16.06.2020 - 19:02 Uhr
NeusorgSport

Kein Wort zum Sport: Simone König

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In unserer wöchentlichen Rubrik verrät die Fußballerin des Landesligisten SV Neusorg, warum sie als "Pfarrer" Brautpaar und Lehrerin wenig begeisterte, und was das Geheimnis ihrer perfekten Pannacotta ist.

Simone König bei einem Urlaub in einer alten S-Bahn zur Drachenfels-Burg in Königswinter bei Köln.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Seit 18 Jahren trägt Simone König, bis vergangenen Freitag noch als Hautmann bekannt, das Trikot des SV Neusorg, absolvierte in dieser Zeit "unzählige Partien", die meisten als rechte Außenverteidigerin. Das Fußballspielen begann sie mit fünf Jahren beim SV Immenreuth, ehe sie zur B-Jugend zum SVN wechselte. Mit 16 Jahren feierte sie ihr Debüt in der Frauenmannschaft, mit der sie zweimal den Aufstieg in die Landesliga feierte. Die 28-Jährige wohnt in Neusorg und arbeitet als Oberflächendesignerin beim Automobilzulieferer Novem in Vorbach.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Simone König: Ich fühle mich hier in der Oberpfalz sehr wohl und könnte es mir nicht vorstellen, woanders zu leben. Wir haben hier eine herrliche Natur – und einen guten Mittelweg zwischen Hektik und Gelassenheit. Ich war schon bisschen unterwegs in der Welt, zum Beispiel mehrere Wochen in Mexiko, aber irgendwie wollte ich immer wieder nach Hause.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Simone König: Freunde und Bekannte sagen, dass ich eine bin, die das Gemeinschaftsleben stärkt, dass ich es scheinbar ganz gut kann, Leute anzuführen und das Teamgefühl zu stärken. Und ich glaube, dass ich relativ gut organisiert bin.

ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Simone König: Ich bin perfektionistisch, möchte immer alles sehr gut machen und stehe mir daher öfter selber mal im Weg. Aber: Wenn man einen Fehler macht, lernt man daraus. Man darf sicherlich Fehler machen und Schritte wagen, die im ersten Moment nicht gut sind.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Simone König: Roger Federer und Dirk Nowitzki sind so Vorbilder, die ich schon als Kind hatte. Das sind Menschen, die sehr bescheiden sind, aber viel erreicht haben und schon viel bewegt haben. Ich finde bewundernswert, wie bodenständig sie trotz ihres Ruhms geblieben sind. Auch heute schätze ich die beiden noch sehr.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Simone König: Einen richtigen Schulstreich hatten wir eigentlich nicht. Ich kann mich aber daran erinnern, dass wir in der 3. Klasse vor dem Unterricht mal Hochzeit gespielt haben. Wir haben Zettel gezogen, wer Bräutigam, Braut und Trauzeuge ist. Ich war der Pfarrer, deswegen ist mir das noch so in Erinnerung. Ich durfte das Paar trauen, und die beiden waren damals so gar nicht begeistert, dass sie jetzt verheiratet sind. Die Lehrerin war ebenfalls nicht begeistert, weil der Unterricht wegen der Zeremonie erst später beginnen konnte.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Simone König: Federer und Nowitzki natürlich. Und auch mit Christian Streich, dem Trainer des SC Freiburg. Er zieht sein Ding durch, lässt sich da nicht beirren. Und er ist nicht größenwahnsinnig, sondern sehr bodenständig, – und das schätze ich sehr.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Simone König: "Das kann ich nicht!" Damit machen es sich die Leute oft zu einfach. Da denke ich mir immer: "Du hast es doch noch gar nicht probiert, versuche es doch erst mal."

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Simone König: Als Werkstudentin habe ich mir eine digitale Spiegelreflexkamera gekauft und damit einen Traum erfüllt. Ich habe Textildesign studiert und interessiere mich für das Kreative, daher auch für die Fotografie. Ich habe die Kamera oft beim Fußball dabei und fotografiere meine Mädels, ich mache auch viel Naturfotografie, – und im Urlaub ist sie natürlich auch immer im Gepäck.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Simone König: Pannacotta mit Himbeermousse nach einem Rezept einer guten Freundin. Da könnte ich mich dumm und deppert essen (lacht). Das Geheimnis ist, dass die Milch weggelassen und durch Sahne ersetzt wird. Und wenn's perfekt sein soll, nimmt man Himbeeren aus dem eigenen Garten. Die haben trotzdem noch einmal einen anderen Geschmack.

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Simone König: Ich schaue ehrlich gesagt gar nicht so viel Fernsehen. Was mir gefällt, ist "Grey's Anatomy", ansonsten schaue ich eher Nachrichtensendungen. Was nicht geht, sind Dokusoaps wie "Mitten im Leben", oder "Schwiegertochter gesucht". "Frauentausch" finde ich ganz schrecklich, weil ich nicht glaube, dass das alles echt ist.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Simone König: Sich mit Freunden treffen, am Lagerfeuer sitzen, sich etwas erzählen, gemeinsam singen oder Musik hören. Dann Sport allgemein, ich spiele nicht nur Fußball, sondern auch sehr gerne Tennis.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

Simone König: ... so viel gar nicht ändern. Ich würde Zeit mit Familie und Freunden intensivieren. Mein Papa ist vor fünf Jahren gestorben, ich hätte gerne mehr Zeit mit ihm gehabt.

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