02.11.2020 - 11:40 Uhr
GrafenwöhrSport

Kein Wort zum Sport: Markus Kraus

In unserer wöchentlichen Rubrik verrät Fußballer Markus Kraus seine Vorliebe für die Welt der Berge, was es mit dem Magischen Dreieck auf sich hat und wieso er sich gerne mit Elon Musk treffen würde..

SV Grafenwöhr
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Es gibt sie noch, jene Fußballer, die in Treue fest in ihrem Heimatverein verwurzelt sind. Markus Kraus ist einer aus jenem immer kleiner werden Kreis. Der 32-Jährige spielt seit seiner Kindheit in Grafenwöhr Fußball, zunächst beim TuS und jetzt beim Fusionsverein SV TuS/DJK. Früher eher im Offensivbereich unterwegs hat der Mittelfeldspieler nun etwas defensivere Aufgaben zu erfüllen. "Man wird älter, und damit auch langsamer", lautet seine (scherzhafte) Begründung. Einmal stand Kraus über 90 Minuten in einem Bezirksligaspiel auch im Tor, weil alle Keeper verletzt ausfielen. Dass die Partie mit 0:2 verloren ging, lässt er sich nicht ankreiden: "Ich habe mein Bestes gegeben." Als größte Erfolge bezeichnet der in Grafenwöhr lebende Fußballer zwei Aufstiege: Mit den B-Junioren des TuS Grafenwöhr gelang ihm 2005 der Sprung in die Bayernliga, im vergangenen Jahr freute er sich über die Bezirksliga-Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga Mitte mit der SV Grafenwöhr. Kraus hat Sportökonomie studiert und arbeitet als Marketing-Manager.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Markus Kraus: In Grafenwöhr, das besagt ja schon meine Vita. Ich bin hier geboren und aufgewachsen, zudem leben meine Familie und Freunde hier. Wenn ich eine Alternative suchen müsste, dann wären es die Berge, die Alpen und ganz speziell das Zillertal. Da bin ich oft im Winter wie im Sommer.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Markus Kraus: Das sollten eigentlich andere beurteilen. Ich höre öfters, dass ich ein guter Teamplayer bin, was ja im Fußball nicht die schlechteste Eigenschaft ist. Ich kann zudem jeder heiklen Situation auch Positives abgewinnen und bin ein Mensch, der eigentlich nie aufgibt.

ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Markus Kraus: Da fällt mir spontan nichts ein. Wichtig ist, aus Fehlern und schlechten Entscheidungen die richtigen Lehren zu ziehen.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Markus Kraus: In meiner Kindheit gab es beim VfB Stuttgart das Magische Dreieck, das aus Krassimir Balakov, Giovane Elber und Fredi Bobic bestand. Auf dem Bolzplatz nahe meinem Elternhaus habe ich dem Trio nachgeeifert und dabei auch lautstark die Spielzüge kommentiert. Damals wurde ich zum Fan des VfB Stuttgart, der ich auch heute noch bin.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Markus Kraus: Streiche waren nicht so meine Sache, um Verweise bin ich deshalb rumgekommen. In den Zeugnissen stand aber regelmäßig der Zusatz, dass ich ein sehr lebhafter Schüler war, sofern ich überhaupt im Unterricht zugegen war. Als älterer Schüler hatte ich nämlich eine Phase, in der ich ganz gerne die Schule geschwänzt habe.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Markus Kraus: Mit Elon Musk, dem Mitbegründer des Elektroautoherstellers Tesla. Der Mann hat ein unfassbar futuristisch, freies Denken, was ihn so erfolgreich macht. Ich denke, ich könnte einiges von ihm lernen.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Markus Kraus: Solche Killerphrasen wie "Das geht nicht" oder "Das haben wir schon immer so gemacht". Damit kann ich extrem wenig anfangen. Statt etwas kategorisch auszuschließen, sollte man offen für neue Verhaltensweisen und Diskussionen sein.

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Markus Kraus: Auf jeden Fall nichts Besonderes. Wahrscheinlich habe ich mir mit einigen Kumpeln ein Bier gegönnt.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Markus Kraus: Eigentlich bin ich nicht der Nachspeisetyp. Aber bei Eis und Tiramisu wird's schwer zu widerstehen. Das trifft auch auf Besuche bei der Mutter meiner Freundin zu, die ganz vorzügliche Nachspeisen zubereiten kann.

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Markus Kraus: Sämtliche Trash-Sendungen auf RTL oder RTL 2 interessieren mich wenig. Bevorzugt schalte ich Sportübertragungen ein. Da ist es fast schon egal, was läuft. Mich interessieren viele Sportarten. Seit kurzem habe ich die Sendereihe "Bergwelten" für mich entdeckt. Irgendwie Pflicht ist auch die "heute-show".

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Sport in allen Facetten: Fußball, Tennis, Golf, Radfahren. Sich sportlich zu bewegen, nimmt einen großen Teil meiner Freizeit ein. Und ich bin auch gerne mit Freunden unterwegs.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

Markus Kraus: ... bis auf ein paar Kleinigkeiten alles so machen wie bisher.

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