19.02.2019 - 08:54 Uhr
NürnbergSport

1. FC Nürnberg belohnt sich für kämpferische Leistung

Ein couragierter Auftritt des 1. FC Nürnberg nach dem Rauswurf von Trainer Michael Köllner: Gegen den Spitzenreiter aus Dortmund erkämpfen sich die Franken am Abend ein 0:0 vor ausverkauftem Haus.

Der Nürnberger Hanno Behrens (r) kämpft mit dem Dortmunder Mario Götze um den Ball.
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Es waren nur wenige Stunden, die der neue Mann auf der Trainerbank des 1. FC Nürnberg hatte, um den Club auf eine Herkulesaufgabe vorzubereiten. Wohin geht die Reise von Boris Schommers, seinem Co-Trainer Marek Mintal und der Mannschaft in der ersten Partie nach dem Rauswurf von Ex-Trainer Michael Köllner und Sportvorstand Andreas Bornemann? Zunächst durften sich die lange von Köllner nicht mehr berücksichtigten Eduard Löwen, Yuyu Kubo und Ondrej Petrak auf ihren Einsatz in der Startelf freuen. Sie sollten also mit für die Wende beim Tabellenschlusslicht sorgen - ausgerechnet gegen den Spitzenreiter Borussia Dortmund. Es gibt leichtere Einstiege.

Und doch: Der Club schlug sich in der Anfangsphase wacker, verschob zuverlässig, ließ wenig zu. Die fußballerische Überlegenheit war natürlich aber nicht nur an den mehr als 80 Prozent Ballbesitz des BVB in der ersten Viertelstunde zu sehen.

Trotzdem gehörte die erste dicke Möglichkeit dem Club: Hanno Behrens' Kopfball (28.) klärte Dortmunds Keeper Roman Bürki zur Ecke. Und auch der anschließende Kopfball - erneut vom Kapitän - hätte Potenzial zur Führung gehabt. Der Club wurde mutiger.

Selbst die drei Möglichkeiten der Dortmunder durch Mario Götze (zweimal 34. und 35.) bremsten den couragierten Auftritt des Club nicht. Trotzdem blieb der BVB ratlos, wie er die Franken knacken könnte, und kombinierte sich von links nach rechts und zurück im Mittelfeld. Gegen die ordentlich gestaffelten Nürnberger hatte die Mannschaft von Trainer Lucien Favre keine zündende Idee. Dafür nutzte der Club die wenigen Chancen, um sich aus der eigenen Hälfte zu befreien. Matheus Pereira fasste sich ebenfalls ein Herz aus der Distanz in der Nachspielzeit.

Eine Ecke kurz vor dem Pausenpfiff ließ Schiedsrichter Harm Osmers dann nicht mehr von den Dortmundern treten: Erneut flogen aus der Nordkurve schwarze Bälle - es war nicht die einzige Aktion der Ultras, um gegen die Ansetzung von Montagabendspielen zu protestieren.

Im zweiten Durchgang war es erneut Götze, der Nürnbergs Mathenia prüfte (53.). Doch auch den Flachschuss parierte der starke Torwart. Der Druck auf die Nürnberger wurde größer, sie kamen gar nicht mehr aus der eigenen Hälfte heraus. Schommers reagierte, indem er Mikael Ishak (65.) für den blass gebliebenen Adam Zrelak einwechselte.

Was Dortmund auch versuchte: Der Club blieb kompakt und verteidigte im Rahmen seiner Möglichkeiten. Den auf europäischer Bühne ausgezeichneten Spielern aus Dortmund, wie Schommers vor der Partie sagte, fiel einfach nichts mehr ein. Gut für den Club - und Schommers. Es gibt schließlich schlechtere Einstiege für neue Trainer.

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