11.11.2019 - 16:55 Uhr
FuchsmühlSport

1860 überrascht Köllner im Schlafanzug

Michael Köllner hat in letzter Zeit viel telefoniert. Der wichtigste Anruf kommt am Mittwochabend, als der Oberpfälzer in Nürnberg gerade die Füße zum Champions-League-Schauen hochgelegt hat. Am anderen Ende der Leitung ...

Michael Köllner am Montag bei seiner Vorstellung als neuer Cheftrainer von 1860 München.
von Josef Maier Kontakt Profil

Michael Köllner ist jetzt auch wieder offiziell voll im Geschäft. Mit Kraft und Elan ging der Trainer am Montag seine neue Aufgabe beim TSV 1860 München an. Mittags um 12 Uhr wurde der Fuchsmühler an der Grünwalderstraße offiziell vorgestellt. Nach der offiziellen PK nahm er sich natürlich auch Zeit für ein paar Fragen der Oberpfalz-Medien.

ONETZ: Der Sportliche Leiter der Sechziger, Günther Gorenzel, hat in der Pressekonferenz erzählt, er habe Sie bei der ersten Anfrage am Mittwochabend quasi im Schlafanzug überrascht. Stimmt das?

Michael Köllner: Ja, ja, das stimmt schon. Also, so quasi im Halb-Schlafanzug (lacht). Mit diesem Anruf habe ich nicht gerechnet, ich war total überrascht.

ONETZ: Wie haben denn Familie und Freunde in Fuchsmühl reagiert, als Sie von Ihrem neuen Engagement hörten?

Michael Köllner: Die waren alle positiv überrascht. Es gibt ja auch in Fuchsmühl viele Sechziger-Fans. Da merkt man dann, dass es hier nicht nur Bayern- und Club-Fans gibt. Da sind viele eingefleischte Fans dabei, die auch ständig im Stadion sind.

ONETZ: Mit dem 1. FC Nürnberg haben Sie einige Testspiele in Ihrer alten Heimat absolviert. Etwa in Seugast oder Weiden. Tauchen jetzt die "Löwen" auch mal zwischen Amberg und Mitterteich auf?

Michael Köllner: Wenn es Sinn macht, warum nicht? Beim Club ging es darum, hier Fans zu binden und zu rekrutieren. Aber auch die "Löwen" haben ja überall Fans, in ganz Deutschland. Es kann schon sein, dass wir mal ein Spiel in meiner Heimat machen.

Ex-FC-Nürnberg-Trainer Michael Köllner wurde am Montag offiziell als neuer Trainer von 1860 München vorgestellt

München

ONETZ: Aber Heimaturlaube im Stiftland sind wohl jetzt erstmal gestrichen, oder?

Michael Köllner: Ja, heute hat mein Onkel in Windischeschenbach Geburtstag gehabt. An Allerheiligen habe ich noch zu ihm gesagt, dass ich vorbeischaue. Jetzt ist halt was dazwischengekommen.

ONETZ: Mit Stürmer Markus Ziereis finden Sie noch einen Oberpfälzer im Team vor. Hatten Sie schon Kontakt?

Michael Köllner: Ich habe mit Markus noch nicht gesprochen, habe ihn ab und an mal in Regensburg oder München getroffen. Ich kenne auch ein paar Spieler, aber ich will jetzt alle in den nächsten Tagen mal richtig kennenlernen. Ich denke der Charakter und die Mentalität in dieser Mannschaft stimmen. Und das ist die Grundvoraussetzung für meine Aufgabe.

ONETZ: Ihr erstes Spiel könnte interessanter nicht sein. Am 24. November gegen die "kleinen" Bayern ...

Michael Köllner: Das stimmt. Derbys kenne ich ja schon aus Nürnberg. Da steckt natürlich mächtig Brisanz drin. Ein Super-Einstieg für mich. Ein Live-Spiel bei Magenta, volles Grünwalder. Besser könnt's nicht sein.

ONETZ: Gab es schon Glückwünsche aus Nürnberg zu Ihrem neuen Job?

Michael Köllner: Ja, ja , natürlich, ich kenne noch viele aus der Mannschaft, einige haben mir Glück gewünscht. Das Verhältnis hat doch grundsätzlich gepasst. Wir haben in Nürnberg einen Riesenerfolg zusammen gefeiert, der Verein hat sich gut konsolidiert. Da ist alles gut. Jetzt kommt eine neue Etappe für mich in meinem Leben. Wieder ein Traditionsverein, wieder ein Verein mit riesiger Fankultur.

ONETZ: Fanmäßig gibt es drei große Vereine in Bayern: Den FC Bayern, den Club und 1860. Den Club und Sechzig haben Sie schon, bliebe noch ...

Michael Köllner: (lacht laut) Nein, im Ernst. Ich war ja auch schon in Fürth und beim Jahn im Jugendbereich. Dass ich vier bayerische Vereine in meiner Vita habe, die Profifußball spielen, ist schon außergewöhnlich. Ich hätte aber auch nichts dagegen, später mal einen Verein außerhalb Bayerns zu trainieren. Nicht, dass einige meinen, ich könne nur in Bayern trainieren.

ONETZ: Aber Sie werden ja jetzt erst einmal länger ein "Löwe" bleiben wollen, oder?

Michael Köllner: Aber natürlich. Das hier soll eine langfristige, erfolgreiche Geschichte werden.

Kommentar: Michael Köllner braucht die Gunst der Stunde

Weiden in der Oberpfalz
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