19.09.2021 - 16:26 Uhr
GebenbachSport

DJK Gebenbach fängt sich Slapstick-Gegentor

Trotz einer frühen Führung verliert die DJK Gebenbach ihr Auswärtsspiel in der Fußball-Bayernliga Nord bei der SpVgg Bayern Hof. Auch wegen eines extrem unglücklichen Treffers.

Die Hofer bejubeln den Treffer zum 2:1 durch Matej Kyndl (links) nach einem Missverständnis zwischen dem Gebenbacher Andre Biermeier (Zweiter von rechts) und Torhüter Christoph Lindner (rechts).

Gebenbach. Auch im sechsten Versuch hat es mit dem ersten Auswärtssieg der laufenden Saison in der Fußball-Bayernliga Nord nicht geklappt: Die DJK Gebenbach ging im Spiel bei der SpVgg Bayern Hof zwar früh in Führung, doch ein Doppelschlag nach rund einer halben Stunde drehte die Partie und letztlich verlor die Mannschaft von Trainer Franz Koller mit 1:3.

Nach der ersten vergebenen dicken Chance der Hofer durch Kyndl versetzte Michael Jonczy vier Hofer und scheiterte an dem fortan relativ selten beschäftigten Nico Preißler im Tor. Dieses Warnsignal war offenbar nicht laut genug. Denn nach elf Minuten kam der wendige, bullige und schussstarke Gebenbacher Stürmer aus 18 Meter zu frei zum Abschluss und traf sehenswert ins rechte untere Eck (11.) zum 0:1.

„Danach haben wir das Spiel vorübergehend in den Griff bekommen“, stellte der häufig lautstark an der Linie dirigierende Gästetrainer Franz Koller fest. Dass diese Phase nur von kurzer Dauer war, lag an drei Faktoren: Die Vorstöße der DJK Gebenbach waren nicht zwingend genug. Schlussmann Christoph Lindner zeigte sich hochgradig nervös. Und das nutzten die erfahrenen Angreifer der Hofer aus.

Beim Ausgleichstreffer von Knoll (33.) nach schöner Vorarbeit von Kyndl war Lindner zwar machtlos. Doch beim zweiten Gegentreffer von Knydl (36.) sah Koller eine „Slapstick-Nummer“. Die Absprache mit Innenverteidiger Andre Biermeier missriet. Lindner stürmte dem Tschechen entgegen – zog den Kürzeren, prallte mit dem Hofer zusammen, und der Ball

Mit der knappen Führung im Rücken zogen sich der Gastgeber nach der Pause einige Meter zurück. „Wir hatten mehr Ballbesitz, haben uns aber keine ,Bretter‘ erspielt“, kommentierte der Gästecoach. In der Tat musste Bayern-Torhüter Preißler nur zweimal sein Können zeigen, als Gorgiev alleine vor ihm auftauchte. Auf der Gegenseite erarbeiteten sich die Hofer einige aussichtsreiche Szenen. Kurios war der dritte Hofer Treffer: „Das war eine schöne Flanke“, bescheinigte Roman Pribyl seinem Stürmer Andreas Knoll. Doch die Flanke wurde zu einem Heber und senkte sich unhaltbar über den in dieser Szene chancenlosen Lindner 13 Minuten vor Schluss ins Netz.

„Das hätte nicht sein müssen“, bedauerte DJK-Trainer Koller, um im nächsten Atemzug sofort festzustellen, dass der Hofer Sieg verdient gewesen sei. Was angesichts seiner personellen Not allerdings eine gewisse Begründung hat. Einziger Einwechselspieler der Gäste war Stürmer Cengiz Izmire aus der zweiten Mannschaft: „Wir haben acht oder neun Verletzte“.

Bayern Hof – DJK Gebenbach 3:1 (2:1)

SpVgg Bayern Hof: Preißler – Ismail, Schmidt, Seifert, Bifano, Krantz, Knoll (88. Kasper), Schraps (83. Drewanz), Frey, Feulner, Kyndl (87. Durkan)

DJK Gebenbach: Lindner – Kammerl (73. Izmire), Biermeier, Hofmann, Becker, Haller, Kohler, Scherm, Becker, Jonczy, Gorgiev

Tore: 0:1 (11.) Michael Jonczy, 1:1 (33.) Andreas Knoll, 2:1 (36.) Matej Kyndl, 3:1 (77.) Andreas Knoll – SR: Andreas Dinger (Bayreuth) – Zuschauer: 360

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