Er hatte gewarnt, sie hatten wohl nicht richtig zugehört: Mit Lars Gindorf und Mika Schroers war das absolut gefährlichste Sturmduo der 3. Fußball-Liga am Freitagabend beim SSV Jahn Regensburg zu Gast. Es werde keine Manndeckung geben, aber man werde da besonders aufpassen, hatte Jahn-Coach Sascha Hildmann vorher gesagt. Das klappte überhaupt nicht. Mit gemeinsam 37 erzielten Toren waren Gindorf (20) und Schroers (17) angereist, mit nun 40 Treffern reisten sie wieder aus der Oberpfalz ab.
Mit 3:1 gewann die Alemannia aus Aachen das Freitagspiel in Regensburg. "Und das war in Summe auch verdient", sagte Gäste-Coach Mersad Selimbegovic, der aus seiner langen Jahn-Zeit jeden Meter im Stadion kennt. Eric Hottmann (34.) hatte die Gastgeber zwar nach einem Standard in Führung gebracht, aber schon da waren die Gäste die weitaus aktivere Mannschaft. "Die Jungs waren auch richtig sauer in der Kabine", erzählte Selimbegovic ein bisschen etwas von der Halbzeitpause. "Sie wollten nach neun Minuten wieder auf dem Platz zurück." Sie wollten es richten.
Mit zwei Toren von Gindorf (49./52) drehte Aachen schnell das Spiel. "Wir hatten in den zwei Momenten keinen Zugriff, das darf dir gegen solche Teams nicht passieren" kritisierte Hildmann die Seinen. "Das müssen wir lernen, daran müssen wir wachsen." Schroers legte dann noch kurz vor Schluss das 3:1 nach. "Das 1:3 fällt in eine Phase, in der wir drücken", meinte Hottmann, der sich auch in der zweiten Hälfte noch etwas ausgerechnet hatte. Am Ende erkannte er aber auch den verdienten Dreier der Gäste an: "Man hat die Qualität von Aachen schon gesehen., vor allem von den Jungs da vorne drin." Gindorf und Schroers stillten auch in der Oberpfalz ihren Torhunger.















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