24.08.2018 - 22:49 Uhr
Sport

Glücklicher Auftaktsieg des Meisters

Mutige Hoffenheimer träumen von einem Punkt in München. Doch ein umstrittener Strafstoß rettet den Bayern den Auftaktsieg. Die Münchener beklagen derweil einen verletzungsbedingten Ausfall.

Nicht schon wieder: Kingsley Coman von München liegt verletzt am Boden. Der Hoffenheimer Nico Schulz hatte ihn hart gefoult. Schon in der vergangenen Saison war der Bayern-Außenstürmer lange verletzt.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

(fle) Das war ein temperamentvoller Auftakt in die Bundesliga-Spielzeit 2018/19. In einer keineswegs überragenden aber unterhaltsamen Partie, die mitunter hitzige Züge annahm, feierte der FC Bayern München einen 3:1 (1:0)-Auftaktsieg gegen die TSG Hoffenheim. Thomas Müller (23.), Robert Lewandowski per Strafstoß (83.) und Arjen Robben (90.+1) trafen für die Münchener, Adam Szalai (57.) hatte den zwischenzeitlichen Ausgleich besorgt.

„Für mich ist das kein Elfmeter, er springt halt eine halbe Stunde vorher“, sagte 1899-Trainer Julian Nagelsmann zur umstrittenen Szene kurz vor Schluss mir Franck Ribéry. „Ich hätte ihn nicht gegeben“, gab auch Bayern-Coach Niko Kovac zu. Für Robben war das Ganze ein hartes Stück Arbeit: „Einfach war es nicht, Hoffenheim ist eine richtig gute Mannschaft.“

Bayerns Neu-Trainer Niko Kovac zeigte gleich bei seinem Bundesliga-Debüt, dass er sich nicht davor scheut, prominente Namen auf die Ersatzbank zu setzen. Gegen Hoffenheim waren Arjen Robben (für ihn wirbelte der Franzose Kingsley Coman) und Mats Hummels (Jérôme Boateng verteidigte neben Niklas Süle) die prominentesten Opfer. Dagegen war David Alaba wieder einsatzbereit.

Die Partie gönnte sich eine 15-minütige Abtastphase, ehe sie von Minute zu Minute mehr Temperament gewann. Dies lag auch daran, dass die TSG aggressiv nach vorne verteidigte und den ballführenden Münchener konsequent anlief. Fünf Gelbe Karten (4:1 für Hoffenheim) zückte Referee Bastian Dankert allein in den ersten 45 Minuten. Thomas Müller, der auf dem Weg zu altbekannter Klasse zu sein scheint, war es vorbehalten, den Premieren-Treffer der neuen Spielzeit zu erzielen. Nach einer Kimmich-Ecke nickte das Bayern-Urgestein freistehend aus kurzer Distanz ein (23.). Die Hoffenheimer Kevin Vogt und Adam Szalai gaben hierbei nicht die glücklichste Figur ab. Die Bayern waren weiterhin überlegen, hätten sich über den Ausgleichstreffer durch Joelinton (34.) aber nicht beklagen dürfen. Der neue Kraichgau-Brasilianer traf nach einem Konter aus acht Metern das leere Gehäuse nicht. Auf der anderen Seite parierte TSG-Keeper Oliver Baumann glänzend gegen Coman (37.), der zuvor brillant den TSG-Kapitän Vogt per Tunnel hatte aussteigen lassen. Kurz vor dem Pausenpfiff kochten die Emotionen noch einmal hoch, als Nico Schulz den kaum zu bremsenden Coman an der Eckfahne umsenste (44.). Der Franzose, der wegen einer Sprunggelenksverletzung schon die WM verpasst hatte, musste daraufhin verletzt von Feld geführt werden.

Der Pausentee kühlte die Gemüter der 22 Akteure nur unwesentlich ab. Viele nicklige Zweikämpfe im Mittelfeld ließen kaum Spielfluss zustande kommen. Die "Nagelsmänner" trauten sich offensiv aber immer mehr zu. Nach 57 Minuten folgte der Lohn: Adam Szalai wackelte einen etwas hüftsteif wirkenden Boateng aus und traf trocken ins lange Eck. Dieser Gegentreffer verfehlte seine Wirkung bei den Bayern nicht. Nach vorne gelang nicht mehr viel und die Defensive wirkte keineswegs sattelfest. Erst in einer turbulenten Schlussphase kamen die Hausherren doch noch zum Sieg. Robert Lewandowski per Strafstoß im zweiten Versuch (83.) und Arjen Robben (90.+1) stellten den Endstand her. Der doppelte Einsatz des Videobeweises und eine sechsminütige Nachspielzeit rundeten eine launige Saisoneröffnung ab.

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