07.06.2020 - 17:53 Uhr
RegensburgSport

SSV Jahn wieder Jahn-like

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Der 3:0-Heimsieg gegen den SV Darmstadt war kein fußballerischer Leckerbissen, dennoch bedeutete er das Ende der Regensburger Sieglos-Serie in der 2. Fußball-Bundesliga. Und viel wichtiger: einen großen Schritt in Richtung Saisonziel.

Regensburger Jubel nach dem Treffer zum 3:0 von Jann George (Dritter von links). Benedikt Saller (von links), Andreas Albers und Max Besuchkow herzten den Torschützen.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Der SSV Jahn spielt wieder Regensburg-like – und ist prompt wieder erfolgreich: Mitte der ersten Halbzeit wollte Andreas Albers, die Dänen-Kante im Jahn-Angriff, einen langen Ball von Chima Okoroji aus der eigenen Hälfte noch in der Luft verarbeiten und direkt auf den durchstartenden Sebastian Stolze weiterleiten. Die Aktion ging gründlich in die Hose, Albers blieb unverletzt, und doch verdeutlichte diese Szene beim 3:0-Heimsieg am Samstag gegen SV Darmstadt, dass technisch anspruchsvoller Zungenschnalzer-Fußball nicht das Metier der Regensburger ist. Vielmehr brachten sie gegen die bislang beste Rückrundenmannschaft der 2. Fußball-Bundesliga wieder die Tugenden auf den Platz, die die Gegner beim Gastspiel in der Oberpfalz fürchten: kratzen, beißen, kämpfen bis zum Umfallen. "Wir haben nie an uns gezweifelt und gewusst, irgendwann kommt alles zurück", sagte so auch Trainer Mersad Selimbegovic nach dem vielleicht entscheidenden Dreier, der dem Jahn die Zweitliga-Zugehörigkeit über die aktuelle Saison hinaus sichern sollte.

Hier geht's zum Spielbericht SSV Jahn Regensburg - SV Darmstadt

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Mit nunmehr 39 Punkten und neun Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz sollte in den ausstehenden vier Partien nichts mehr anbrennen. "Wir können jetzt ganz klar befreiter aufspielen", sagte Andreas Geipl zum fast erreichten internen Saisonziel 40 Punkte. Marcel Correia (7.), Max Besuschkow (52.) und Jann George (77.) machten gegen Darmstadt aus vier Chancen drei Treffer (Albers traf zudem den Pfosten). Oberpfälzer Effizienz in Reinform, und das in Unterzahl, nachdem Erik Wekesser die Ampelkarte gesehen hatte (57.). Ausschließlich alle statistischen Daten sprachen für die technisch versierteren und überlegenen "Lilien", sogar einen Elfmeter drosch der Ex-Nürnberger Tobias Kempe über den Kasten (66.). "Solche Spiele kommen alle drei Jahre mal vor. Das müssen wir jetzt ganz schnell abhaken", war Gästecoach Dimitrios Grammozis entsprechend bedient. Einen Haken kann auch der Jahn hinter seine Sieglos-Serie setzen: Nach vier Remis seit der Corona-Pause und insgesamt sieben Spielen ohne Dreier, kehrte das Glück ins Jahnstadion Regensburg zurück. Das 1:0 und das 3:0 resultierten aus dicken individuellen Klopsen der Darmstädter, und beim zweiten Treffer fiel der Ball nach einer Okoroji-Ecke Besuchkow aufs Knie, von wo aus er ins Netz kullerte. Getreu der Jahn-Devise: Nicht schön, aber erfolgreich.

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