03.10.2021 - 14:35 Uhr
GebenbachSport

DJK Gebenbach: Kantersieg nach "Tacheles"-Ansprache

Der Fußball-Bayernligist gewinnt beim TSV Großbardorf mit 5:0 – vorangegangen war eine klare Ansprache von Trainer Franz Koller nach der Pleite gegen Seligenporten.

Michael Jonczy schnürte einen Dreierpack beim 5:0-Sieg der DJK Gebenbach.
von Autor MIRProfil

Die DJK Gebenbach hat nach der enttäuschenden Heimniederlage gegen den Tabellenletzten Seligenporten am vergangenen Wochenende die von Trainer Franz Koller geforderte Trotzreaktion gezeigt – und wie! Leidtragender war dabei der TSV Großbardorf, der vor heimischer Kulisse gegen die DJK mit 0:5 (0:3) unter die Räder kam. Entschieden wurde die Partie dabei innerhalb von drei Minuten, in denen Gebenbach von der 20. bis zur 22. Minute drei Mal traf. „Das hätte auch höher ausgehen können heute. Das war definitiv die Reaktion, die wir wollten mit einer anderen Körpersprache und einem anderen Auftreten. Da kann ich meiner Mannschaft heute nur gratulieren“, so ein glücklicher Franz Koller nach der Partie.

Schon vor dem Dreifachschlag in der 20., 21. und 22. Minute hatten die Gebenbacher gute Möglichkeiten, ließen die aber noch liegen. Dann rappelte es dreimal in drei Minuten: erst durch Michael Jonczy, dann durch Timo Kohler und dann nochmal durch Michael Jonczy: „Da war Großbardorf nach dem ersten Tor von der Rolle und wir haben das perfekt ausnutzen können“, erklärt Koller. Bis zur 35. Minute habe sein Team „ein riesen Spiel gemacht und die Partie vollkommen dominiert“, so Koller, der mit den zehn Minuten vor der Pause aber nicht ganz zufrieden war. Dass es ohne Gegentor in die Pause ging, lag auch an Christoph Lindner im DJK-Tor, der in dieser Phase einmal überragend im 1-gegen-1 reagierte.

Im zweiten Abschnitt stand defensive Kompaktheit und Umschaltspiel im Mittelpunkt – und auch das klappte ganz gut. Bis Michael Jonczy in der 75. Minute bei einem Konter den Deckel endgültig draufmachen konnte, ließ die DJK etliche Hochkaräter liegen. Das 0:5 in der 85. Minute durch Bastian Freisinger war dann noch das Sahnehäubchen obendrauf in einer Partie, in die Franz Koller mit viel Risiko ging, weil einige Spieler angeschlagen oder ohne wirkliche Vorbereitung in der Startelf standen, zum Beispiel Julian Ceesay, Patrick Hofmann oder auch Torhüter Christoph Lindner. Besonders gefreut dürfte man sich in Gebenbach auch über das Comeback von Kai Hempel haben, der nach gefühlter jahrelanger Verletzungspause wieder für einige Minuten auf dem Platz stand.

Dass die DJK am Samstag beseelt den Rückweg von Großbardorf antreten konnte, mag auch an einer intensiven Aufarbeitung der letzten Partie gegen Seligenporten gelegen haben, in der laut Koller „viel Tacheles geredet wurde“.

Vielleicht helfen diese Gespräche ja auch, dass man aus der bisherigen Wellenbewegung herauskommt und mal ein paar gute Spiele in Folge hinlegen kann – zum Beispiel schon am kommenden Woche gegen den TSV Abtswind.

TSV Großbardorf – DJK Gebenbach 0:5 (0:3)

TSV Großbardorf: Reichert, Mangold, Kaufmann, Illig, Landeck, Strohmenger, Müller, Reitstetter (46. Schories), Sener (63. Rützel), Stecklein (61. Schmid), Schwab (46. Peci)

DJK Gebenbach: Lindner – Hofmann (85. Biermeier), Kammerl, Ceesay, Graml – Becker, Gorgiev, Freisinger, Kohler (81. Amaizo) – Haller (85. Hempel), Jonczy (87. Isci)

Tore: 0:1 (20.) Michael Jonczy, 0:2 (21.) Timo Kohler, 0:3/0:4 (22./75.) Michael Jonczy, 0:5 (85.) Bastian Freisinger – SR: Quirin Demlehner – Zuschauer: 300

Bittere Niederlage gegen das Schlusslicht

Gebenbach

"Das hätte auch höher ausgehen können heute. Das war definitiv die Reaktion, die wir wollten mit einer anderen Körpersprache und einem anderen Auftreten."

Franz Koller, Trainer der DJK Gebenbach

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