29.08.2021 - 11:51 Uhr
GebenbachSport

Gebenbacher Kampfkraft bleibt unbelohnt

Die DJK Gebenbach ackert und rackert, aber am Ende setzt sich die spielerische Qualität des Gegners durch. Der FCE Bamberg siegt knapp durch ein Tor kurz vor Schluss.

Michael Jonczy (Mitte) von der DJK Gebenbach muss sich hier gegen die Bamberger Felix Popp (links) und Lukas Schmittschmitt (rechts) behaupten. Bilder: Hubert Ziegler
von Autor MREProfil

Die DJK Gebenbach musste in dieser Saison schon einige Niederlagen einstecken – so bitter wie das 1:2 (0:1) gegen Eintracht Bamberg fühlte sich in dieser Saison bisher aber noch keine an. „Der Sieg von Bamberg geht in Ordnung, weil sie viele Chancen liegen gelassen haben. Aber allein für das Engagement und den Biss, den wir heute gezeigte haben, hätten wir uns einen Punkt verdient“, so Gebenbachs Trainer Franz Koller.

Seine Elf kämpfte sich gegen den Favoriten nach einem 0:1-Rückstand wieder zurück, warf in der zweiten Halbzeit alles rein und wurde durch den Ausgleichstreffer von Bastian Freisinger in der 82. Minute belohnt. Doch die Bamberger konnten erneut auf ihren Torjäger Jakob Tranziska setzen, der in der 88. Minute goldrichtig stand und die DJK Gebenbach so um einen – nicht aus spielerischer, sondern aus kämpferischer Hinsicht – verdienten Punkt brachte.

Die erste Chance der Partie war eine dreifache, und die hatten die Gastgeber: Aber erst scheiterten Nico Becker und Michael Jonczy an Bambergs Keeper Jan Griebel und dann setzte Jonczy den Ball ans Außennetz (2.). Nach einer Viertelstunde übernahmen dann die Oberfranken das Zepter und belohnten sich durch Tranzsika, der sich nach einem flachen Zuspiel über außen in der Mitte davon stahl und nur noch den Fuß hinhalten musste (17.). Bamberg blieb dominant, kam aber nicht zu großen Möglichkeiten – bis kurz vor und nach der Halbzeit. Denn da scheiterte erneut Tranziska zwei Mal am überragenden Christoph Lindner (43./48.) und auch die vierte Runde in diesem „Eins-gegen-Eins-Privatduell“ holte sich Lindner (57.).

Nach einer guten Stunde legte die DJK Gebenbach einen Gang drauf und war mehr als ebenbürtig, holte sich viele Zweikämpfe, blieb bissig und aggressiv – was sich nicht unbedingt auf die spielerische Qualität niederschlug, denn die Partie wurde sehr hektisch. Und in der Schlussphase wurde es dann richtig turbulent: erst konnte Marco Seifert eine Flanke von Timo Kohler nicht verwerten (80.), aber dann jubelten die Gastgeber endlich – und das nicht unverdient: Patrick Hofmann brachte den Ball in den Strafraum, die Situation schien schon fast geklärt, aber am langen Pfosten stand Bastian Freisinger genau richtig und drückte aus spitzem Winkel zum 1:1-Ausgleich ein (82.).

Als Marco Seifert dann drei Minuten später einen Kopfball knapp vorbei setzte, schien die DJK sogar noch näher an einer Überraschung dran zu sein. Bis eben zur 88. Minute, als Jakob Tranziska mit seinem 12. Saisontor alle Gebenbacher Hoffnungen jäh beendete. Dieser Bamberger Sieg mag verdient gewesen sein, schon allein ob der etlichen Chancen – bitter bleibt er trotzdem. Aber wenn man ansieht, zu was die DJK Gebenbach, auch gegen starke Mannschaften, ja in der Lage ist, dann muss auch diese Niederlage Mut machen – gerade wenn man die angespannte Personallage der DJK berücksichtigt.

DJK Gebenbach: Lindner – Hofmann, Biermeier, Böhm, Scherm – Becker, Freisinger, Gorgiev, Kohler – Haller (71. Seifert), Jonczy (85. Izmire)

FC Eintracht Bamberg: Griebel – Ljevsic (62. Strohmer), Kettler, Popp, Linz – Helmer (83. Kollmer), Kaube, Schmittschmitt (77. Schmitt), Elshani (58. Hack), Reischmann – Tranziska

Tore: 0:1 / 1:2 (17. /88.) Jakob Tranziska, 1:1 (82.) Bastian Freisinger – SR: Maximilian Ziegler – Zuschauer: 290

DJK Gebenbach wieder in der Tiefphase

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