancenwucher folgte prompt. Der zur Pause eingewechselte Sebastien Haller traf zum völlig überraschenden Ausgleich (50.) für Frankfurt. Doch die Bayern schlugen umgehend zurück - und zwar gleich doppelt: Zunächst brachte David Alaba den FCB per Abstauber erneut in Führung (53.), ehe der bereits vor der Pause für den verletzten Leon Goretzka eingewechselte Renato Sanches auf 3:1 stellte und für die Vorentscheidung sorgte (58.).
Kitsch-Autorin Rosamunde Pilcher hätte den Schlussakt nicht rühriger schreiben können. Die emotional unglaublich angefassten Ribéry und Robben krönten ihren Abschied aus München mit den Treffern zum 4:1 (72.) und 5:1 (78.). Ein passender Schlussakkord für den folgenden Münchener Meisterjubel. "Er hat geweint? Ich dachte eher, er gibt mehr noch ein Jahr Vertrag", scherzte Ribéry über die Freudentränen von Uli Hoeneß auf der Tribüne.
Rot-weiße Tränen flossen bereits vor dem Anstoß als Franck Ribéry, Arjen Robben und Rafinha unter tosendem Applaus und den Würdigungen der Bayern-Granden Uli Hoeneß, Karl-Heinz-Rummenigge und Hasan Salihamidzic verabschiedet wurden. In ihrem letzten Heimspiel im Münchener Trikot musste das Trio jedoch zunächst mit dem Platz auf der Bank Platz nehmen. "Was die beiden hier geleistet haben, war sensationell. Aber ich musste sportlich entscheiden", begründete Trainer Niko Kovac. Der in der Kritik stehende Meistertrainer wurde vom Bayern-Anhang immer wieder mit Sprechchören gefeiert. Nach Franz Beckenbauer ist er erst der zweite Trainer, der auch schon als Spieler mit den Bayern Meister wurde.















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.