München
07.10.2018 - 22:51 Uhr

Für den Abgesang ist es zu früh

Beim FC Bayern München brodelt's gewaltig. Seit vier Partien wartet der erfolgsverwöhnte Rekordmeister auf einen Sieg, Neu-Coach Niko Kovac steht in der Kritik. Das ist aber noch kein Grund für Panik an der Säbener Straße. Ein Kommentar.

Die Bayern-Bosse um Karl-Heinz Rummenigge (links) stehen trotz des Negativlaufs weiter hinter Neu-Trainer Niko Kovac. Bild: agentur_dpa
Die Bayern-Bosse um Karl-Heinz Rummenigge (links) stehen trotz des Negativlaufs weiter hinter Neu-Trainer Niko Kovac.

(fle) Langeweile prägte den Titelkampf der letzten sechs Jahre in der Bundesliga. Zu dominant agierte der Rekordmeister. Auch ermöglicht von einer früh kapitulierenden Konkurrenz, die meist schon auf der Anfahrt zum Duell mit den Bayern die Hosen voll hatte. Eines war klar: Nur wenn die Bayern schwächeln, haben andere, formstarke Teams eine Chance.

In der aktuellen Phase menschelt die Kovac-Elf und durchschreitet ein Tal, wie es jedem "normalen" Bundesligisten einmal pro Spielzeit ergeht. Und prompt verleihen furios stürmende Dortmunder, effiziente Gladbacher und taktisch mutige Berliner dem Titelkampf ungewohnte und wohltuende Spannung. Die Bayern haben einen personellen Umbruch versäumt, Pech mit Verletzungen, sind taktisch zu wenig innovativ und ob der Negativserie mental verunsichert.

Für einen Abgesang auf die Münchener oder Gedanken an eine Wachablösung ist es aber noch zu früh. Zum selben Zeitpunkt der vergangenen Saison lag der BVB fünf Punkte vor den Bayern (aktuell sind es vier) - das Ende ist bekannt. Kovac, Salihamidzic, Hoeneß und Rummenigge müssen ihren Kurs korrigieren und sie werden reagieren. Nur sind die Bosse anders gefordert als vor zwölf Monaten: Damals genügte ein Anruf in Schwalmtal bei Mönchengladbach im Hause Heynckes. So leicht ist es diesmal nicht.

 
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