27.10.2019 - 15:32 Uhr
NürnbergSport

SSV Jahn ergattert spät einen Zähler beim Club

In einer dramatischen Schlussphase erkämpfen sich die Regensburger im bayerischen Derby der 2. Fußball-Bundesliga beim 1. FC Nürnberg doch noch einen Punkt. Joker Schneider schlägt auf Vorarbeit seiner Keepers zu.

Nürnbergs Stürmer Michael Frey (rechts) behauptet sich gegen Max Besuschkow (vorne) und Sebastian Nachreiner.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Was für eine Schlussphase: In einer Begegnung, die über weite Strecken auf dürftigem Niveau dahinplätscherte, ergaunerte sich der SSV Jahn Regensburg ein 1:1 beim 1. FC Nürnberg. In der vierten Minute der Nachspielzeit ließ der eingewechselte Jan-Marc Schneider die mitgereisten Oberpfälzer Fans jubeln. Im ersten Durchgang hatte Hanno Behrens die Nürnberger in Führung geschossen. Der Club war über weite Strecken die bessere Mannschaft, wollte in der Schlussphase den knappen Vorsprung nur mehr über die Zeit retten, was gehörig schiefging.

Im ersten Durchgang benötigte die Partie relativ lange, ehe sie Betriebstemperatur erreichte. Beide Abwehrreihen standen relativ sicher, wobei sich die Offensivkräfte auch zu viele Ungenauigkeiten im Passspiel leisteten. So war das letzte Drittel sowohl für den Club als auch den Jahn Tabu. Bei den Hausherren wurde es vor allem dann gefährlich, wenn es über die linke Seite ging, wo Enrico Valentini und Robin Hack wirbelten, sofern sie den Raum dafür vorfanden. Nach 25 Minuten legte Valentini quer, den folgenden Hammer von Lukas Jäger blockte Jahn-Abwehrchef Marcel Correia im Flugmodus gerade noch über die Latte. Im Gegenzug hatten die etwa 3000 mitgereisten Anhänger aus der Oberpfalz den Torschrei auf den Lippen. Sebastian Stolze lenkte eine Flanke von Chima Okoroji per Kopfball-Bogenlampe an die Latte (27.). Doch das Pendel neigte sich zum Ende der ersten 45 Minuten eindeutig zugunsten des FCN. Immer wieder kreierten Hack und Valentini gefährliche Aktionen, ein Treffer von Nikola Dovedan wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt, doch nach 38 Minuten war es so weit: Kapitän Hanno Behrens nickte eine Freistoßflanke von Johannes Geis aus kurzer Distanz ein. Bis zur Pause hätte Michael Frey die Führung ausbauen können, doch sein Flugkopfball strich am langen Pfosten vorbei. Aufgrund eines Chancenplus und mehr Spielanteilen ging die Nürnberger Pausenführung absolut in Ordnung.

Nach dem Wechsel suchte die Partie zunächst wieder nach Struktur und geordnetem Spielaufbau. Außer einem nicht gegebenen Abseitstreffer von Regensburgs Sebastian Stolze blieben Torraumszenen Mangelware. Dafür hielten vermehrt Nickligkeiten Einzug, die den Spielfluss zusätzlich hemmten. Der Club erzeugte fast ausschließlich über Robin Hack Gefahr, doch der SSV war nun besser auf dessen blitzschnellen Vorstöße eingestellt. Doch selbst schafften es die Regensburger kaum in die gefährliche Zone. Zu schwerfällig wirkte die Doppelspitze aus Marco Grüttner und Andreas Albers. Patrick Erras und Lukas Mühl hatten die beiden Jahn-Kanten gut im Griff. Zwei Schlenzer des eingewechselten Jan-Marc Schneider (85./88.) waren die einzige nennenswerten Offensivaktionen der Gäste. Da auch der Club mehr um den Sieg zitterte, als auf die endgültige Entscheidung zu gehen, plätscherte die Schlussphase nur mehr vor sich hin. Und doch hielt diese Begegnung noch eine nicht mehr für möglich gehaltene Pointe bereit. Mit der allerletzten Aktion bugsierte Schneider eine Kopfballverlängerung seiner Keepers Alexander Meyer doch noch zum Ausgleich in die Maschen.

Statistik:

1. FC Nürnberg – SSV Jahn Regensburg 1:0 (1:0)

1. FC Nürnberg: Lukse – Geis (81. Gnezda Cerin), Dovedan (90.+2 Kerk), Frey (69. Ishak), Hack, Behrens, Jäger, Valentini, Sorg, Mühl, Erras

SSV Jahn Regensburg: Meyer – Gimber, Besuschkow, Correia, Grüttner, Albers, Palacios (67. Schneider), Stolze, Wähling (80. Heister), Nachreiner, Okoroji (51. Nandzik)

Tore: 1:0 (38.) Hanno Behrens, 1:1 (90.+4) Jan-Marc Schneider – SR: Patrick Alt (Illingen) – Zuschauer: 34365

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