09.12.2020 - 15:51 Uhr
MitterteichSport

Kein Wort zum Sport: Anton Bauernfeind

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In unserer wöchentlichen Rubrik verrät der Mitterteicher Anton Bauernfeind, was er mit seiner ersten Siegprämie von 20 Mark gekauft hat, und warum er als Kind wie sein Vater sein wollte.

Anton Bauernfeind
von Armin Eger Kontakt Profil

Relativ spät hat sich Anton Bauernfeind (Jahrgang 1955) dem Sport verschrieben. Mit 15 Jahren erst kam er zum Skilanglauf, wechselte aber bald zum Orientierungslauf. Als Jugendlicher war er bei der Europameisterschaft in Bulgarien dabei und musste "als blutiger Anfänger Lehrgeld bezahlen", wie er sagt. Es folgten drei Starts bei Weltmeisterschaften mit einem achten Platz als bestem Ergebnis. Drei Mal holte sich der 65-Jährige den deutschen Meistertitel im Orientierungslauf. Bei der Bundeswehr konnte er in der Sportfördergruppe optimal trainieren. Aber mit 21 Jahren war Schluss mit dem aktiven Sport. "Mein Knie war kaputt", blickt Bauernfeind zurück. Mit 23 Jahren begann er, den Nachwuchs als Trainer zu formen. Das Ehrenamt war für den Mitterteicher immer ein großes Thema. Seit 1994 ist er Präsident beim TuS Mitterteich. Zudem übernahm er in der Folge das Amt des Sportwarts für die Skilangläufer in der Oberpfalz. Seit dem Jahr 2000 ist er Langlauf-Seniorensportwart beim Bayerischen Skiverband und seit 2007 Vizepräsident des Oberpfälzer Skiverbands. Trotzdem bleibt noch genügend Zeit, sich in seiner Freizeit sportlich zu betätigen. Seit zwei Jahren ist Anton Bauernfeind in Rente. Er war Leiter Finanzen und Controlling und war deshalb viel geschäftlich auf der ganzen Welt unterwegs.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Anton Bauernfeind: Definitiv in Großbüchlberg (Ortsteil von Mitterteich). Ich bin beruflich viel rumgekommen, wie zum Beispiel in Asien und in Amerika, aber im Norden der Oberpfalz ist es für mich am schönsten. Wenn ich mich für eine andere Region entscheiden müsste, käme nur noch Skandinavien in Frage, weil ich den Winter liebe.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Anton Bauernfeind: Ich bin ziemlich belastbar und nicht aus der Ruhe zu bringen. Ich helfe überall mit und engagiere mich gerne im Ehrenamt.

ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Anton Bauernfeind: Fehler in dem Sinne gibt es nicht wirklich. Vielleicht bin ich zu gutmütig und kann nicht nein sagen. Deshalb habe ich die Posten im Ehrenamt auch schon so lange.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Anton Bauernfeind: Wie mein Vater, der war groß, stark und vielseitig. Er war mir eine große Hilfe, so dass ich früh meine Selbstständigkeit erreicht habe. Allerdings ist er früh gestorben und hat nicht mitbekommen, was aus mir geworden ist.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Anton Bauernfeind: Da kann ich mich an nichts erinnern. Ich war eher zurückhaltend und schüchtern. Wenn wirklich irgendwas angestellt wurde, war ich eher der Mitmacher.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Anton Bauernfeind: Mit Bill Gates und seiner Frau. Die imponieren mir, weil sie so ein so großes soziales Engagement zeigen und zumindest bei uns nicht so in der Öffentlichkeit auftauchen.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Anton Bauernfeind: "Da habe ich keine Zeit dafür." Das kann nicht sein, denn wenn man will, kann man immer helfen.

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Anton Bauernfeind: Ein paar Langlaufski. Der Kreisjugendring hatte einen Skilanglauf organisiert und ich habe mir mit meinem Cousin aus alten Alpinskiern Langlaufski gebastelt. Wir haben einfach die Stahlkanten abgeflext. Mit den Brettern habe ich den Wettkampf, es war zugleich mein erster, gewonnen und dafür 20 Mark bekommen. Wir sind dann zum Sportgeschäft gefahren und ich habe meine ersten richtigen Langlaufski gekauft. Das Geld hat nicht ganz gereicht, wir mussten noch 15 Mark drauflegen.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Anton Bauernfeind: Im Prinzip kann ich bei jeder Nachspeise widerstehen. Was anderes ist es, wenn ich unterwegs bin, dann probiere ich gerne regionale Sachen aus. Gerne erinnere ich mich an die leckere Creme de Papaya in Brasilien.

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Anton Bauernfeind: Ganz klar: alles was mit Wintersport zu tun hat, schaue ich gerne an. So Sendungen,bei denen es um die besten Sänger geht, oder Germanys next Topmodel, gehen gar nicht.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Anton Bauernfeind: Ich bin gerne in der Natur unterwegs, mit dem Rad, zu Fuß oder auch mit den Skiern und auch mal länger. Ein besonderes Erlebnis hatte ich im vorigen Jahr, da waren wir 28 Tage lang auf dem Jakobsweg unterwegs. Insgesamt 800 Kilometer.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

Anton Bauernfeind: ... als junger Mensch konkreter meine Interessen verfolgen würde. Sportlich würde ich nicht mehr ganz so faul sein, dann hätte ich mehr erreichen können. Aber im Großen und Ganzen würde ich vieles wieder genauso machen.

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