04.02.2021 - 10:06 Uhr
RegensburgSport

DFB-Pokal: Die Elfmeterkönige aus Regensburg

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Kölle Alaaf in Regensburg: Im Pokal-Achtelfinale zwischen dem SSV Jahn und dem Bundesligisten 1. FC Köln ging es jeck zur Sache. Auch nach 120 ereignisreichen Minuten stand kein Sieger fest.

Der SSV Jahn Regensburg und der 1. FC Köln lieferten sich einen intensiven Pokalfight. In dieser Szene behauptet Regensburgs Erik Wekesser (rechts) den Ball gegen Ondrej Duda.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Eines muss man Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic und seiner Truppe lassen: Sie halten Wort. Im Vorfeld der Achtelfinal-Partie im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten 1. FC Köln predigten Coach wie Akteure fast schon mantraartig: "Wir wollen unser Spiel durchziehen. Wir wollen bei unserem Spiel bleiben." Gesagt, getan. Ohne Scheu oder lähmenden Respekt begegnete der wackere Oberpfälzer Zweitligist dem klassenhöheren Kontrahenten auf Augenhöhe. Beim 6:5-Sieg nach Elfmeterschießen musste der Jahn bereits zum dritten Mal in dieser Pokal-Saison über die volle Distanz gehen und steht zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im Viertelfinale.

Von Beginn an wirkte die Jahn-Elf im heimischen Stadion giftiger in den Zweikämpfen, griffiger im Offensivspiel - ja, der Jahn war die bessere Mannschaft. Wenn es aber einen gravierenden Unterschied zu den Kölnern gab, dann war es der äußerst effiziente Auftritt der Gäste, die jeden noch so kleinen Wackler in der Regensburger Defensive gnadenlos bestraften. Gleich der erste Angriff führte zur Kölner Führung, als Ismail Jakobs Jahn-Innenverteidiger Sebastian Nachreiner im Laufduell abhängte und eiskalt vollstreckte. So ging's weiter: Auch der zweite Kölner Schuss aufs Tor saß sogleich: FC-Neuzugang Emmanuel Dennis nutzte einen kapitalen Bock von Jan Elvedi zum 2:0.

"Wir wollen unser Spiel durchziehen. Wir wollen bei unserem Spiel bleiben."

Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic vor der Partie

Doch der SSV Jahn lieferte wieder einmal den Beweis, dass man ihn niemals abschreiben sollte. Noch vor der Pause stellten der für den verletzten Nachreiner eingewechselte Scott Kennedy und Jann George den Ausgleich her. Ein Resultat, das auch dem Spielverlauf entsprach. Freilich haderten die Gäste mit einer Entscheidung des Videoschiedsrichters, der das vermeintliche 3:1 durch Benno Schmitz wegen einer vorherigen Abseitsstellung zurücknahm. Nach der Pause erreichte das Spiel nicht mehr das Niveau des ersten Durchgangs. Es entwickelte sich ein Pokalfight, bei dem das spielerische Element zu kurz kam. Und doch hätte Dennis die Partie entscheiden können. Aber Jahn-Keeper Alexander Meyer parierte dessen Strafstoß gekonnt. In der Verlängerung war der Tank der Hausherren leer. Auf der letzten Rille kämpften sie sich ins Elfmeterschießen, wo Keeper Meyer mit zwei gehaltenen Strafstößen zum Helden avancierte.

Der 1. FC Nürnberg nach der Derbyniederlage gegen den SSV Jahn

Nürnberg
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