Gipfeltreffen versinkt im Nebel: Ärger nach Spielabbruch in Gebenbach

Gebenbach
13.11.2022 - 13:31 Uhr

Nach 73 Minuten bricht der Schiedsrichter das Top-Spiel der Fußball-Bayernliga Nord zwischen der DJK Gebenbach und Eintracht Bamberg wegen der schlechten Sichtverhältnisse ab. Die Entscheidung sorgt vor allem bei den Gästen für Unmut.

Die Erwartungen an das Top-Spiel der Fußball-Bayernliga Nord zwischen der DJK Gebenbach und dem FC Eintracht Bamberg am Samstag waren riesig - dass es so enden würde, war nicht abzusehen. Sehen ist in diesem Fall auch ein gutes Stichwort, denn Schiedsrichter Jürgen Steckermeier brach die Partie in der 73. Minute wegen Nebels ab. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste mit 1:0, und Gebenbach war nach einem Platzverweis gegen Jonas Lindner nur noch zu zehnt. Entsprechend gefrustet und stocksauer waren die Bamberger über den Spielabbruch.

Das Schiedsrichtergespann hatte in der 73. Minute erst einmal für 30 Minuten unterbrochen und die Partie danach endgültig abgebrochen - danach mussten die Unparteiischen einige wütende Beschimpfungen der Gäste über sich ergehen lassen. Und auch deren Trainer Jan Gernlein war ziemlich angefressen: "Ich finde, dass es nicht schlechter ist als in der ersten Halbzeit. Da hab ich nicht so viel gesehen wie jetzt."

"Wir wären genauso enttäuscht"

Wirklich gute Sicht gab es zu keinem Zeitpunkt der Partie, die erst um 16 Uhr startete. Es wurde dann immer mal besser, dann wieder schlechter, teilweise in kurzen Abständen. Und so war die Entscheidung zum Abbruch objektiv gesehen auch nachvollziehbar. Probleme mit diesem wenig ruhmreichen Ende des Spitzenspiels, das bis dahin - hätte man mehr gesehen - recht unterhaltsam war, hatte auch DJK-Trainer Kai Hempel: "Ich will nicht, dass irgendwer das Gefühl bekommt, wir werden auf irgendeine Art und Weise bevorteilt oder bekommen was geschenkt. Aber lass mal eine knifflige Situation entstehen, die dann nicht richtig gesehen wird. Wir wären genauso enttäuscht wie die Bamberger jetzt und ich kann das auch gut nachvollziehen. Aber ich bin nicht zum Schiri hin, ich wollte mit dieser Entscheidung nichts zu tun haben."

Was das Spielerische betrifft, so war Hempel weitestgehend zufrieden bis zu diesem Zeitpunkt. In einer ausgeglichenen Partie hatten beide Teams Chancen und die DJK auch leichte Feldvorteile bis zum Gästetor durch Moritz Kaube (30.), der etwas aus dem Nichts kam. Da wurde der Nebel dann schon immer stärker, auch die zwischenzeitliche Nutzung eines orangefarbenen Balls machte es nicht einfacher – für Spieler und Zuschauer.

Sportgericht entscheidet

Nach dem Platzverweis für Jonas Lindner wurde dann noch ein paar Minuten gespielt, bis das Schiedsrichtergespann die Kapitäne in der 73. Minute im Mittelkreis zusammenholte - und sich den Zorn der Gäste aus Bamberg zuzog. Jetzt wird das Sportgericht entscheiden müssen, ob, wie und wann es weitergeht. Sehr wahrscheinlich ist eine Neuansetzung des Spiels.

DJK Gebenbach – Eintracht Bamberg abgebrochen

DJK Gebenbach: C. Lindner – Hofmann, Ceesay, Fischer, Scherm – Becker, Haller, Freisinger (68. Vogl), J. Lindner, Kohler (66. Seifert) – El Berd

FC Eintracht Bamberg: Dellermann – Popp, Kettler, Schmitt – Ljevsic, Reck (46. Kollmer), Kaube, Reischmann, Linz – Hack, Lang (72. Strasser)

Tor: 0:1 (30.) Moritz Kaub – SR: Jürgen Steckermeier – Zuschauer: 1015 – Gelb-Rot: Jonas Lindner (DJK, 60., wiederholtes Foulspiel) – Besonderes Vorkommnis: Spielabbruch in der 73. Minute wegen Nebels

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