16.07.2019 - 18:57 Uhr
SchirmitzSport

Kein Wort zum Sport: Josef Dütsch

In unserer wöchentlichen Rubrik verrät der Fußballtrainer, welcher portugiesische Fußballer sein Vorbild war, dass Edelklamotten schon immer sein Ding waren und wieso die Kücheln seiner Mutter zehn Euro kosten müssten.

Josef Dütsch.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Wenn ein Fußballtrainer in der Region unter seinen ehemaligen Spielern Kult ist, dann Josef Dütsch. Egal ob beim SV Detag Weiden, TSV Detag Wernberg oder aktuell bei seinem Heimatverein SpVgg Schirmitz – der jetzt zweifache Familienvater (und mittlerweile Opa) hatte immer einen besonderen Draht zu seinen Mannschaften. In der Fußballszene ist der 61-jährige Schirmitzer weit über den Fußballkreis bekannt und als Trainer anerkannt.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Josef Dütsch: Unbedingt in unserer Region. Weiden hat sich in den letzten 40 Jahren super entwickelt und auch landschaftlich ist es bei uns wunderschön. Das schätzen viele Leute zu wenig, dabei muss man nur mit offenen Augen durch unsere Heimat gehen.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Josef Dütsch.: Wenn ich es auf den Fußball runterbreche, dann habe ich sicherlich die Fähigkeit, aus verschiedenen Charakteren ein homogenes Team zu formen. Eine solche Aufgabe kann ich gut moderieren. Für mich ist es wichtig, mit anderen ehrlich umzugehen. In meiner langen Trainerzeit kann kein Spieler sagen, das ich ihn gelinkt habe.

ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Josef Dütsch: Im Sport ist es sicher mein Ehrgeiz. Ich verliere nicht gerne. Ein Riesenfehler war meine Einstellung zur Schule. Ich wollte partout nicht lernen oder mich von den Lehrern in ein Schema pressen lassen. Da war ich furchtbar unterwegs.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Josef Dütsch: Eusebio, ein portugiesischer Fußballer von Benfica Lissabon. Den kennen die Jüngeren heute gar nicht mehr. Ich habe über Eusebio alles gelesen, was ich in die Finger bekommen habe. Und ein zweiter Held war für mich der Indianer-Häuptling Winnetou.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Josef Dütsch: Das hat es viel zu viele gegeben. Daran will ich mich gar nicht erinnern. Das war richtig grenzwertig.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Josef Dütsch: Mit Lothar Matthäus. Für mich ist er der beste Fußballer, den Deutschland je hatte. Ich habe ihn beim DFB-Physiotherapeuten Klaus Eder kennengelernt. Matthäus war damals gerade Weltmeister und dann Weltfußballer geworden und hat sich mit mir total auf Augenhöhe unterhalten. Ein richtig netter Kerl, ganz anders als er mittlerweile in den Medien dargestellt wird.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Josef Dütsch: Wenn ein Spieler kommt und sagt: Hey Trainer, du weißt ja, ich habe dir ja gesagt ... und dann rückt er damit raus, dass er am Freitag nicht ins Training kommt, weil seine Tante mütterlicherseits 52. Geburtstag hat.

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Josef Dütsch: Da habe ich keine konkrete Erinnerung, aber bestimmt irgendwelche Edelklamotten. Da war ich früher ganz erpicht darauf. Ich glaube, ich habe ein kleines Vermögen in die damalige Boutique "Jeunesse" hineingetragen. Gut gestylt zu sein, war schon immer mein Ding. Aber da stehe ich auch dazu.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Josef Dütsch: Bei den Dinkelkücheln meiner Mama. Die sind das Nonplusultra und unübertroffen gut. Wenn ich sehe, was heutzutage beim Bäcker verlangt wird, dann müsste so ein Küchel zehn Euro kosten.

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Josef Dütsch: Ich sehe kaum fern. In den letzten zwei Monaten waren es vielleicht drei Stunden. Wenn, dann bleibe ich bei "Die PS Profis" hängen, weil es da auch um Oldtimer geht. Und ich habe ja selbst zwei, einen Mercedes und ein BMW Cabrio. Verblödungsserien mit der 7000. Folge interessieren mich nicht.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Josef Dütsch: Jede Art von Zeit, die ich mit meinem Enkel verbringen kann. Außerdem pflege ich gerne meine Oldtimer.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

Josef Dütsch: ... in der Schule viel besser aufpassen. Grundsätzlich bin ich aber mit meinem Leben zufrieden.

Letzte Woche bei "Kein Wort zum Sport": Sebastian Jäger

Weiden in der Oberpfalz

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