02.12.2018 - 18:51 Uhr
PlößbergSport

Der "King" und der Kaiserschmarrn

Kingsley Coman war am Sonntag beim Bayern-Fanclub in Wildenau zu Gast und ließ sich dabei so manches Geheimnis entlocken.

Fanclub-Vorsitzender Marcus Fritsch (rechts) ernannte Kingsley Coman zum Ehrenmitglied. Der Franzose war am Sonntag in Wildenau.
von Josef Maier Kontakt Profil

Da sage noch einer, die Nordoberpfalz sei nicht international. "Bonjour Monsieur Coman", begrüßte Lothar Müller den Gast aus Frankreich. Dann gab der Plößberger Bürgermeister aber ehrlich zu: "Das war's schon mit meinen Französischkenntnissen. "Ich freue mich, hier in Wildenau zu sein", antwortete der Gast auf Deutsch.

Kingsley "King" Coman (22) war am Sonntagnachmittag in Wildenau beim dortigen Fanclub zu Besuch. "In Wildenau, der Perle der Oberpfalz", wie Fanclub-Boss Marcus Frisch augenzwinkernd anmerkte. Knapp 200 Bayern-Fans aus dem Ort und von benachbarten Fanclubs waren gekommen. Tags zuvor hatte der pfeilschnelle Franzose in Bremen knapp eine Stunde lang sein ersehntes Comeback nach langer Verletzungspause gegeben, am Sonntag durfte er zwei Stunden in der Oberpfalz ran. Da war es aber weitaus angenehmer als hoch oben im Norden: Keine nervigen Gegenspieler, sondern enthusiastische Bayern-Fans. Die holten sich natürlich jede Menge Autogramme. Lang war die Schlange im bis auf den letzten Platz besetzten Gollwitzer-Saal. Außenstürmer Coman kritzelte seinen Namenszug auf Trikots, Schals, Bücher, sogar auf einen Sitzhocker und - pikant, pikant, auf ein Dekolleté.

Hintergründe zum Besuch von Kingsley Coman lesen Sie hier

Wildenau bei Plößberg

Der Franzose blieb aber auch da ganz cool. Er erzählte, dass er mit sechs Jahren mit dem Fußballspielen begonnen hatte, dass er eigentlich nicht so gerne jeden Tag Fragen der Medien beantwortet und dass seine Lieblingsspeise - Obacht - Kaiserschmarrn sei. Und den vielen jungen Fans, die ihr Idol mit großen Augen anstarrten, ließ er wissen: "Du musst immer Spaß beim Fußball haben". Und dass eines seiner Hobbys schlafen ist, kann man sich bei diesem aufgeweckten und schnellen Kerl gar nicht vorstellen. Coman, der so gut es ging, die Fragen in Deutsch beantwortete oder sich ansonsten dolmetschen ließ, bekam aber auch etwas von der Club-Historie mit. "Wir sind auch ein sehr sozialer Fanclub", sagt Vorsitzender Fritsch nicht ohne Stolz. Schon 80 000 Euro seien seit der Gründung im Jahr 2000 in soziale Projekte gesteckt worden. Aber die Hauptbeschäftigung des 400 Mitglieder zählenden Fanclubs ist natürlich Fußballschauen und Anfeuern. "Von unserem Fanclub ist bei jedem Bayern-Spiel jemand dabei." Auch tags zuvor in Bremen, am Sonntag waren sie aber alle wieder da in Wildenau. Coman genoss auch nach dem Interview- und Autogramm-Marathon die Atmosphäre und packte nochmals seine Deutschkenntnisse aus: "Vielen Dank für diesen herzlichen Empfang."

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