30.06.2020 - 17:51 Uhr
GebenbachSport

DJK Gebenbach nach Corona-Pause: Training ganz ohne Zweikämpfe

Nach dreieinhalb fußballlosen Monaten startet der Bayernligist mit seiner Vorbereitung auf den für September geplanten Wiederbeginn der Bayernliga-Saison. Mit Einschränkungen – und einem Neuen im Trainerteam.

So nah wie beim Training der DJK Gebenbach nach der Winterpause im Februar (Bild) dürfen sich die Spieler zum Start der Vorbereitung nach der Corona-Pause nicht kommen. Trainer Faruk Maloku (links) muss darauf achten, dass die vorgeschriebenen Abstände eingehalten werden.
von Autor MIRProfil

Über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den bayerischen Amateurfußball wurde viel diskutiert. Nach aktuellem Stand könnte es im Spätsommer aber wieder um Punkte gehen. Inzwischen darf wieder trainiert werden - und diese Möglichkeit nutzt ab 2. Juli auch die DJK Gebenbach.

Zunächst ist nur Training ohne Körperkontakt erlaubt - in vielen Sportarten ist das natürlich so eine Sache. Doch auch mit diesem reduzierten Umfang kann DJK-Trainer Faruk Maloku gut leben: "Es war jetzt eine sehr lange Zeit ohne Fußball, deshalb freuen wir uns, dass überhaupt etwas klappt und wir wieder auf dem Platz zusammenkommen können." Bis "Kontakttraining" wieder erlaubt ist, könnte es noch bis Mitte Juli dauern. Entsprechend stehen Pass- und Laufwege im Fokus, "mehr ist aktuell auch nicht machbar", so der Trainer des Tabellenelften der Bayernliga.

Abstand halten

Es ist schon eine komische Konstellation: Da stehen wieder Fußballer auf dem Feld, die sich normalerweise in Zweikämpfe werfen, aber plötzlich Abstand halten müssen. Gerade in der Anfangsphase dieser Restart-Vorbereitung könnte es da sicher beim ein oder anderen leichte Barrieren geben. "Das ist mental eine ganz neue Situation, auf die sich alle Fußballer einstellen müssen. Kontaktsport erzwingt oft Situationen, in denen weniger der Kopf mitdenkt als vielmehr Automatismen greifen. Schon darum werden wir es auch langsam angehen", so Maloku. "Da müssen wir wieder lernen, dass sich das auf dem Platz wieder normal anfühlt."

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Bis es soweit ist, wird es aber noch einige Zeit dauern. Der Vorteil: Das Lazarett hat sich durch die Pause gelichtet, schwerere Verletzungen sind auskuriert. Gerade bei Spielern wie Kai Hempel, Jan Fischer oder Niko Becker, die im Herbst oder auch in der Frühjahrsvorbereitung noch Blessuren hatten, kann man davon ausgehen, dass diese nun erledigt sind. Doch nicht nur die Langzeitverletzten und -angeschlagenen sollten wieder regelmäßig auf dem Trainingsplatz zu sehen sein, auch im Trainerstab gibt es Bewegung. Ab Juli verstärkt Jürgen Pankow-Sosnowski die DJK als Torwarttrainer. Seit 2012 war er in dieser Position bei der SpVgg SV Weiden, wo er im Jugendbereich weiter tätig sein wird.

Neuer Reizpunkt in Gebenbach

Sein Fokus liegt aber jetzt auch bei der DJK: "Für mich ist es ein neuer Reizpunkt, ich wollte auch den Kick Bayernliga noch einmal", so der 47-Jährige, der ein klares Bild im Kopf hat, wenn es um gute Keeper geht: "Ein Torwart muss selbstbewusst sein, Präsenz zeigen und natürlich auch Fußball spielen können. Und vor allem muss er unter Druck da sein, mentale Stärke ist da ganz wichtig."

"Fachlich sehr kompetent"

Maloku freut sich auf jeden Fall auf seinen neuen Torwarttrainer, beschreibt ihn als "fachlich sehr kompetent mit guter Detailarbeit" und einen Typen, "der menschlich einfach passt und positive Energie mitbringt". Energie, die man bei der DJK Gebenbach gerne einbringen will, nicht nur im Training, sondern auch im Wettkampf - wenn es denn wieder erlaubt ist. Vielleicht schon Ende Juli, wenn erste Testspiele ausgetragen werden dürfen.

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