15.02.2021 - 17:40 Uhr
HirschauSport

Kein verlorener Winter für den Oberpfälzer Skinachwuchs

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Ob Rotbühl, Silberhütte oder Schönsee: Dieser Winter ist ein Traum. Für Wettkampftypen im Langlauf allerdings weniger. Doch die suchen sich auch eigene Wege, um sich zu messen, wie Johannes Pfab vom SC Monte verrät.

Der Rotbühlsender in Hirschau ist auch immer wieder Austragungsort überregionaler Titelkämpfe. In diesem Winter natürlich nicht.
von Josef Maier Kontakt Profil

Der Lockdown überdauert den Winter, da sind sich viele sicher. Bis zum 7. März gelten die Kontaktbeschränkungen und restriktiven Bedingungen (vorerst), das trifft auch das sportliche Geschehen im Amateurbereich. "In diesem Winter wird es bei uns keine normalen Wettkämpfe mehr geben", ist sich Langlauftrainer Johannes Pfab sicher. Der 30-Jährige aus Hirschau ist hauptamtlicher Coach beim SC Monte Kaolino Hirschau und auch zuständig für die Kader-Athleten des Skigaus Oberpfalz. Überregionale Meisterschaften wurden ohnehin gleich abgesagt. "Dennoch", so sagt er, "ist es kein verlorener Winter für uns".

Die Rennen des Meister-Nordic-Cups oder des Nordbayern-Cups sind eigentlich Klassiker im Langlaufjahr. Nach dem harten Lockdown ab Mitte Dezember gab es keine Chance sie analog durchzuführen. Aber es ging virtuell. "Wir haben dafür Challenges gemacht." Die Athleten laufen bestimmte Strecken allein, ausgestattet mit Uhr oder GPS-System, sie laden ihre Zeiten und Streckenprofile auf eine Seite des Bayerischen Skiverbandes hoch, wo die Daten verglichen werden. Pfabs Athleten sind meistens auf der Hausstrecke am Rotbühlsender unterwegs, aber auch in Schönsee, auf der Silberhütte, in Gefrees, Neubau oder Weißenstadt. Dann werden die Zeiten im Internet verglichen. "Ein direkter Ersatz für den Wettkampf ist das nicht", sagt Pfab. "Es fehlt natürlich das Wettkampffeeling mit Startnummern und fixen Startzeiten." Aber es sei ein guter Ersatz, um wenigstens etwas Wettkampf zu simulieren.

Skilanglaufen am Sender

Freudenberg

Wenn Corona nicht wäre, wäre es ein Traumwinter. "Solche Bedingungen hatten wir selten", sagt der Hirschauer Pfab, "und so viel auf Skiern waren wir auch lange nicht mehr." Oben am Rotbühlsender wuselt es ohne Ende, zuletzt in den knackig kalten Nächsten wurde noch mal ordentlich Schnee gemacht. Ab und an kommen auch Athleten aus Furth oder Großberg zum Training, dann hat Pfab noch seine eigenen ambitionierten Leute vom SC Monte. "So um die 20,25 Kinder sind das", erklärt der ambitionierte Trainer. Hinzu kämen noch die vielen Kleinen, die sich einfach bewegen wollen. Während andere Sportarten wegen Corona weniger Interesse für ihren Sport befürchten, kennt der nordische Sport diese Sorgen nicht. Pfab: "Für die Schnuppertrainings haben wir Anfragen ohne Ende." Allerdings sei es schade, merkte er noch an, dass die Schülergruppen während der Woche im Skizentrum fehlen würden.

Das gilt auch für die Silberhütte. Im dortigen Langlaufzentrum ist in Nicht-Corona-Wintern während der Woche die Hölle los. Schulbus um Schulbus kommt am Entenbühl an. Heuer ist's still. "Wir haben auch einige Wettkämpfe geplant", sagt Frank Kiener, der Vorsitzende des Fördervereins. Normalerweise ist die Silberhütte immer dick im Terminkalender angestrichen. Es sei zu Beginn des Winter schnell klar gewesen, dass man nicht öffnen werde, sagt der Zahnarzt aus Schönkirch. "Präpariert haben wir nur für die Kombinierer Eric Frenzel und Terence Weber, damit die hier trainieren können." Ansonsten blieb es ruhig am Langlaufzentrum. Im Herbst war geplant worden, das Finale des Meister-Nordic-Cups am Grenzkamm auszutragen. Es wäre auch ein bisschen Ersatz für das im vergangenen März schon abgesagte Finale gewesen. Nächstes Jahr soll es ganz sicher etwas werden.

So viel auf Skiern waren wir auch lange nicht mehr.

Johannes Pfab, hauptamtlicher Trainer des SC Monte Kaolino Hirschau

Johannes Pfab, hauptamtlicher Trainer des SC Monte Kaolino Hirschau

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