10.02.2021 - 11:25 Uhr
Raigering bei AmbergSport

Kein Wort zum Sport: Sebastian Binner

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In unserer Rubrik verrät der Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Raigering, welchen Zweikampf er gerne ungeschehen machen würde und bei welchem Fußballstar er sich sogar die Frisur abschaute.

Der Raigeringer Trainer Sebastian Binner.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Es ist seine zweite Rückkehr: Vor elf Jahren kam er als Spieler zurück zum SV Raigering, im Sommer vergangenen Jahres wurde Sebastian Binner Trainer bei seinem Heimatverein. Für den spielte er bis zur E-Jugend, ging dann zum FC Amberg und in der C-Jugend zum 1. FC Nürnberg. Eine schwere Knieverletzung ("Es war alles kaputt, was kaputt gehen kann, Kreuzband, Innenband, Knorpel, Muskel") zerstörte den Traum des Stürmers von einer Profilaufbahn. Dem Fußball blieb Binner jedoch verbunden: Als Spieler bei der SpVgg SV Weiden, dem SV Freudenberg, SSV Paulsdorf und SV Raigering, als Trainer bei SF Ursulapoppenricht, des SSV Paulsdorf und SV Raigering. Seit drei Jahren ist er auch Trainer am DFB-Stützpunkt in Amberg. Der 35-Jährige ist Angestellter bei der Stadt Amberg und wohnt mit Frau und den beiden Söhnen in Mimbach (Gemeinde Hahnbach).

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Sebastian Binner: Wir waren im Urlaub in Thailand, auf Mauritius, den Malediven und den Kapverdischen Inseln, eigentlich schon auf fast allen Kontinenten. Am Schönsten ist es aber zu Hause in Mimbach, am Fuße des Mausberges, wo wir vor vier Jahren ein Haus gebaut haben.

ONETZ: Über was können Sie so richtig lachen?

Sebastian Binner: Über und mit meinen beiden Kindern. Luca ist drei Jahre alt, Noah sechs Monate. Der Kleine versucht es gerade mit dem Reden, das ist sehr lustig.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Sebastian Binner: Mein großes Vorbild war Roberto Baggio, der italienische Fußballer. Er hatte als Markenzeichen eine lange Haarsträhne am Hinterkopf, dieses "Schwanzerl" hatte ich als kleiner Bub auch. Er war ein Top-Spieler, war bei Juventus, beim AC Mailand und bei Inter Mailand.

ONETZ: Was war Ihr erstes Auto?

Sebastian Binner: Ein gebrauchter Audi A3 in Silber. Ich war damals sehr glücklich, dass ich ihn bekommen habe. Damals spielte ich noch beim 1. FC Nürnberg und hatte jeden Tag Training. Da ist man froh, wenn man ein eigenes Auto hat und nicht mehr auf die Bahn angewiesen ist.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Sebastian Binner: Ich würde gerne mit Jürgen Klopp über Fußball reden. Oder auch mit Jupp Heynckes, Ottmar Hitzfeld und Pep Guardiola. Aber ob man mit solchen Leuten ein richtiges Gespräch führen kann, ob die wirklich erzählen, wie sie über Fußball denken? Deshalb würde ich am allerliebsten ein Seidel Bier mit meinem Vater Alfons trinken. Mit ihm kann ich am besten über Fußball fachsimpeln.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Sebastian Binner: Beim kompletten Kuchen-Sortiment meiner Schwiegermutter. Sie kann da alles. Die Kuchen sehen aus wie in der Konditorei.

ONETZ: Welche App darf auf Ihrem Smartphone auf keinen Fall fehlen?

Sebastian Binner: Die App des Bayerischen Fußball-Verbandes, um Ergebnisse und Tabellen anzuschauen, die "Kicker-App", und natürlich Whatsapp, um Nachrichten oder mal Bilder zu verschicken.

ONETZ: Hotel oder Campingplatz? Berge oder Meer? Wie sieht der perfekte Urlaub für Sie aus?

Sebastian Binner: Hotel und Meer! Ich bin nicht so der Berge-Typ. Eine Liege, Strand, Wasser, ein Cocktail – da kann ich es einfach mal mal gut sein lassen. Mit Kindern ist das natürlich vorbei (lacht).

ONETZ: Welchen Traum würden Sie sich gerne erfüllen?

Sebastian Binner: Ganz ehrlich: Ich habe meine Träume schon erfüllt, mit meiner Frau, meinen beiden Kindern und dem Hausbau. Sogar einen Baum habe ich schon gepflanzt (lacht).

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Sebastian Binner: Ich war ein braver Schüler und habe mich mit den Lehrern gut verstanden. Für mich galt das Motto "Wie man in den Wald hineinschreit, kommt es auch zurück".

ONETZ: Gibt es etwas in Ihrem Leben, das Sie bereuen?

Sebastian Binner: Bereuen ist vielleicht nicht das richtige Wort. Ungeschehen machen würde ich gerne den Zweikampf, bei dem ich mir meine schwere Knieverletzung zugezogen habe. Hätte ich die nicht gehabt, hätte ich gute Chancen gehabt, mein Hobby zum Beruf zu machen. So musste ich beim 1. FC Nürnberg aufhören. Für mich ist damals eine Welt zusammengebrochen. Einige meiner Mitspieler, zum Beispiel Philipp Tschauner, Michael Kammermeyer, Dominik Reinhardt oder Chhunly Pagenburg, haben Profiverträge bekommen, während ich nicht mal mehr richtig geradeaus gehen konnte. Aber: Die eine Tür geht zu, die andere geht auf. So hätte ich vielleicht meine Frau nicht kennengelernt...

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht?

Sebastian Binner: Ich schaue viel Sport, besonders Fußball. Und meine Frau zwingt mich zu "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", das schaue ich auch gerne mit ihr an (lacht).

Letzte Woche bei "Kein Wort zum Sport": Marco Seigert von der DJK Gebenbach

Gebenbach

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