24.10.2021 - 20:56 Uhr
MitterteichSport

Harmloser SV Mitterteich geht schweren Zeiten entgegen

In der Landesliga Nordost zog der SV Mitterteich auf heimischem Gelände gegen den TSV Neudrossenfeld völlig zurecht mit 0:3 den Kürzeren. Nur zwei Mini-Chancen in 90 Minuten sagen alles aus, woran es bei den Stiftländern hapert.

Der SV Mitterteich verlor am Samstag das Heimspiel gegen den TSV Neudrossenfeld mit 0:3. In dieser Szene verhindern Torwart Mert Selvi und Samuel Stauber einen Treffer von Gregor Graf von Westphalen (links).
von Helmut KapplProfil

"So habe ich mir mein Heimdebüt sicher nicht vorgestellt", lautete der erste Kommentar von Frantisek Nedbaly nach der 0:3 (0:2)-Heimpleite gegen den TSV Neudrossenfeld. Und in seiner Bilanz sprach der neue Trainer des SV Mitterteich schonungslos die Schwächen seiner Mannschaft an.

"Das war ein grottenschlechter Auftritt, der Mannschaft fehlt es ganz einfach an Qualität. Den drei Gegentoren gingen eklatante Abwehrfehler voraus. Im Aufbauspiel produzierten meine Spieler ohne Bedrängnis katastrophale Fehlpässe. So hatte es der keineswegs übermächtige Gegner einfach, den verdienten Sieg einzufahren. Auf mich und die total verunsicherte Mannschaft wartet enorm viel Arbeit." Natürlich ist es für den neuen Coach Nedbaly unmöglich, der Truppe binnen zwei Wochen neues Leben einzuhauchen. Kollege Markus Daschner dagegen war sichtlich erleichtert über den für ihn hochverdienten Sieg. "Trotz der zehn Ausfälle zeigte meine Mannschaft eine konzentrierte Leistung. Mit dem Auftritt war ich grundsätzlich einverstanden."

Es war über weite Strecken eine mittelmäßige Landesliga-Begegnung. Eine Viertelstunde tat sich auf beiden Seiten rein gar nichts, wobei die Gäste etwas agiler wirkten. Doch dann vergaben sie binnen drei Minuten zwei richtig gute Möglichkeiten zur Führung. In der 23. Minute war es dann soweit: Ohne gestört zu werden zog Mikel Seiter aus rechter Position ab und sein Flachschuss landete unhaltbar im linken unteren Eck. Beim 0:2 packte SV-Torwart Mert Selvi nicht konsequent genug zu, so dass Gregor Graf von Westphalen keine Mühe hatte, das Leder über die Linie zu bugsieren. Mit diesem Rückstand waren die Stiftländer zur Pause gut bedient. Übrigens: Der SVM erarbeitete sich in den ersten 45 Minuten nicht eine zwingende Möglichkeit.

Nach dem Wechsel änderte sich am Geschehen nicht viel. Anstatt aus dem Mittelfeld mit klugen Pässen vor das gegnerische Tor zu gelangen, versuchten es die Hausherren mit weiten Bällen. Damit hatten die gegnerischen Abwehrspieler keine Probleme. In der 65. Minute fiel dann die Vorentscheidung. Levin Pauli zog ungehindert aus 14 Metern ab und traf zum Endstand. Weiterhin harm- und ideenlos kamen die Gastgeber durch Jonas Federer und Daniel Lauterbach zu zwei Mini-Chancen aus guter Position, beide jagten das Leder aber überhastet über den Querbalken. So plätscherte die Begegnung dem Ende entgegen. Die Gäste verwalteten problemlos den Vorsprung, dem SV Mitterteich fehlten die Mittel, dem Spiel eine Wende zu geben. Nach diesem Auftritt ist allen klar: Die Hausherren gehen schweren Zeiten entgegen. So ist die Liga auf keinen Fall zu halten.

SV Mitterteich: Selvi, Wildenauer, Paulus, Stauber (46. Drechsler), Kahrig, Bilz (70. Laurentin Göhlert), Grünauer, Federer, Lauterbach (70. Simon Bächer), Strehl (61. Siller), Dobras.

TSV Neudrossenfeld: Grüner, Pauli, Hahn, Graf von Westphalen (69. Gaglozoun), Zagel, Hermsdörfer (68. Mayer), Möckel, Seiter, Dengler, Langlois, Böhmer (87. Freund)

Tore: 0:1 (23.) Mikel Seiter, 0:2 (35.) Gregor Graf von Westphalen, 0:3 (66.) Levin Pauli - SR: Marcel Neuse (Nürnberg) - Zuschauer: 110

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Mitterteich

 

 

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