31.08.2018 - 21:22 Uhr
IllschwangSport

Eine Fusion auch ohne den FC Birgland

Sie waren die Ersten der Region, die die Zeichen der Zeit erkannten, als der große Fußballboom vorbei war. Der SV Illschwang und der ASV Schwend ermöglichten eine Fusion im Fußball, die die Eigenständigkeit der Clubs dennoch förderte.

Bis in den Juniorenbereich funktioniert die Zusammenarbeit zwischen dem SV Illschwang und dem ASV Schwend (rote Trikots).
von Autor WFOProfil

Bereits in den 90er Jahren war den Verantwortlichen des SV Illschwang und des ASV Schwend klar, so erinnert sich Norbert Weis, langjähriger Vorstand des SV Illschwang, dass man auf längere Sicht nur durch einen sinnvollen Zusammenschluss eine gute Chance haben würde, um sportlich zu überleben.

Dieser Schritt gelang, wenn auch nicht gleich. Aber dann umso erfolgreicher, denn neben den Herrenmannschaften können der SV Illschwang/ASV Schwend jedes Juniorenalter von den A- bis zu den F- Junioren mit einer eigenen Mannschaft besetzen, im jüngeren Bereich sogar mit zwei Teams. Und dazu verfügt jeder der beiden Clubs auch noch über ein schmuckes Sportgelände.

Die ersten Schritte zu einer Zusammenführung wurden vor etwa einem Vierteljahrhundert gesetzt. Damals scheiterte dieses Vorhaben aber am Fußballverband, der wollte, dass Vereine, die zusammengehen, auch einen neuen Namen requirieren wie - so ein Vorschlag - den FC Birgland. Das wollte man beim SV Illschwang so nicht in die Wege leiten, denn das Birgland (mit Schwend, Fürnried oder Leinhof) ist ebenso eine eigenständige politische Gemeinde wie Illschwang.

Nach einer kurzen Denkpause einigten sich die beiden Vereine auf einem Namen, in dem beide Vereine vorkommen: Der SV Illschwang/ASV Schwend mit zwei eigenverantwortlichen Vereinen. Dieser Kompromiss wurde dann damals auch vom Fußballverband abgesegnet und hat sich als eine perfekte und zukunftsträchtige Lösung herauskristallisiert.

Zwar ist man beim ASV Schwend doch ein bisschen unglücklich, wenn in den Medien mitunter der Zusatz "Schwend" verschwindet, denn so war das eigentlich nicht gedacht. Zwar ist das Verhältnis an Spielern im Juniorenbereich ausgewogen, im Herrenbereich derzeit etwas "Illschwang-lastig". Aber mit diesen kleinen Hürden komme man gut zu recht, die Basis stimmt und der sportliche Erfolg auch im Nachwuchsbereich gibt den Initiatoren auch Jahre später recht: Das war die richtige Entscheidung.

Den Trainer bezahlen beide Vereine zu gleichen Teilen, der Eintritt kommt ebenso in eine gemeinsame Kasse wie die Auslagen beispielsweise für Schiedsrichterspesen. "Wir haben etwas für die Zukunft geschaffen", freut sich Weis, "denn auf Dauer können wir nur zusammen etwas erreichen."

"Bei den Junioren handelt es sich um eine Spielgemeinschaft beider Clubs", erzählt Weis weiter. Es sei aber nicht immer leicht, geeignete Trainer und Betreuer zu finden, die auch gewissen Qualitätsansprüchen unterliegen. "Wir sind froh und dankbar über jeden, der uns unterstützt", denn aus der Hutkrempe lassen sich 20 Trainer oder Betreuer nicht zaubern. "Aber wir sind ganz glücklich, wie es läuft, auch wenn wir uns den einen oder anderen aktiven Spieler in der Juniorenarbeit wünschen würden."

Da auch die zweite Mannschaft durch die Unterstützung der Alten Herren nicht in Gefahr ist und viele Jugendmannschaften auf Punktejagd gehen, brummt es auf den Sportplätzen des SV Illschwang und des ASV Schwend.

Bis in den Juniorenbereich geht die Zusammenarbeit der beiden Vereine SV Illschwang und ASV Schwend. Hier kicken die Jüngsten, die G-Junioren der zwei Clubs (in rot) bei den Hallenmasters.

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