23 Bundesliga-Heimspiele hat der FC Bayern bisher gegen den SC Freiburg absolviert, 23 Mal haben die Münchener nicht verloren. Dabei bleibt es auch nach der 24. Partie. Mit 3:0 (2:0) siegten die Münchener am Sonntagabend gegen die Breisgauer und machten es noch gnädig. Nach starken ersten 45 Minuten dominierten die Bayern weiter, ohne aber – bis auf das eine Mal – effektiv zu sein. Die Bayern-Tore erzielten Kingsley Coman (12./85.) und Leroy Sané (25.).
"Wir waren sehr dominant und flüssig in unseren Aktionen", lobte Bayern-Trainer Thomas Tuchel seine Jungs. Das sei über die 90 Minuten eine sehr gute Leistung gewesen, über die ein oder andere Nachlässigkeit in der zweiten Hälfte sah er großzügig hinweg. Ein Sonderlob gab es für den Doppel-Torschützen Coman: "Er ist sich für keine Arbeit zu schade." Freiburgs Coach Christian Streich war zwar bedient, aber auch irgendwie froh nach der Partie: "Die Voraussetzungen heute waren alles andere als gut." Matthias Ginter etwa fiel kurzfristig aus, andere seien angeschlagen in die Partie gegangen. "Deswegen bin ich froh, dass wir nicht höher verloren haben." Wichtig sei gewesen, dass die Mannschaft nicht total eingebrochen ist.
Die Gastgeber kannten von Beginn an nur eine Richtung – die nach vorne. Drei Ecken in den ersten drei Minuten, auch die Statistik belegte die Drangphase. Die Freiburger zogen ihre Abwehrreihen zunehmend immer enger, das Bayern-Kleinklein verpuffte zunächst. Da zeigte Coman, wie man so einen Riegel knackt – mit einer Bogenlampen-Flanke, die sich zum Führungstor (12.) ins Netz senkte. Harry Kane hätte danach gleich zwei Mal nachlegen können. Doch sowohl in der 19. als auch in der 22. Minute verzog er aus identischer Position aus 16 Metern. Nach klasse Aktion von Kane und Leroy Sane brauchte Letzterer dann aber nur noch zum 2:0 (25.) einzuschieben. Der SC Freiburg wirkte da wie in einigen Aktionen zuvor wie erstarrt. Nichts war zu sehen von der Frische der Breisgauer, die sie noch vergangene Saison ausgezeichnet hatte. Und Glück hatten sie auch noch: Sanés Sahnetor in den Winkel kurz vor der Pause wurde wegen Abseits wieder einkassiert.
Coman mit dem 3:0
Nach der Pause wechselten die Bayern auch etwas vom Sturm- in den Lässigmodus. Noch ein Schlenker, noch ein Schleifchen, noch ein Abspiel zu viel, noch eine leicht zu verteidigende Flanke aus dem Halbfeld, gegen völlig verunsicherte Freiburger wäre da viel mehr möglich gewesen. Einmal versuchte es Harry Kane aus sieben Metern, doch sein Mitspieler Thomas Müller blockte den Ball ab. Und umständlicher als Coman eine Viertelstunde vor Schluss kann man es nicht machen. Anstatt den Ball aus fünf Metern einzuschieben, spielte er noch den im Abseits stehenden Mathys Tel an. Typisch für die zweite Hälfte war auch Comans 3:0 (85.). Ein Freiburger lenkte den Ball in den eigenen Winkel. Ob der auch so reingegangen wäre?













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