11.11.2021 - 16:34 Uhr
PlößbergSport

Elf Fragen an ...: Matthias Freundl (SV Plößberg)

Matthias Freundl vom SV Plößberg verrät in unserer Serie, dass er nie gelbe Fußballschuhe tragen wird. Besonders gerne erinnert sich der 31-Jährige an ein spannendes Relegationsspiel zur Bezirksliga.

Matthias Freundl vom SV Plößberg (schwarzes Trikot) wird in dieser Szene von zwei Gegenspielern attackiert.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Der am 1. Oktober 1990 in Bärnau geborene Matthias Freundl spielt seit 2008 in der ersten Mannschaft des SV Plößberg, die meiste Zeit davon unter Trainer Harry Walbert. Als B-Jugendlicher war er vom TSV Bärnau nach Plößberg gewechselt. Beruflich bedingt spielte noch ein dritter Verein eine wichtige Rolle in seinem Fußballer-Leben. Von 2016 bis 2020 hatte Freundl ein Zweitspielrecht beim FC Moosburg in Oberbayern (Bezirksliga und Kreisliga). Unter Spielertrainer Christoph Ball (früher VfR Garching, Bayern- und Regionalliga) sammelte er wertvolle Erfahrungen. Als sportliche Höhepunkte nennt der Fan des englischen Fußballs (speziell vom FC Chelsea) die BOL- und Bezirksliga-Zeit mit dem SV Plößberg. Besonders stolz ist Freundl darauf, als "Youngster" neben der SVP-Legende Tobias Schiener gespielt zu haben. Beruflich ist Freundl seit 2015 als Bundespolizist am Flughafen München tätig. Aus gutem Grund hat er den Wunsch einer heimatnahen Verwendung, denn er ist seit 2019 verheiratet und seit 8. August 2021 stolzer Vater von Sohn Toni.

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

Matthias Freundl: ... mittlerweile ein reines Hobby. Die Prioritäten haben sich in den letzten Jahren verschoben. Vor 10 bis 12 Jahren hatte der Fußball noch einen ganz anderen Stellenwert in meinem Leben.

ONETZ: 2. Warum sind Sie bei der Sportart Fußball gelandet und nicht beim Schach?

Matthias Freundl: In der Kindheit wollte man doch einfach nur raus an die frische Luft und Spaß haben. Auch wenn es in meinem Fall der Sandplatz in Bärnau war. Wir waren fast täglich dort beim Kicken. Im Gegensatz zum Fußball sind die Emotionen beim Schach eher überschaubar.

ONETZ: 3. Gelbe Fußballschuhe sind für mich …

Matthias Freundl: ... Fußballschuhe, die ich noch nicht getragen habe und nicht tragen werde. Ich setze seit jeher auf meine „Adidas Copa Mundial“ in schwarz. Dieser Schuh, hoffe ich, wird auch noch lange im Sortiment sein. Beim Gegner deutet ein Spieler mit gelben Fußballschuhen meist auf einen Spieler hin, den man mit einer körperlich-robusten Spielweise schnell den Spaß am Spiel verderben kann. Das reizt einen schon ab und an.

ONETZ: 4. Ein Erlebnis in Ihrer Karriere, das Ihnen heute noch stinkt?

Matthias Freundl: Puh, richtig prägend fällt mir da kein Erlebnis ein. Jedoch gab es schon öfter Spiele, die man nach einer Führung aus der Hand gegeben hat. Wenn dies auch noch auf eigenen Fehlern basiert, ist es natürlich umso ärgerlicher.

ONETZ: 5. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor einem Spiel?

Matthias Freundl: Ich finde es wichtig, dass man sich vor dem Spiel gut vorbereiten kann, ganz ohne Hektik und Zeitdruck. Für mich gehört es dazu, dass ich mich auf mein Handtuch setze, weil die Kabinenbänke nicht so bequem sind. Als Ritual würde ich das aber nicht bezeichnen.

ONETZ: 6. Ihre Rückennummer ist die 10. Warum?

Matthias Freundl: Die Nummer wurde mir in der Jugend aufgrund der Spielmacherposition gegeben, die ich dort spielen durfte. Im Herrenbereich musste ich mich dann natürlich erstmal hintenanstellen und ich war glücklich über jede Nummer, Hauptsache in der Startformation. Die schönste und erfolgreichste Zeit hatte ich jedoch mit der Nummer 11 ab der Saison 2013/14. Mittlerweile bin ich wieder bei der 10 angekommen und ich fühle mich ganz wohl.

ONETZ: 7. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Matthias Freundl: Da gibt es viele Spiele. Meist die Spiele, bei denen Freud und Leid sehr nah beieinanderliegen. Gut kann ich mich noch an das Heimspiel in der Bezirksoberliga-Saison 2009/10 gegen den FC Edelsfeld erinnern. Wir lagen zur Pause 1:3 zurück, in der zweiten Halbzeit lief dann alles wie am Schnürchen und wir gewannen noch mit 7:3. Unvergessen bleibt natürlich das gewonnene Bezirksliga-Relegationsspiel 2012 gegen den FC Jura vor fast 900 Zuschauern in Teunz. Wir gewannen 3:2, die SVP-Legende Tobi Schiener machte in der Verlängerung das entscheidende Tor.

ONETZ: 8. Haben Sie einen Spitznamen? Warum gerade diesen?

Matthias Freundl: Auf dem Fußballplatz nennen mich alle Matze. Kurz und präzise. Matthias ist da viel zu lang und würde auf dem Platz zu lange dauern.

ONETZ: 9. Welchen Zuruf von Zuschauern können Sie überhaupt nicht leiden?

Matthias Freundl: Während des Spiels achte ich weniger darauf, was außerhalb des Spielfelds passiert. Im Allgemeinen sind Aussagen von Zuschauern, die unter die Gürtellinie gehen, kein gutes Beispiel für den Amateursport.

ONETZ: 10. Zu welchem Gegner fahren Sie am liebsten, zu welchem überhaupt nicht gerne?

Matthias Freundl: Lieblingsgegner habe ich eigentlich nicht. Ich fahre ungern nach Dießfurt und Erbendorf. In Dießfurt geht es schon immer gut zur Sache. Angetrieben von den heimischen Fans pflegen sie dort eine härtere Gangart. In Erbendorf ist es ähnlich, dazu kommt, dass sie vorne einen sehr guten Stürmer haben.

ONETZ: 11. Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Matthias Freundl: Zuerst mal meine Frau und unser Kind. Dazu packe ich einen Ball ein - für das Kind.

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Ensdorf

 

 

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