22.05.2020 - 23:14 Uhr
NürnbergSport

Nur 1:1 gegen Aue: Club-Trainer Keller ärgert sich mächtig über seine Jungs

Der 1. FC Nürnberg bleibt nach dem Re-Start in der 2. Bundesliga weiter ohne eigenen Treffer. Nur gut für die Franken, dass man sich auch mal auf den Gegner verlassen kann.

Die Mienen von Club-Keeper Felix Dornebusch (links) und Fabian Nürnberger sprechen Bände: Aues Dimitrij Nazarov hat soeben zum 1:0 eingeköpft.
von Josef Maier Kontakt Profil

Was für ein Spiel: Sieben Tore, Videobeweis, Platzverweis, insgesamt drei Elfmeter. Den letzten verschießt Michael Frey spät in der Nachspielzeit. Das Stadion ist ein Tollhaus. Das alles passierte am Freitagabend, an einem Abend im Oktober 2019. Mit 4:3 siegte in der Vorrunde Erzgebirge Aue gegen den 1. FC Nürnberg.

Das Rückspiel am Freitagabend war das genaue Gegenteil. Müder Kick, kaum Tore, wenig Emotionen und schon gar kein Tollhaus. Und es gab auch keinen Sieger. 1:1 (0:0) trennten sich der Club und die Gäste aus Sachsen. Dimitrij Nazarov, der Auer Torjäger vom Dienst, hatte die Gäste kurz nach der Pause mit seinem zehnten Saisontreffer mit 1:0 in Führung gebracht. Den Nürnbergern rettete ausgerechnet ein Gast einen Punkt. Sören Gonther bugsierte die Kugel in der 63. Minute ins eigene Tor. Der Club verpasste mit diesem Unentschieden einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf der 2. Bundesliga.

Keller traurig und frustriert

"Es ist eine ernste Situation für uns", sagte Club-Kapitän Hanno Behrens nachdenklich. "Unsere Leistungen sind eigentlich ganz in Ordnung, aber wir müssen endlich die Punkte holen." Sein Trainer Jens Keller schwankte zwischen Traurigkeit und Frustration: "Mich ärgert das Gegentor, das kann man so leicht verteidigen." Der Führung der Gäste war eine Fehlerkette im Nürnberger Defensivverbund vorausgegangen.

In der ersten Hälfte dieses Geisterspiels boten beide Team einen Gruselkick. Die Gastgeber fanden keine Lücke im Abwehrriegel der Sachsen. Vieles blieb Stückwerk. Dennoch hatte Hanno Behrens eine Riesenchance, als er nach gut einer halben Stunde freistehend vor Martin Männel am Auer Keeper scheiterte. "Ist doch klar, den muss ich machen", sagte Behrens. "Ich treffe den Ball aber auch nicht ganz." Die Gäste hatten nur drei Minuten später ihre "Hundertprozentige". Florian Krüger war auf die Reise geschickt worden, schob den Ball aber um Zentimeter am Pfosten vorbei.

In der 48. Minute durften die Gäste jubeln. Nach einer starken Flanke von Florian Krüger nickte Nazarov das Leder ein. Exakt zwei Minuten später die gleiche Szene auf der anderen Seite. Doch nach einer Dovedan-Flanke brachte Robin Hack den Ball nicht im Tor unter, scheiterte an Männel.

Behrens an die Latte

Der Auer Keeper war aber nach gut einer Stunde machtlos, als Sören Gonter nach einer Behrens-Eingabe unglücklich ins eigene Tor traf. Der Club war nun wieder besser im Spiel, und es hätte sogar noch ein tolles Ende geben können. Hanno Behrens traf zehn Minuten vor Schluss nur die Latte. Auch Michael Frey (86.) nahm noch einmal Anlauf - köpfte aber auch vorbei. Der Club trifft einfach nicht mehr.

Vorschau auf das Aue-Spiel

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