(fle) Langeweile prägte den Titelkampf der letzten sechs Jahre in der Bundesliga. Zu dominant agierte der Rekordmeister. Auch ermöglicht von einer früh kapitulierenden Konkurrenz, die meist schon auf der Anfahrt zum Duell mit den Bayern die Hosen voll hatte. Eines war klar: Nur wenn die Bayern schwächeln, haben andere, formstarke Teams eine Chance.
In der aktuellen Phase menschelt die Kovac-Elf und durchschreitet ein Tal, wie es jedem "normalen" Bundesligisten einmal pro Spielzeit ergeht. Und prompt verleihen furios stürmende Dortmunder, effiziente Gladbacher und taktisch mutige Berliner dem Titelkampf ungewohnte und wohltuende Spannung. Die Bayern haben einen personellen Umbruch versäumt, Pech mit Verletzungen, sind taktisch zu wenig innovativ und ob der Negativserie mental verunsichert.
Für einen Abgesang auf die Münchener oder Gedanken an eine Wachablösung ist es aber noch zu früh. Zum selben Zeitpunkt der vergangenen Saison lag der BVB fünf Punkte vor den Bayern (aktuell sind es vier) - das Ende ist bekannt. Kovac, Salihamidzic, Hoeneß und Rummenigge müssen ihren Kurs korrigieren und sie werden reagieren. Nur sind die Bosse anders gefordert als vor zwölf Monaten: Damals genügte ein Anruf in Schwalmtal bei Mönchengladbach im Hause Heynckes. So leicht ist es diesmal nicht.













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