04.11.2020 - 17:21 Uhr
NabburgSport

Kein Wort zum Sport: Karl Söllner

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In unserer wöchentlichen Rubrik verrät der Trainer der Landesliga-Handballerinnen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld, warum er mit seiner Enduro gerne mal in die Toskana brettern würde und wann er mit seinem Sohn von zu Hause Reißaus nimmt.

Trainer Karl Söllner in Aktion. Neben ihm seine Frau Tanja Söllner.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Seit 2017 verantwortet Karl Söllner die Handballerinnen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld. In der vergangenen Spielzeit gelang die ersehnte Rückkehr in die Landesliga als Meister der Bezirksoberliga Ostbayern. Der 57-Jährige ist verheiratet, seine Frau Tanja zählt bei der HSG auch zu seinen Spielerinnen, hat drei Kinder und arbeitet bei der Stadt Regensburg. Söllner war selbst 33 Jahre aktiver Handballer, spielte zunächst für den TSV Schwandorf und von 1990 an für den TV Nabburg. In unserer Reihe überrascht der Handballcoach mit einem Faible für einen deutschen Philosophen sowie ein ganz bestimmtes Geländemotorrad.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Karl Söllner: Am liebsten in einer ländlichen Region in Italien, weil es da wärmer ist und die Winter nicht ganz so lange andauern. Vorzugsweise würde es mich in die Toskana ziehen.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Karl Söllner: Für diese Antwort musste ich meine Frau befragen. Nach ihrer Aussage lasse ich mich nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Dann wird das wohl so sein. (lacht)

ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Karl Söllner: Einen größten Fehler würde ich nicht benennen, aber allgemein bin ich manchmal zu leichtgläubig. Vor allem gegenüber anderen Menschen.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Karl Söllner: Nicht direkt als Kind, aber als Jugendlicher habe ich dem ehemaligen Handballer Erhard Wunderlich nachgeeifert. Dessen Erfolgsquote als Rückraumwerfer hat mich, ich habe die identische Position gespielt, inspiriert. Leider ist er bereits vor acht Jahren gestorben.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Karl Söllner: Da ich schon immer sehr ruhig und zurückhaltend war, gibt es hier keine Besonderheiten zu berichten. Ich war sehr brav, wir alle waren damals sehr brav. (lacht)

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Karl Söllner: Das mag jetzt ungewöhnlich klingen, aber ich würde mich gerne einmal mit dem Philosophen und Schriftsteller Richard David Precht austauschen. Seine Weltanschauung, sein gesellschaftliches Bild finde ich spannend, zudem kommt er sympathisch und ruhig rüber – wie ich. (lacht) Precht hinterfragt Sachen, die sonst niemand wagt zu hinterfragen. Das imponiert mir.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Karl Söllner: Da habe ich einen Klassiker parat: "Das haben wir schon immer so gemacht." Ich bin grundsätzlich immer für Neuerungen offen, und, auf den Handball bezogen, da fallen mir die Dehnübungen ein. Wir haben die früher noch exzessiv über 15 Minuten und länger machen müssen. Das ist heutzutage völlig überholt, doch manche meinen immer wieder: "Wir haben uns doch schon immer gedehnt."

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Karl Söllner: Das ist schon lange her, und dennoch kann ich mich gut daran erinnern. Als Elektriker-Lehrling war das nicht viel Geld, aber ich habe mir die Langspielplatte von ZZ Top "Afterburner" gekauft. Die klingt so, wie es der Titel schon vermuten lässt. (lacht)

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Karl Söllner: Das ist eigentlich die Tiramisu meiner Frau. Nur leider macht sie die viel zu selten. (lacht)

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Karl Söllner: Tagesschau und Tatort gehören zum Pflichtprogramm. Wenn meine Frau mit den Mädels allerdings Bauer sucht Frau, da hat sie mittlerweile aber eingesehen, dass das Käse ist, oder Shopping-Queen anschaut, muss ich mit unserem Sohn Bastian fliehen. Entweder gehen wir dann in den Keller oder fahren irgendwo hin. Hauptsache weg.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Karl Söllner: Zum einen das Handball-Training. Zum anderen das Rumbasteln an einer Enduro. Eine ist meistens aktiv, die andere befindet sich dann im Aufbau. Das macht mir richtig Spaß.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

Karl Söllner: ... mit der Enduro nach Italien brettern und einfach eine Sprachreise unternehmen. Das wollte ich schon immer machen, habe es aber noch nie realisieren können.

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