05.10.2021 - 12:36 Uhr
NabburgSport

Kaugummi-Saison: Auch die Handballer der HSG Nabburg/Schwarzenfeld legen los

Die vergangene Handball-Saison war wegen Corona nur ein Torso. Am Samstag startet die Herrenmannschaft der HSG Nabburg/Schwarzenfeld. Der Trainer war nicht nur auf dem Hallenparkett gefragt.

Christoph Schanderl (links) überlistet den gegnerischen Torwart. Das soll auch ab Samstag wieder so sein, dann startet die HSG mit dem Heimspiel gegen den HC Sulzbach-Rosenberg in die neue Saison.
von Josef Maier Kontakt Profil

Beim ein oder anderen musste Christof Heiduk auch seine Überredungskünste einsetzen. "Einige haben gemerkt, dass ihnen nichts mehr weh tut und überlegt, ob sie weitermachen sollen." Der Trainer der Herren der HSG Nabburg/Schwarzenfeld war mit seinen Motivationskünsten erfolgreich. "Die Mannschaft hat sich im Vergleich zum letzten Jahr nicht groß verändert", sagt der Coach, der mit seinem Team am Samstag mit einem Heimspiel im Schwarzenfelder Sportpark (19.30 Uhr) gegen den HC Sulzbach-Rosenberg in die neue BOL-Saison startet.

Nur eine Änderung gab es: Rechtsaußen Basti Blödt, seit Jahren fester Bestandteil des Teams, hat sich die Achillessehne gerissen, als Ersatz konnte kurzfristig Ismir Buzhala gewonnen werden, den der Trainer noch aus Wackersdorfer Zeiten kennt. Insgesamt sei der Kader auch stark genug, um auch Ausfälle zu kompensieren, meint er.

Erfolgreiche Testspiele

Seit Juni trainiert die Mannschaft wieder in der Halle. Nachdem die vergangene Saison wegen Corona schon nach zwei Spieltagen abgebrochen worden war, "lief dann einiges übers Online-Training", erzählt Heiduk. Die Leistungsstärke des Teams könne er noch nicht richtig einschätzen, sagt der Trainer weiter. Aber immerhin waren die drei Testspiele schon mal erfolgreich. Gegen Hersbruck und den HC Weiden gab es knappe Siege, gegen die HG Hemau wurde klar gewonnen.

Mit etwas gemischten Gefühlen blickt Heiduk der neuen Ligeneinteilung entgegen. Gespielt wird in einer BOL Gruppe Ost und West. Sechs (Ost) beziehungsweise sieben Teams (West) befinden sich in den Ligen. Gestreckt wird die normale Saison bis Ende März. Zehn Spiele in knapp einem halben Jahr für die HSG - der Spielbetrieb zieht sich wie Kaugummi. "Jetzt liegen zwischen den Spielen manchmal vier Wochen und mehr", spricht der Trainer das Dilemma an. Die Weihnachtspause für die HSG-Herren beginnt schon am 11. Dezember, weiter geht es dann am 22. Januar mit dem Rückspiel in Sulzbach-Rosenberg. Heiduk will immer wieder Testspiele einstreuen, um den Rhythmus zu halten.

Nach der Hin- und Rückrunde werden dann durch die Verzahnung mit der West-Gruppe die Auf-und Absteiger ermittelt. "Am liebsten wäre mir natürlich Platz drei in unserer Ost-Gruppe", sagt Heiduk. "Dann wären wir in der Aufstiegsrunde und hätten den Klassenerhalt geschafft."

ESV Regensburg Favorit

Er sieht die Liga bis auf den Favoriten ESV Regensburg als sehr ausgeglichen an. "Da kann jeder jeden schlagen." Zu träumen beginnt man in Nabburg und Schwarzenfeld deswegen aber nicht. Heiduk: "Es zählt nur der Klassenerhalt."

So bereitete sich die HSG Nabburg/Schwarzenfeld auf die Corona-Saison vor

Nabburg
Christof Heiduk (rechts) startet mit den HSG-Herren am Samstag in die neue Saison.
Hintergrund:

Die Bezirksoberligen

  • BOL Ost: HC Sulzbach-Rosenberg, TB 03 Roding, ESV 27 Regensburg, HSG Nabburg/Schwarzenfeld, HG Amberg, SV Obertraubling
  • BOL West: HSG SGS Erlangen/HC Niederlindach, TV 1881 Altdorf, SV Buckenhofen, SG Auerbach/Pegnitz, TS Herzogenaurac, HC Forchheim, TV 1861 Erlangen-Bruck III

 

 

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