05.08.2019 - 12:05 Uhr
ParksteinSport

A-Klassen-Spiel der Woche: Erstmals Spielführer aus Eritrea

Zwei Kontrahenten, die nach ihrer Auftaktniederlage unbedingt gewinnen wollten, und eine besondere Premiere bei der SpVgg Trabitz standen im Topduell der A-Klasse West beim SV Parkstein im Mittelpunkt.

Premiere bei der SpVgg Trabitz: Merhawi Teklemariam (rechts) trug gegen den SV Parkstein (im Bild Christian Rustler) erstmals die Kapitänsbinde der SpVgg.
von Sebastian SchellProfil

Mit dem SV Parkstein und der SpVgg Trabitz trafen am Sonntag zwei Teams aufeinander, die nach ihren jeweiligen Auftaktniederlagen unbedingt den ersten Saisonsieg einfahren wollten. Gelungen ist dies den Gästen aus Trabitz, die mit einem 3:1-Auswärtssieg drei Punkte vom Parksteiner Basaltkegel entführten. „Es war eine unnötige Niederlage, die wir uns durch zu viele individuelle Fehler selbst zuzuschreiben haben. Dazu war unsere Chancenverwertung einfach nicht gut. Spätestens heute haben wir gemerkt, dass die A-Klasse kein Selbstläufer wird“, beurteilte SV-Trainer Stefan Wittmann den Saisonstart des Kreisklassen-Absteigers, der zu unglücklichen Zeitpunkten die Gegentore kassierte. Ein strittiger Handelfmeter, verwandelt durch Luigi Busuioc, drei Minuten vor der Pause und ein Treffer des gleichen Akteurs kurz nach dem Seitenwechsel (54.) brachten die SpVgg auf die Siegerstraße.

„Diese Tore fielen für uns genau in den richtigen Momenten und spielten uns in die Karten. Wir wollten diszipliniert und defensiv spielen. Die Jungs haben das gut umgesetzt“, lobte Trabitz’ Sportlicher Leiter Stefan Geppert nach der Partie. Parkstein versuchte nochmals alles, der Torabstand blieb aber bis zum Abpfiff gleich, weil Timo Weiß für die Gäste (83.) und Franz Hoffmann für die Heimelf (84.) binnen 60 Sekunden für den Schlusspunkt sorgten. Für ein Novum sorgte die SpVgg Trabitz, die erstmals in der Vereinsgeschichte mit einem Kapitän aus Eritrea auflief. Merhawi Teklemariam gehört seit Jahren zum Verein und führte am Sonntag sein Team aufs Feld. „Wir haben viele Spieler aus verschiedenen Ländern und leben die Integration. Es macht Spaß, wie sich die Jungs einbringen und Verantwortung übernehmen“, freut sich Geppert über die Tatsache, dass es auch neben dem Spielfeld funktioniert.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.